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Ob Ihr Hund lieber Nass- oder Trockenfutter bevorzugt, ist Geschmackssache. (Symbolbild)

Was schmeckt besser?

Hundenahrung: Nass- oder Trockenfutter? Die Vor- und Nachteile

Der größte Teil der in Deutschland lebenden Hunde wird mit Fertigfutter ernährt. Dabei hat der Halter die Auswahl zwischen Feucht- und Trockenfutter.

Berlin – In Deutschlands Haushalten bellen rund 10,7 Millionen Hunde (Stand 2020). Die meisten Tiere werden mit Fertigfutter in feuchter oder trockener Form ernährt. Beide Futterarten haben Vorteile. Snacks und Knochen kommen als Ergänzung dazu.

Futter für den Hund – Liebe geht durch den Magen

Hundefutter stellt die elementaren Bedürfnisse des Tieres sicher. Es besteht aus organischen und anorganischen Bestandteilen. Wichtig ist, dass das Tier ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Zu den wichtigen Bestandteilen des Hundefutters zählen daher Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße, Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien und Wasser.

Ein mittelgroßer, circa 20 Kilogramm schwerer Hund braucht zwischen 539,1 und 898,5 Kilokalorien am Tag. Idealerweise besteht das Futter zu rund 25 Prozent aus Proteinen (Eiweiß) sowie 12 Prozent Fett, 5 bis 7 Prozent Ballaststoffe, 1,1 Prozent Kalzium und 0,8 bis 0,9 Prozent Phosphor. (Quelle: wikipedia.de)

In Deutschland wird überwiegend industriell hergestelltes Futter verfüttert, nur ein kleiner Teil der Hundealter bereitet die Nahrung für seinen Vierbeiner selbst zu. Laut Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. wurden im Jahr 2020 rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz mit Hundefutter erzielt. Davon entfielen 502 Millionen Euro aus Nassfutter, 463 Millionen auf Trockenfutter und 602 Millionen auf Snacks.

Hundefutter: Nassfutter

Nassfutter besteht aus Fleisch, Innereien und Organen. Zusätzlich sind Geflügel-Schlachtabfälle und Blut Bestandteile des Futters. Nassfutter enthält viel Feuchtigkeit – zwischen 60 und 84 Prozent. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich, etwa als cremige Paste oder fleischige Brocken. Geschmacklich punktet das Nassfutter bei den meisten Hunden ebenfalls.

Vorteile von Nassfutter:

  • intensiver Geschmack und Geruch
  • auch für Hunde mit Zahnproblemen geeignet
  • leicht verdaulich
  • einsetzbar für das Gewichtsmanagement bei übergewichtigen Tieren
  • günstig für den Flüssigkeitshaushalt, da viel Wasser enthalten ist

Hundefutter: Trockenfutter

Trockenfutter wird überwiegend aus Blut, Geflügel-Schlachtabfällen und getrocknetem Fleisch hergestellt. Trockenfutter besitzt einen Restwassergehalt von nur 14 Prozent. Es wird als Kroketten, Biskuits oder in Form von Pellets hergestellt. Wegen des geringen Feuchtigkeitsgehalts muss dem Hund beim Füttern mit Trockenfutter zusätzlich ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung gestellt werden.

Vorteile von Trockenfutter:

  • lange Haltbarkeit
  • geringer Platzbedarf
  • auch für den Urlaub und fürs Büro geeignet
  • geruchsarm
  • reinigt die Zähne des Hundes durch Abrieb beim Kauen

Hundefutter: Snacks

Viele Hundehalter setzen auf eine Mischfütterung mit Trocken- und Nassfutter und verabreichen dem Hund eine Portion Trockenfutter am Morgen und das Nassfutter am Abend. Zu beachten ist dabei, die beiden Futterarten nicht zu vermischen, da Trockenfutter eine andere Verdauungszeit als Nassfutter hat.

Leckerlis und kleine Snacks ergänzen den Speiseplan des Hundes. Die meisten Hundehalter verwenden die Zwischenmahlzeiten zum Belohnen während des Trainings oder zum Verwöhnen des Tieres. Außerdem sind im Fachhandel spezielle Kausnacks erhältlich, die die Zähne des Hundes reinigen sollen. Die meisten Hundeleckerlis sind sehr kalorienreich, daher sollten sie stets in die tägliche Futterration des Hundes mit eingerechnet werden. Kalorienarme Snacks sind solche aus reinem Fleisch, wie etwa getrocknete Rinderohren.

Hundefutter: Dürfen Hunde Knochen fressen?

Knochen verfügen über viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalzium, Mineralstoffe, Fette und Enzyme. Außerdem reinigen die Knochen die Zähne und trainieren die Kaumuskulatur. Das Kauen beschäftigt und beruhigt den Hund. Allerdings kann es zu Verdauungsproblemen kommen, vor allem, wenn der Hund das Fressen von Knochen nicht gewohnt ist. Weitere Gefahren der Knochenfütterung sind scharfkantige Splitter, die Verletzungen verursachen können. Grundsätzlich sollten Knochen roh verfüttert werden, jedoch niemals vom Schwein, da sich durch rohes Schweinefleisch der Hund mit der tödlichen Aujeszkysche Krankheit infizieren kann. Gut geeignet ist hingegen Rind oder Lamm.