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Hundesteuer: Die wichtigsten Fakten im Überblick

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Hund mit Steuermarke. (Symbolbild)
Die Steuermarke zeigt, dass der Halter den Hund bei der Stadt angemeldet hat und die Hundesteuer bezahlt. (Symbolbild) © dpa

Die meisten Hunde tragen eine markante Marke an Halsband oder Geschirr. Diese zeigt, dass der Halter den Hund bei der Stadt angemeldet hat und die Hundesteuer bezahlt.

Offenbach – In Deutschland wurde die Hundesteuer erstmalig am 28. Februar 1807 in Offenbach eingeführt. Schon damals war die Abgabe nicht zweckgebunden, das heißt, die Steuereinnahmen wurden frei verwendet und nicht zum Beispiel für die Reinigung von Gehwegen eingesetzt. Damals wie heute gilt die Hundesteuer als „Luxus- und Lenkungssteuer“. Sie soll die Zahl der privat gehaltenen Hunde begrenzen. Für gewerblich genutzte Exemplare (wie Herdenschutzhunde, gewerbliche Zuchthunde etc.) darf keine Steuer erhoben werden.

Hundesteuer: Die Anmeldung und Abmeldung

Jede Gemeinde verfügt über eine eigene Hundesteuersatzung, die entsprechend dem Kommunalabgabengesetz des jeweiligen Bundeslandes gestaltet ist. Das heißt, jede Gemeinde entscheidet selbst über die Höhe der Hundesteuer und über mögliche Befreiungen oder Nachlässe.

Steuerpflichtig ist der Hundehalter, der einen Hund auf dem Gebiet der jeweiligen Gemeinde hält. Dabei gilt in der Regel:

Die Anmeldung und die Abmeldung erfolgen je nach Bundesland und Stadt entweder beim örtlichen Steueramt oder über das Bürgerbüro.

Hundesteuer: Die Kosten fallen unterschiedlich hoch aus

Die Kosten für die Hundesteuer fallen je nach Hund und Wohnort sehr unterschiedlich aus. Zwar verpflichten nur wenige Bundesländer wie Baden-Württemberg oder das Saarland die Gemeinden zur Erhebung der Abgabe, aber in den seltensten Fällen verzichtet ein Ort auf die Erhebung. Das gilt beispielsweise für das Örtchen Windorf im Landkreis Passau: Da die Verwaltungskosten für die Erhebung der Hundesteuer die zu erwartenden Einnahmen übersteigen, verzichtet die Gemeinde.

Jede Gemeinde legt in ihrer Hundesteuersatzung selbst fest, wie hoch die Hundesteuer ausfällt. Die Unterschiede sind je nach Wohnort gewaltig:

Einige Städte gewähren unter bestimmten Voraussetzungen Erleichterungen.

Hundesteuer: Diese Strafen drohen

Hundehalter, die ihren Hund nicht korrekt bei der Stadt anmelden, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Je nach Bundesland kann dann eine Strafe von bis zu 5.000 oder 10.000 Euro anfallen. Dazu kommen Nachforderungen der nicht entrichteten Hundesteuer. Ordnungswidrig handeln Hundehalter unter anderem in folgenden Fällen:

Absetzen können Hundehalter die Hundesteuer nicht. Dient der Hund dem Broterwerb, fällt keine Hundesteuer an. Einen privat gehaltenen Hund erkennen die Finanzbehörden nicht als steuermindernd an.

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