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Hund hat „Fußmatte getroffen“: Besitzer hinterlassen beschämte Nachricht bei den Nachbarn

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Von: Anne Hund

Wenn Hunde Sachschäden anrichten, kann es teuer werden. Im Fall einer verschmutzten Fußmatte sollten sich die Nachbarn allerdings schnell einig werden. Oder etwa doch nicht?

Hunde sind treue Wegbegleiter, mit denen man im Alltag viel Freude hat und mit denen man bei Spaziergängen an der frischen Luft viel erlebt und fit bleibt. Gleichzeitig muss man sich um den Vierbeiner immer gut kümmern, sollte ihn über längere Zeit auf keinen Fall allein in der Wohnung lassen und muss mehrmals am Tag mit dem Hund Gassi gehen.

„Fußmatte getroffen“: Besitzer hinterlassen reumütige Botschaft bei den Nachbarn

Ab und zu kann es trotzdem passieren, dass beim Hundegeschäft mal etwas daneben geht. Zu dumm, wenn davon die eigenen Nachbarn betroffen sind. Der Blog „Notes of Berlin“, der Zettel auf Haustüren und anderswo im Berliner Stadtbild sammelt, veröffentlichte jüngst das Foto eines Aushangs von Hundebesitzern, die sich bei ihren Nachbarn für die Hinterlassenschaften ihres Hundes auf deren Fußmatte entschuldigten. „Wir waschen es und bringen das asap zurück“, heißt es darauf reumütig. „Tut uns leid.“

Der Blog hat einen Ausschnitt des Aushangs auf Instagram gepostet und ihn süffisant mit dem Kommentar „Ungewollter Anschiss“ versehen.

„Fußmatte getroffen“ – reumütige Botschaft sorgt für Reaktionen auf Instagram

Die Reaktionen auf Instagram folgten prompt. Die Meinungen fielen allerdings ganz unterschiedlich aus. Manche empfinden die Entschuldigung bei den Nachbarn als höfliche Geste und eine geeignete Reaktion. „Finde ich super.. Kommunikation ist alles.. Jedem kann mal ein „Missgeschick“ passieren..“ oder „Tolle Geste! Hat man nicht mehr oft heutzutage (...)“, kommentierte zum Beispiel jemand. Andere betrachten es andere als eine Selbstverständlichkeit, dass man die fremde Fußmatte nicht nur reinigt, sondern den Nachbarn eine neue kauft. Der Post sorgt bei einigen auch für Augenzwinkern, und so mancher scheint so ähnliche Probleme mit Hunden schon zu kennen.

Welpe ist noch nicht stubenrein? Lob für Hunde wichtig

Passiert dem eigenen Hund mal ein Malheur, sollte man deshalb nicht mit ihm schimpfen. Denn der Vierbeiner kann schließlich nichts dafür und er würde unser Verhalten nicht verstehen. Auch bei Welpen, die noch nicht stubenrein sind, nützt es nichts, bei einem Missgeschick mit ihnen zu schimpfen, im Gegenteil, wie Hundetrainer erklären. Loben Sie den Hund vielmehr, wenn er etwas richtig macht und sorgen Sie dafür, dass Sie mit dem Hund im Zweifel schnell nach draußen gehen können.

Hund liegt auf einer Fußmatte vor der Haustür.
Im besten Fall einigen sich die Nachbarn schnell, wenn der Hund etwas beschädigt haben sollte. (Symbolbild) © imagebroker/imago

Haftpflicht: Hunde immer für Schäden absichern

Eine (im schlimmsten Fall) ruinierte Fußmatte ist gewiss nicht erfreulich, aber aus finanzieller Sicht wohl noch zu verschmerzen. In besten Fall sollten das die Nachbarn untereinander schnell und unkompliziert regeln können. Die Fellnasen können allerdings auch höhere Schäden verursachen und sollten für solche Fälle dringend abgesichert sein, wie Experten raten. Hunde sind dabei – anders als Katzen und Kleintiere – nicht über die Privathaftpflicht ihrer Besitzer mitversichert.

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Bello-Police: Ohne Hundehaftpflicht kann es teuer werden

Um sich vor den finanziellen Folgen zu schützen, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zu einer Hundehalterhaftpflichtversicherung. Diese sei mit einem Beitrag von rund 50 Euro im Jahr nicht teuer, heißt es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema, sie lohne im Ernstfall aber umso mehr. Beim Abschluss sollte man einiges beachten: Die Verbraucherschützer raten demnach zum Blick ins Kleingedruckte. Manchmal werde die Beitragshöhe von der Hunderasse anhängig gemacht, bestimmte Kampfhunderassen seien ganz von den Leistungen ausgeschlossen.

Sachschäden, die der Vierbeiner in einer Mietwohnung verursacht, sollten dem Bericht zufolge mit bis zu 500.000 Euro, Welpen idealerweise mindestens sechs Monate mitversichert sein, bevor sie eine eigene Police benötigen. 

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