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Krebs beim Hund: Typische Anzeichen und Behandlungsmöglichkeiten

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Alter Retriever-Mischlingsrüde
Da Hunde immer älter werden, steigt auch das Risiko für Krebs © blickwinkel/Imago

Krebs ist eine häufige Erkrankung bei Hunden. Dank moderner Medikamente ist eine Behandlung in vielen Fällen möglich.

Zürich – in einer Studie der ETH und der Universität Zürich wurde Krebs bei Hunden im Zeitraum von 1955 bis 2008 untersucht. Von den rund 121.000 Tieren erkrankten über 50 Prozent im Laufe ihres Lebens mindestens einmal daran. In der Gruppe der älteren Hunde stellt diese Erkrankung die häufigste Todesursache dar.

Krebs-Erkrankungen des Hundes: So entstehen Tumore

Unter Krebs verstehen Fachleute eine bösartige (maligne) Gewebeneubildung wie Wucherungen oder eine Geschwulst (Tumor). Mit Fortschreiten der Krankheit können sich Krebszellen vom eigentlichen Tumor absondern, sich über die Blutbahnen und Lymphgefäße im Körper verteilen und an anderen Stellen Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Daneben gibt es auch gutartige (benigne) Tumore, bei denen das Zellwachstum lediglich zu einer Gewebevermehrung führt. Benigne Tumore bilden keine Metastasen. Allerdings können sie dem Hund allein durch ihr Wachstum gefährlich werden, wenn sie Organe, Luftwege oder Blutgefäße behindern.

Meist kommen bei einer Krebserkrankung mehrere Auslöser zusammen: Das hohe Lebensalter der Hunde gilt wie beim Menschen als einer der Hauptauslöser. Grund dafür sind Schädigungen im Erbgut, die in fortschreitendem Alter vermehrt auftreten. Diese Zellen mit Erbgutschäden können entarten und ein ungebremstes Zellwachstum auslösen, das zu Krebs führen kann.

Neben dem Alter spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:

Krebs beim Hund: Das sind die häufigsten Arten

Krebs kann beim Hund an den unterschiedlichsten Stellen des Körpers auftreten. Besonders oft kommen diese Arten von Tumorerkrankungen vor:

Dazu kommen noch Krebsarten, die sich im Nerven- oder blutbildenden System entwickeln.

Krebs beim Hund: Diese Symptome zeigt der Vierbeiner

Je nach Art äußert sich Krebs beim Hund völlig unterschiedlich. Meist zeigt er sich gerade in der Anfangsphase durch relativ unspezifische Symptome wie:

Schreitet die Erkrankung fort, kommen weitere Krankheitszeichen dazu. Dazu gehören vor allem:

Krebs-Behandlung bei Hunden

Krebs beim Hund lässt sich auf verschiedene Weise behandeln. Die Therapie richtet sich wiederum nach der Art und dem Stadium der Erkrankung. In der Regel empfiehlt der Tierarzt eine der folgenden Methoden:

Operationen sind ideal bei gutartigem Krebs oder wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat. Eine Chemotherapie kommt infrage, falls bereits Tochtergeschwülste vorliegen oder bei speziellen Arten wie Blutkrebs. Die Strahlentherapie kommt zum Einsatz, wenn ein Tumor aufgrund seiner Lage nicht operativ entfernt werden kann.

Krebs-Diagnosen: Diese Lebenserwartung hat der Hund

Wie lange ein Hund mit Krebs überlebt, ist individuell verschieden und hängt vor allem von diesen drei Faktoren ab:

Krebs bei Hunden ist nicht immer heilbar. In diesen Fällen versucht der Tierarzt mit Medikamenten, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und dem Tier durch eine gezielte Schmerztherapie möglichst viel Lebensqualität zurückzugeben. Die Lebenserwartung kann dabei je nach Schwere der Erkrankung bei einigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren liegen.

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