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Während der Läufigkeit ist es sinnvoll, Schlafplätze der Hündin mit Decken zu schützen. (Symbolbild)

Hitze bei Hündinnen

Läufigkeit der Hündin: Wie lange sie dauert und Tipps für den Umgang

Die Läufigkeit der Hündin kann mitunter eine stressige Phase für Hund und Halter sein. Es gilt, aufdringliche Rüden abzuwehren und Blutflecken zu entfernen.

Herne – Das nordrhein-westfälische Herne ist die Hundestadt Deutschlands. Hier leben laut einer Verwaltungsstatistik 136 Hunde pro Quadratkilometer. Viele der Vierbeiner sind Hündinnen und werden zwei Mal im Jahr läufig. Dann spielen Rüden verrückt und ihre weiblichen Artgenossinnen werden anhänglich und bisweilen ungehorsam.

Läufigkeit der Hündin: Wie oft und wie lange werden Hundedamen läufig?

Als Läufigkeit bezeichnet man folgende drei Phasen des Sexualzyklus von Hündinnen:

  • Vorbrunst (Proöstrus): Die Vulva beginnt anzuschwellen und das Tier hat blutigen Ausfluss.
  • Brunst (Östrus): Der Ausfluss verändert sich hin zu einer helleren Farbe und einer wässrigen Konsistenz. In dieser Phase schwillt die Vulva ab und die Hündin ist paarungsbereit.
  • Nachbrunst (Metöstrus): Der Ausfluss wird weniger und versiegt langsam. Rüden verlieren das Interesse an ihrer Artgenossin.

Den Zeitraum zwischen dem Ende der Nachbrunst und der erneuten Vorbrunst bezeichnen Experten als Anöstrus (Ruhephase). Die Läufigkeit dauert bei den meisten Hündinnen circa drei Wochen und tritt in der Regel zweimal im Jahr auf. Die Dauer der auch als Hitze bezeichneten Läufigkeit kann aber von Hündin zu Hündin variieren. Bei kleinen Rassen beträgt der Abstand rund sechs Monate, bei großen können es schon einmal zwischen acht und zehn Monaten sein. Normalerweise verändert sich die Dauer während des Hundelebens aber nicht. Auch eine Menopause gibt es nicht: Hündinnen werden bis zum Ende ihres Hundelebens läufig.

Läufigkeit der Hündin: Die häufigsten Anzeichen

Wer schon einmal eine Läufigkeit mit seiner Hündin erlebt hat, bemerkt meistens schnell, wenn es wieder so weit ist. Typische erste Anzeichen für die Läufigkeit sind:

  • häufiges Lecken und ausdauerndes Putzen
  • häufiges Markieren des Territoriums
  • ausdauerndes Schnüffeln
  • Anhänglichkeit und erhöhter Bedarf an Streicheleinheiten
  • Ungehorsam

Eindeutig wird es dann, wenn man Rüden auf der täglichen Gassirunde nicht mehr los wird und die verliebten Vierbeiner die Hundedame bis nach Hause verfolgen. Findet man kleine Tropfen von Blut auf dem Boden oder im Körbchen, werden die Vermutungen zur Tatsache.

Eine sichere Aussage zum Zeitpunkt des Einsetzens der Läufigkeit kann der Tierarzt anhand eines Abstrichs machen. Allerdings werden Hündinnen sehr regelmäßig läufig, sodass man eigentlich nur den Kalender benötigt. Als stille Läufigkeit bezeichnet man es, wenn Hündinnen läufig sind, aber keine äußeren Symptome zeigen. Zum ersten Mal läufig werden Hündinnen meist im Alter zwischen sechs und zwölf Monaten.

Läufigkeit bei der Hündin: Tipps gegen aufdringliche Rüden

Die Läufigkeit ist eine besondere Phase im Leben einer Hündin: Die Hundedamen brauchen mehr Ruhe als üblich und oft auch mehr Aufmerksamkeit. Draußen kann es mitunter stressig werden, vor allem bei Begegnungen mit allzu energischen Rüden. Mit den folgenden Vorsichtsmaßnahmen verhindert man eine ungewollte Schwangerschaft und unnötigen Stress bei der Hündin:

  • Die Hündin immer an der Leine laufen lassen.
  • Bei Hundebegegnungen sofort auf die Läufigkeit hinweisen.
  • In der Brunstphase einsame Spazierwege wählen, damit man keine anderen Hunde trifft.
  • Aufdringliche Rüden nicht zu nah an Hündinnen heranlassen. Oft versuchen die Hündinnen, ihre männlichen Artgenossen wegzubeißen oder zu fliehen.

Was die Blutung angeht, so gibt es im Tierfachhandel hilfreiche Utensilien, die Fußboden, Körbchen und andere Liegeplätze der Hündin vor Blutflecken schützen. Praktisch ist eine Schutzhose für Hunde, in die man Einlagen stecken kann, die das Blut auffangen. Gewöhnt man die Hündin von klein auf an eine Läufigkeitshose, wird sie diese zweimal im Jahr in Kauf nehmen. Hilfreich sind auch saugfähige Unterlagen für die Liegeplätze des Tieres.