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Ohr-, Zahn- und Krallenpflege bei Hunden: Das sollten Besitzer wissen

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Einem Terrier werden die Krallen gekürzt (Symbolbild)
Einem Terrier werden die Krallen gekürzt (Symbolbild) © NomadSoul/IMAGO

Die richtige Pflege eines Hundes ist das A und O. Wer die Pflege seines Vierbeiners vernachlässigt, riskiert Krankheiten, vor allem Entzündungen.

Erfurt – Bei der Internationalen Rassehundeausstellung im Osten Deutschlands hat ein gut gepflegtes Auftreten höchste Priorität. Aber auch wenn nicht jeder Hund an einer Ausstellung teilnimmt, darf die Pflege niemals vernachlässigt werden, insbesondere wegen der gesundheitlichen Aspekte.

Die richtige Zahnpflege für den Hund

Ab dem dritten Lebensmonat verlieren Welpen ihre Milchzähne und es kommt zum Zahnwechsel. Mit den nachwachsenden Zähnen kommt es häufig zu Problemen, darunter Zahnfleischentzündungen und Parodontose. Erkennen können Besitzer derartige Zahnprobleme anhand der Farbe. Gelblich-braune Verfärbungen der Zähne oder braune Ränder am Zahnfleisch sind ein Zeichen, dass der Hund zum Tierarzt gehen muss: Es handelt sich um Bakterien. Besitzer sollten auch regelmäßig den Mundgeruch ihres Hundes überprüfen, denn zu starker Geruch ist ebenso ein Anzeichen für eine Zahnerkrankung.

Um Zahnproblemen bei Hunden vorzubeugen, sind die richtige Ernährung und vor allem die richtige Zahnpflege gefragt. Hunde können beispielsweise einen Knochen oder einen Kauartikel bekommen, da durch das Kauen Zahnstein und Plaque entfernt werden. Wer die Zahnreinigung selbst in die Hand nehmen möchte, kann seinem Hund die Zähne mit einer speziellen Zahnbürste reinigen oder zu einem Fingerling greifen. Letzteres ist für Hunde angenehmer und man entfernt mit leichten Putzbewegungen den Zahnstein.

Die richtige Ohrpflege für den Hund

Die Ohrenpflege übernehmen Hunde großteils selbst durch die Bildung von Ohrenschmalz, die Schutzhaare im Ohr und die Durchblutung. Jedoch geschieht dieser Vorgang nicht bei jeder Hunderasse gleich, denn die Ohren der Vierbeiner sind abhängig von der Hunderasse verschieden.

Folgende Hunderassen sind häufiger von Ohrenproblemen betroffen:

Schlappohren bieten Schutz vor warmem Klima, da sie schlechter durchlüftet sind. Durch die Kälte können sich Pilze und Bakterien leichter bilden. Vor allem Besitzer von Hunden, die zu Ohrenproblemen neigen, sollten regelmäßig in die Ohren ihres Vierbeiners schauen. Oft ist Futterumstellung gefragt, denn Ohrenprobleme entstehen auch als allergische Reaktion.

Ohrenprobleme erkennen Besitzer oft daran, dass ihr Hund sich häufig am Ohr kratzt. Das deutet darauf hin, dass etwas Unangenehmes in den Ohren ist. Sind die Ohren entzündet, ist der Tierarzt gefragt. Dieser verabreicht dem Hund Ohrentropfen, damit die Entzündung nachlässt und weggeht.

Nicht nur auf die Zahn- und Ohrpflege kommt es an

Die richtige Zahn- und Ohrpflege ist nicht alles – auch die Krallen machen Hunden oft Probleme. Hören Besitzer beim Gang ihres Hundes ein Klappern, bedeutet das, dass die Krallen zu lange sind. Für Hunde können die zu langen Krallen unangenehm werden, denn sie bereiten ihm Schmerzen und schränken seine Fortbewegung ein. Bei den Wolfskrallen besteht sogar die Gefahr, dass sie einwachsen.

Um die Krallen eines Hundes richtig zu schneiden, braucht man zunächst Geduld und vor allem das richtige Pflegewerkzeug. Im Handel sind professionelle Krallenscheren erhältlich, die speziell auf die Krallenpflege von Hunden ausgerichtet sind. Am besten kürzt man die Krallen seines Hundes nur bei guter Beleuchtung und hält Balsam zum Einschmieren bereit.

Ganz wichtig: Sollte man beim Krallenkürzen unsicher sein, ist der Weg zum Tierarzt ratsam. Die Krallen sind mit den Nerven verbunden und der falsche Schnitt wird für den Vierbeiner schmerzhaft sein. Alternativ zur Krallenschere eignet sich eine Feile. Der Pflegevorgang dauert länger, aber man tut seinem Hund mit Sicherheit nicht weh.

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