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Zecken sind im Sommer bei allen Hunden ein Problem. (Symbolbild)

Eine Belastung für Vierbeiner

Parasitenbefall beim Hund: Flöhe, Zecken, Würmer – Anzeichen und was dagegen hilft

Parasitenbefall und Zeckenbisse sind für Hunde eine gefährliche Krankheit und können einen schwerwiegenden Verlauf nehmen.

Berlin – Die Bundestierärztekammer warnt, dass Parasiten zu ernsthaften Gesundheitsstörungen führen können und Hundebesitzer vor allem auf erste Anzeichen zu achten haben.

Parasiten bei Hunden: Zecken

Zecken sind im Sommer bei allen Hunden ein Problem. Insbesondere Vierbeiner mit langem Fell stellen für Besitzer eine Herausforderung dar, denn die Zecken lassen sich nicht leicht ertasten und entfernen. Unabhängig von der Hunderasse oder Felllänge sind die Tiere in der warmen Jahreszeit oft von Zeckenbissen befallen. Viele Besitzer halten Zeckenbisse für eine Nichtigkeit, doch die Insekten übertragen schwere Krankheiten.

Krankheiten, die auf Hunde durch einen Zeckenbiss übertragen werden, sind häufig folgende:

All diese Krankheiten können einen tödlichen Verlauf nehmen. Daher ist es wichtig, dass Besitzer ihren Hund gründlich auf Zecken untersuchen, nachdem sie draußen waren. Die Prävention stellt idealerweise eine bessere Möglichkeit dar: Hundehalter sollten hohe Wiesen meiden oder für ihren Hund ein Zeckenhalsband besorgen. Alternativ eignen sich auch Öle oder Kokosfett auf dem Fell.

Zeigt ein Hund Bewegungsprobleme, leidet unter Fieber oder ist er schwach, sind das womöglich Anzeichen einer Reaktion auf den Zeckenbiss und er muss so schnell wie möglich behandelt werden. Über den Tierarzt werden notwendige Schritte eingeleitet und es erfolgt eine Behandlung mit Medikamenten.

Parasiten bei Hunden: Flöhe

Kratzt sich ein Hund auffällig oft an einer bestimmten Stelle, können das Anzeichen für Flöhe sein. Die häufigste Ursache für Flöhe liegt im Kontakt mit anderen Tieren, die ebenfalls mit den Insekten befallen sind. Die Ursache kann jedoch auch in den eigenen vier Wänden liegen, beispielsweise, wenn der Vormieter oder Vorbesitzer einer Wohnung bereits ein Haustier mit Flöhen hatte.

Nicht nur das Kratzen stellt ein Symptom für Flöhe da, Besitzer müssen auch auf Rötungen, Krusten und Pusteln an der Stelle achten. Flohbefall ist deshalb so hartnäckig, weil sich die Tiere nicht nur im Fell des Hundes festsetzen, sondern auch im Hundekörbchen, in Decken oder im Teppich.

Da sich die Tiere überall in der Wohnung verteilen, kann die Behandlung des Hundes zwei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Besitzer müssen ihre Wohnung oder ihr Haus mit Flohspray reinigen und Wäsche bei über 60 Grad waschen. Tatsächlich ist der Flohbefall nicht nur ein Problem für den Hund, er kann das Leben der Besitzer ebenso beeinträchtigen.

Parasiten bei Hunden: Würmer

Im Zusammenhang mit Parasiten bei Hunden wird häufig von „Würmern“ gesprochen. Jedoch werden Hunde nicht nur von Würmern befallen, sondern auch von anderen Parasiten. Die Krankheitsbilder ähneln sich – im Darm des Hundes verbreiten und vermehren sich Parasiten. Die Parasiten heften sich an die Darmwand des Hundes, wodurch Verdauungsstörungen auftreten und häufig auch eine Darmentzündung ausgelöst wird.

Verursacht wird ein solcher Parasitenbefall durch die Aufnahme von Kot oder durch das Trinken von verunreinigtem Wasser. Vor allem der Kot von Welpen setzt Hunde einer großen Infektionsgefahr aus, denn er enthält die meisten Zysten.

Eine Übertragung von Würmern über Fremdeinwirkung, beispielsweise durch einen Zeckenbiss, ist nicht möglich. Eine Ausnahme bildet der Kontakt zu anderen Tieren, die bereits an Würmern erkrankt sind und den Hund ablecken.

Besitzer können gegen Wurmbefall eine einfache Präventionsmaßnahme ergreifen, indem sie gut auf den Hund achten und ihn nicht an Kot lecken lassen. Die Symptome sind wiederkehrender und flüssiger Durchfall, Erbrechen, Fieber, Schwächeanzeichen, Lustlosigkeit und Gewichtsverlust. Eine erfolgreiche Behandlung leitet der Tierarzt ein. Er verabreicht dem Hund notwendige Medikamente und verschreibt eine Wurmkur.