Wenn Hunde markieren

Pipi-Problem in Viersen: Hunde pinkeln 100 Laternen kaputt

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Weil Hunde vermehrt ihre Duftmarken an Laternenmasten hinterlassen, hat die Stadt Viersen nun ein kleines Problem mit der Straßenbeleuchtung

Viersen (NRW) – Rüden, aber auch Hündinnen markieren, um Botschaften zu hinterlassen. Sie nutzen es auch als Kommunikationsmittel, denn mit ihrem Urin hinterlassen sie eine Fülle an Informationen wie beispielsweise Alter, Geschlecht oder Wohlbefinden. Je nach Status oder Rang spielt auch die Auswahl der Stelle eine große Rolle. Besonders beliebt sind strategisch günstig gelegene Standpunkte.

Pipi-Problem in Viersen: Hunden pinkeln 100 Laternen kaputt

Auch Bäume können durch den Ammoniakgehalt von Hundeurin geschädigt werden. (Symbolbild)

In der Stadt Viersen (im Westen von Nordrhein-Westfalen) sind das die Straßenlaternen. Eine Vielzahl davon muss nun ausgetauscht werden. Der Grund: Urin zersetzt die Masten. Betroffen sind vor allem die aus Aluminium. Denn das Material reagiert auf die Bestandteile der Hinterlassenschaften. Wird eine Laterne zu oft „markiert“, leidet die Standsicherheit, teilt die Stadt auf ihrer Website und auf Facebook mit.

Das Problem mit den Markierungen: Pinkelt einmal ein Hund an eine Hauswand, einen Baum, Nachbars Blumentopf oder eben auch an eine Straßenlaterne, so stellt dies einen besonders großen Anreiz für einen anderen vorbeilaufenden Vierbeiner dar, an genau dieser Stelle seine eigene Duftmarke zu setzen. Und das machen sowohl Rüde als auch eine Hündin.

Pipi-Problem in Viersen: Straßenlaternen werden ausgetauscht

Die Schäden an den Masten sind nun im Laufe der Zeit zu groß geworden. Sie könnten umfallen. Damit niemand verletzt wird, müssen die Laternen jetzt abgesägt werden. Erstmals aufgefallen war dies nach einem Sturm. An der Hagenau-Promenade war ein Alumast umgeknickt. Nach einer Sichtprüfung stellte man fest, dass nahezu jede Laterne an der Promenade betroffen ist – eine dreistellige Zahl wurde bisher ermittelt. Keiner dieser Masten wird noch lange halten und soll durch Stahl ersetzt werden. Die Kosten für den Austausch könne man bisher noch nicht bestimmen.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago