1. Landtiere.de
  2. Hunde

Pubertät beim Hund: Wenn der Hund in die Flegeljahre kommt – Tipps zur Erziehung

Erstellt:

Ein Siberian Husky Welpe sitzt auf einer Wiese. (Symbolbild)
Auch Hunde neigen in der Pubertät dazu, über die Stränge zu schlagen. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

Hunde werden genauso wie Kinder zu Teenagern und kommen in die Pubertät. In diesem Lebensabschnitt brauchen sie einen strukturierten Alltag sowie Training.

London – Die Royal Society, ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern der ganzen Welt, führte vor Kurzem eine neue Studie zur Pubertät bei Hunden durch. Denn nicht nur bei den Menschen ist dies eine besondere Lebensphase.

Pubertät beim Hund: Wenn der Hund in die Flegeljahre kommt – Tipps zur Erziehung

Die Pubertät setzt bei Hunden im Alter zwischen sechs und zwölf Monaten ein. Sie geht mit der Geschlechtsreife einher. Das bedeutet, dass eine Hündin zum ersten Mal läufig wird und ein Rüde beginnt, sein Bein zu heben und sich für weibliche Artgenossen zu interessieren. Er rivalisiert verstärkt mit anderen Rüden und markiert häufig, sogar an Stellen, an denen es verboten ist, wie etwa im Haus. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Hund versucht, sein Revier zu behaupten. Hündinnen springen zum Beispiel auf die Couch, die ihnen nicht erlaubt ist. Hunde in der Pubertät wirken oft etwas unerzogen. Denn ihr vormals gutes Benehmen legen sie auf einmal ab. Stattdessen neigen sie zu Stimmungsschwankungen und Sprunghaftigkeit. Das Spiel mit anderen Hunden wird ruppiger und das Jagdverhaltenkommt mehr hervor. Viele Vierbeiner lassen sich nicht mehr zurückhalten, eine Katze, einen Hasen, den Briefträger oder auch Radfahrer zu verfolgen.

Pubertät beim Hund: Das sind die Unterschiede in den Rassen

Jeder Hund kommt in die Pubertät, doch wann das geschieht und wie lange die Pubertät dauert, ist je nach Rasse etwas unterschiedlich. Kleinere Rassen durchlaufen diese Teenagerjahre meistens etwas eher und lassen sie auch wieder früher hinter sich. Mit circa einem Jahr ist die Flegelphase dann vorbei. Bei großen Hunden setzt die Entwicklungszeit später ein. Sie kann bis zum zweiten und manchmal dritten Lebensjahr andauern. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Hunden. Hündinnen sind frühreifer, Rüden kommen nach ihnen in ihre Pubertätszeit.

Pubertät beim Hund: Jetzt ist Erziehung gefragt

Während der Pubertät ist es wichtig, besonders konsequent zu bleiben. Der Hund widersetzt sich häufig oder ignoriert seinen Besitzer, sodass es scheint, als wäre alles Erlernte vergessen. Das ist aber nicht der Fall. Regeln und Kommandos sollten weiterhin regelmäßig geübt und durchgesetzt werden. Denn der Hund testet seine Grenzen immer wieder aus. Die Übungen müssen so oft wiederholt werden, bis sie korrekt ausgeführt sind. Danach folgt eine sofortige Belohnung. Zu beachten ist daneben, dass die Halter selber ruhig bleiben. Selbst wenn etwas nicht auf Anhieb klappt und der Hund sich nur schwer konzentriert, bringt es nichts, das Training in Frustration zu beenden. Neben der Erziehung können die Vierbeiner zum Beispiel mit Suchspielen beschäftigt werden. Alles, was Sicherheit und Spaß bietet, ist sinnvoll, denn in der Pubertät sind Gehorsam und ein strukturierter Alltag bedeutsam.

Pubertät beim Hund: Tipps und Tricks

Die drei zentralen Tipps und Regeln beim Umgang mit Hunden in der Pubertät sind:

Der Mensch sollte stets die Oberhand behalten. Herrchen und Frauchen sind und bleiben die Chefs im Familienverbund. Am besten zeigt man sich unbeeindruckt vom Verhalten des Hundes und tritt souverän auf. Zwar brauchen die Hundebesitzer Verständnis gegenüber dem Vierbeiner, dennoch dürfen Unarten nicht einfach durchgehen. Hunde benötigen einen Menschen, an dem sie sich orientieren können. Das gilt für die, die sich eher ängstlich verhalten, ebenso wie für die Krawallmacher. Geduld ist hier erforderlich. Denn die Hunde wirken in der Pubertät häufig ein wenig schwer von Begriff oder reagieren nicht auf Kommandos. Hundehalter müssen ihnen jetzt ausgiebig Zeit widmen und gegebenenfalls das Erlernte in kleinen Schritten noch einmal auffrischen. Und obendrein ist ein wachsames Auge auf das Treiben des Hundes gefragt. In der Pubertät kennen sie oft keine Gefahren und Risiken. Unter Umständen ist ein Einschreiten beim Streit mit anderen Hunden notwendig.

Auch interessant