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Dramatische Rettungsaktion: Darum kämpft Feuerwehr zwei Stunden um diesen Hund

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Von: Sina Lück

Für einen Hund wird der Ausflug in den Garten zum eigenen Gefängnis. Es beginnt ein stundenlanger Kampf gegen Kälte, Enge und Gestank.

Storbeck-Frankendorf (Brandenburg) – Hoffen und Bangen: Mehr kann eine Besitzerin für ihren Hund nicht tun, als sie das kraftlose Jaulen des geliebten Vierbeiners hört. Rund zwei Stunden lang liegt das Leben ihrer alten Hundedame in den Händen der Feuerwehr. Doch was ist passiert?

Dramatische Rettungsaktion: Darum kämpft Feuerwehr zwei Stunden um diesen Hund

Als der Hund das Privatgrundstück in Storbeck erkundet, stürzt er plötzlich drei Meter tief in den Schacht einer Jauchegrube. Um sie herum ist alles voll mit Gülle, mit 40 Zentimetern stehen ihr die Fäkalien fast bis zum Hals. Mit letzter Kraft jault die 16 Jahre alte Hündin um Hilfe und macht ihr Frauchen auf sich aufmerksam. Sofort alarmiert diese die Feuerwehr. Insgesamt elf Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Amt Temnitz rücken aus, um den Hund aus seiner misslichen Lage zu befreien. (Hund treibt allein im Ozean – dahinter steckt eine dramatische Geschichte )

Ein Hund steht im Schacht einer Jauchegrube und blickt nach oben.
Abgestürzt und eingesperrt: Zwei Stunden lang verharrt die Hündin in der Jauchegrube. © Facebook (Freiwillige Feuerwehr Amt Temnitz)

Dramatische Rettungsaktion: Einsatzkräfte bergen Hündin mit Rettungstragetuch

Vor Ort gestaltet sich die Rettung der Hündin jedoch mehr als schwierig. Denn der Schacht ist nicht nur tief und dunkel, sondern auch sehr eng. Gerade mal ein Feuerwehrmann kann auf der Leiter hinabsteigen. Zum Schutz vor dem beißenden Gestank trägt er Schutzkleidung und Atemmaske. Als der Helfer den fast blinden und schwerhörigen Hund erreicht, ist dieser extrem verängstigt. „Für uns war dies kein alltäglicher Einsatz, da die Einsatzkräfte das Vertrauen zu dem Tier aufbauen mussten“, wird Einsatzleiter Sebastian Giesert von „Tag24“ zitiert.

Erst im dritten Anlauf gelingt es den Einsatzkräften, die geschwächte Hündin mit einem Rettungs-Tragetuch über eine Seilwinde zu bergen. Mit wärmenden Decken trocknen die Helfer die stark unterkühlte Hündin ab, bevor die Feuerwehr sie in die Arme der überglücklichen Besitzerin gibt. Gerade noch mal gutgegangen! *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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