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Keine Schokolade und Lebkuchen für Hunde und Katzen: Diese Leckereien sind giftig

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Von: Anna Katharina Küsters

Weihnachtsleckereien können für den Menschen lecker schmecken, für Hunde und Katzen sind Schokolade, Lebkuchen und Weihnachtsgans aber oft giftig und gefährlich.

London – Die Vorweihnachtszeit und das eigentliche Weihnachtsfest ist ohne Süßigkeiten wie Schokolade, Plätzchen, Lebkuchen und Rosinen kaum vorstellbar. Denn für Menschen machen diese Naschereien einen großen Teil der Weihnachtsstimmung aus: Bestimmte Geschmäcker und Gerüche erinnern Erwachsene jedes Jahr wieder an die bereits vergangenen gemütlichen Weihnachtsfeste und lassen Vorfreude aufsteigen. Hund und Katze dürfen Haustierbesitzerinnen und -besitzer aber nicht an dieser Weihnachtsfreude teilhaben lassen.

Keine Schokolade und Lebkuchen für Hunde und Katzen: Diese Leckereien sind giftig

Feiertage wie Weihnachten, aber auch Ostern, Halloween oder Valentinstag machen Hunden zu schaffen. An diesen Tagen ist die Vergiftungsrate bei Hunden besonders hoch, wie ein Forscherteam um die Wissenschaftler Peter-John M. Noble und Jenny Newman in einer Studie feststellte. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, untersuchten die Forschenden den Zeitraum von 2012 bis 2017 und sammelten Daten von 229 Tierarztpraxen in Großbritannien. Die Ursache für die hohe Vergiftungsrate bei Hunden fanden die Wissenschaftler schnell: In vielen Fällen erkrankten die Hunde, da Frauchen oder Herrchen sie mit Schokolade gefüttert hatten.

Die Schokolade aus dem Adventskalender dürfen Hundebesitzer und -besitzerinnen also in keinem Fall mit ihrem Vierbeiner teilen! Aber auch Katzen dürfen nichts von der Weihnachtsschokolade naschen. Hunde und Katzen haben kein Enzym, um das in Schokolade enthaltene Alkaloid schnell abzubauen. Wirkt es im menschlichen Körper anregend und stimulierend, löst das Alkaloid im Tierkörper eine Vergiftung aus. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) sind Symptome beispielsweise Erbrechen, Zittern, Krämpfe bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Zu sehen ist ein Golden Retriever, der vor einem Weihnachtsbaum steht. (Symbolbild)
Für Hunde ist Schokolade tabu! (Symbolbild) © CSP_painless/Imago

Keine Schokolade und Lebkuchen für Hunde und Katzen: Das ist noch tabu

Schokolade ist jedoch nicht die einzige Leckerei, die Hunden und auch Katzen versagt bleiben muss. Neben dieser süßen Versuchung sind noch folgend Weihnachtsleckereien für Haustiere tabu:

Die Dinge, die für den Menschen lecker und mehr oder weniger gesund sind, sind für Katze und Hund teils sogar lebensbedrohlich. Rosinen beispielsweise führen bei Hunden zu Nierenversagen und schon kleine Mengen können für Hundewelpen gefährlich sein. Auch Milch ist bei Katzen keine gute Idee, auch wenn der Volksmund etwas andere sagt. Die Tiere sind laktoseintolerant und leiden dementsprechend, wenn sie Milch trinken. Die Weihnachtsgans ist ebenfalls tabu für Hunde und Katzen, auch wenn sie fleischliche Nahrung ist. Gänseknochen splittern sehr schnell im Maul, weswegen das Verletzungsrisiko hoch ist.

Haustierbesitzer und -besitzerinnen sollten also ihre Weihnachtsleckereien einfach in Ruhe selbst genießen und für Hund oder Katze besser geeignetes Futter und kleine, für sie nicht schädliche Belohnungen kaufen. So können sich dann Mensch und Tier unbeschadet auf Weihnachten freuen. Hunde und Katzen als Überraschung an Weihnachten zu verschenken, ist in den meisten Fällen übrigens keine gute Idee: Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen und Menschen sollten sie mit Bedacht in die Familie aufnehmen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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