Straßenhund wird zum rettenden Freund

Streunender Pitbull beschützt ausgebüxtes Kind, bis es gefunden wird

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Ein streunender Pitbull beschützt ein ausgebüxtes Kind und weicht ihm so lange nicht von der Seite, bis es wieder mit seinen Eltern vereint ist.

Missouri – Ein streunender Pitbull beschützte ein ausgebüxtes Kleinkind so lange, bis es wieder mit den Eltern vereint war. Das Kind wurde vermisst und wurde am Morgen des ersten Oktobers von einer Nachbarin auf der Straße gesichtet – zu ihrem Erstaunen lief an der Seite des kleinen Jungen ein großer Pitbull. Sorgen musste sich die Nachbarin allerdings nicht, denn der Pitbull begleitete das Kind wie ein liebevoller Schutzengel und wich ihm einfach nicht von der Seite, wie kreiszeitung.de berichtet*.

Missouri US-Bundesstaat im Mittleren Westen
HauptstadtJefferson City
Fläche180.561 Quadratkilometer
Bevölkerung6,137 Millionen (2019)

Streuner-Pitbull begleitet und beschützt ausgebüxtem Kind, bis seine Eltern es finden

Ein kleines Kind ohne Begleitung eines Erwachsenen im Schlafanzug auf der Straße erregte die Aufmerksamkeit einer Nachbarin. Zu ihrem großen Schock begleitete den kleinen Jungen ein großer Pitbull – in aller Seelenruhe. Das ungleiche Gespann entdeckte sie um 8:00 morgens, bei einem Spaziergang mit ihren Hunden. Über den kleinen Taylor sagt sie in einem Interview mit dem Fernsehsender FOX 2: „Er sah aus, als hätte man sich gut ihm gesorgt, er war sehr sauber; ihm fehlten nur seine Schuhe“.

Der Pitbull wich dem entlaufenden Kind so lange nicht von der Seite, bis es mit dem Vater vereint war. Die beiden verbindet eine besondere Freundschaft.

Streunender Hund und ausgebüxtes Kind: Geistesgegenwärtige Frau hilft, die Eltern zu finden

Dem entlaufenden Kleinkind ging es dem Anschein nach wohl ganz gut, immerhin hatte es einen starken Beschützer an seiner Seite. Der Kleine und der Hund schienen dicke Freunde zu sein – der Pitbull wich Taylor nicht von der Seite. Er kann von Glück sprechen, dass er von dem Hund sicher durch die Straßen begleitet wurde. Bei Vierbeinern ist der Beschützerinstinkt wohl besonders ausgeprägt, denn diese Hündin rettete ihre Familie vor dem Erstickungstod und ein anderer Hund rettete einem im Gebüsch ausgesetzten Baby das Leben.

Dank heldenhaftem Pitbull: Kind ist wohlbehalten wieder mit seiner Familie vereint

Die Frau nahm an, dass der kleine Junge sicher aus der Nachbarschaft kommen würde und handelte schnell: Sie versuchte die Eltern des Kindes ausfindig zu machen und lief von Tür zu Tür, klopfte überall an, aber niemand schien das Kind zu erkennen. Gut, dass es eine Nachbarschaftsseite auf Facebook gab! Dort postete die geistesgegenwärtige Frau ein schnell aufgenommenes Foto des kleinen Taylors.

Mit Erfolg: Durch den Social-Media-Post der Nachbarin fand der Kleine schnell wieder mit seinen Eltern zusammen. Der Vater hatte seinen Sohn auf dem Post erkannt und fuhr grenzenlos erleichtert direkt zum Ort des Geschehens. Dort konnte er seinen vermissten Sohn wieder in die Arme schließen. „Es ist wichtig, dass wir in solchen Situationen zusammenhalten, uns unterstützen und helfen und unserer Community helfen, wie es einst unsere Großeltern taten“, erwiderte die Nachbarin auf die Dankesworte von dem erleichterten Vater.

Das dachte sich wohl auch dieser Nachbarschafts-Lieferant: Der UPS-Fahrer „lieferte“ einen vermissten Hund frei Haus zurück zu seiner Besitzerin. Auch ein anderer Mann zeigte kürzlich ein großes Herz für Hunde – trotz seines schweren Schicksals: Ein Obdachloser feierte eine bescheidene Hunde-Geburtstagsfete – und bringt damit ein ganzes Viertel zusammen. Künftig werden hoffentlich viele Nachbarschaftstreffen die Leute in seiner Ortschaft mehr miteinander vereinen, damit auch sie sich in besonderen Situationen helfen und unterstützten können.

„Hündchen“: Kleiner ausgebüxter Taylor ist ganz vernarrt in seinen Pitbull-Schützling

Doch nicht nur die warmherzige Nachbarin ist die Heldin der wahren Geschichte: Denn wer weiß, was passiert wäre, wenn der Pitbull den kleinen Taylor nicht hätte instinktiv beschützen wollen? Wie einem langjährigem Freund ist der Hund dem Jungen schließlich brav hinterher getrottet und wich ihm nicht von der Seite. Das berichtet auch die Nachbarin, die die beiden fand. Doch genauso schnell, wie sich der streunende Pitbull und sein Schützling gefunden hatten, mussten sie sich auch voneinander verabschieden. Kind Taylor hatte aber großen Gefallen an dem Hund gefunden – ununterbrochen fragte er seinen Vater nach seinem Retter, den er ganz einfach mit „Hündchen“ nannte.

Wohl Happy End für lieben Pitbull, der verirrtes Kind beschützte

Ein Besitzer konnte nicht ausfindig gemacht werden und leider konnte die Familie des ausgebüxten Taylor den Hund nicht bei sich aufnehmen. Fox 2 teilte nun aber gute Nachrichten mit: Weil der Vierbeiner so ein Held und ein ganz Lieber ist, überlegen jetzt die Polizisten von St. Louis sogar, den Streuner bei sich aufzunehmen. Mit der Geste würden sie es anderen Beamten gleich tun: Ein ganzes Polizeirevier adoptierte vier ausgesetzte Hunde-Babys, die die Polizisten gerettet hatten. Hoffentlich gibt es auch für den Pitbull ein genauso schönes Happy End – verdient hat er es allemal. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Döhrn/imago