Enge Bindung

Tiere als Unterstützung: So helfen Hund und Katze dem Menschen

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Haustiere sind für viele Menschen besonders in einsamen Zeiten eine wichtige Stütze. Auch Kindern hilft es bei ihrer Entwicklung, mit Tieren zusammenzuleben.

Basel – Gerade in der Corona-Zeit war und ist ein zurückgezogenes Leben ohne viele soziale Kontakte ein Mittel, sich vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Der Mensch ist von jeher jedoch ein Wesen, das den Austausch braucht und sich ohne andere Menschen schnell einsam fühlt. Um nicht völlig in Isolation zu leben, schafften sich viele Menschen einen Hund oder eine Katze an. Denn Haustiere unterstützen den Menschen nachgewiesenermaßen auch auf emotionaler Ebene.

Tiere als Unterstützung: So helfen Hund und Katze dem Menschen

Kommt Frauchen oder Herrchen nach Hause, wo bereits ein aufgeregter Hund die Ankunft kaum noch erwarten kann, fühlt sich das schön an. Der Besitzer oder die Besitzerin fühlt sich gebraucht, trägt Verantwortung für das Wohlergehen eines Lebewesens und verbringt den Tag oder Abend nicht alleine. Zieht bei Tierfans der langersehnte Hund oder die geliebte Katze ein, ändert sich also nicht nur ihr Alltag, indem der Mensch mehr Aufgaben zu erfüllen hat. Frauchen und Herrchen gewinnen auch eine emotionale Stütze für einsame und gesellige Zeiten.

Welch großen Einfluss Haustiere auf Menschen haben, zeigt sich zum Beispiel bei den sogenannten Emotional Support Animals. Menschen, die fliegen müssen, jedoch Flugangangst haben, registrieren ihren Hund als Emotional Support Animal. Der muss dann während des Flugs nicht mehr in den Frachtraum, sondern darf bei Frauchen oder Herrchen auf den Schoß in der Kabine. Das freut vielleicht nicht jeden Fluggast, die Flugangst des Besitzers oder der Besitzerin dämpft die Anwesenheit des Hundes jedoch häufig enorm.

Kinder, die mit Haustieren zusammen leben, lernen viel von ihnen. (Symbolbild)

Tiere als Unterstützung: Die Wirkung auf Kinder

Nicht nur Erwachsenen helfen Haustiere dabei, den Alltag gestärkt zu bewältigen. Schon Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, lernen eine Menge von Katzen und Hunden. Das Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) in der Schweiz hält dabei folgende wichtigen Punkte fest:

  • Emotionale Bindung: Kinder lernen schnell, Verantwortung für das Tier zu übernehmen und sehen, dass ein Lebewesen von ihrem Handeln abhängig ist.
  • Aufmerksamkeit: Kinder lernen früh, auf Bedürfnisse anderer zu achten. Das Haustier signalisiert deutlich, wenn es etwas mag oder nicht mag. So lernen Kinder zum einen, dass neben ihnen selbst auch andere Lebewesen Bedürfnisse haben und zum anderen, dass es Aufmerksamkeit braucht, um diese zu sehen und zu verstehen.
  • Konfliktlösung: Leben Tiere im Haushalt, dann fällt es Kindern häufig leichter, auch zwischenmenschlich Konfliktsituationen zu lösen. Wenn ein Tier Hilfe benötigt oder sich zwei Tiere anfeinden, müssen auch Kinder teils schon früh eingreifen. Das lehrt sie, auch im Alltag entstehende persönliche Konflikte besser anzugehen und aufzulösen.

Tiere unterstützen den Menschen also in jeder Lebenssituation tatkräftig und eine gesunde Mensch-Tier-Bindung hat für beide Parteien Vorteile. Wichtig bei diesem Zusammenleben ist in jedem Fall eine tierfreundliche Erziehung des Hundes. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Olga Pankova/Imago