Tier-Drama

Welpen-Schmuggel: Polizei stoppt Transporter mit über 60 Hunden

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Die Autobahnpolizei hat auf der A4 einen guten Riecher und stoppt einen Transporter. Darin zu finden: 60 Welpen eingezwängt in viel zu engen Käfigen.

Eschweiler – Der illegale Handel mit Welpen boomt weiter. Und die Nachfrage nach günstigen Tieren aus dem Ausland bleibt ungebrochen. Oft werden sie in Kleinanzeigen und auf Internet-Plattformen angeboten. Viele dieser Hunde stammen aus sogenannten Vermehrerstationen, informiert die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Hierbei fristen die Muttertiere ein erbärmliches Leben und die Welpen werden meist viel zu jung von der Mutter getrennt und ohne ausreichenden Impfschutz quer durch Europa transportiert.

Oft sind die „Schmuggler“ nach dem Verkauf aufgrund von falschen Angaben nicht mehr auffindbar und eine strafrechtliche Verfolgung somit schwierig. Doch dieses Mal hat die Kölner Polizei einen extrem guten Riecher bewiesen. Wie sie auf ihrer Facebook-Seite berichten, konnte die Autobahnpolizei in der Nacht zu Mittwoch auf der Bundesautobahn A4 bei Eschweiler einen illegalen Tiertransporter stoppen.

Die Polizei konnte mehr als 60 Welpen aus einem illegalen Transport retten.

Welpen-Schmuggel: Polizei stoppt Transporter mit über 60 jungen Hunden

Dieser war von Tschechien nach Belgien unterwegs. Im Wageninneren befanden sich etliche Käfige, gestapelt bis unter das Dach. Darin kauerten über 60 unterschiedliche Rassewelpen. Daraufhin verständigte die Polizei das zuständige Veterinäramt in Aachen, um den Gesundheitszustand, sowie die ausgehändigten Ausweise der jungen Tiere genau zu überprüfen.

Welpen-Schmuggel: Die Vierbeiner werden auf Tierheime verteilt

Den Experten vom Veterinäramt fallen sofort gewisse Unregelmäßigkeiten auf – denn nicht alle Welpen sind ausreichend geimpft. Also werden die Kleinen beschlagnahmt und auf die umliegenden Tierheime verteilt. Dort werden die vom langen Transport geschwächten Vierbeiner erstmal gründlich versorgt und wieder aufgepäppelt. Gegen den Fahrer und seinen Helfer leitet die Polizei nun ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen die Hundeeinfuhrverordnung sowie Urkundenfälschung ein. Zum Glück konnte die Polizei die Welpen* noch rechtzeitig retten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Polizei NWR Köln/Facebook