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Welpenschmugglern auf der Spur: Ein illegaler Fall jagt den nächsten

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Im Jahr 2021 lag der illegale Welpenhandel auf einem Rekordhoch. Doch auch in diesem Jahr scheinen die Fälle nicht abzureißen. Polizei und Zoll entlarven Welpenschmuggler.

Essen – Es ist eine traurige Bilanz, die Tierschutzorganisationen für das Jahr 2021 bekannt geben mussten: Der Welpenhandel lag auf einem neuen Rekordhoch und hat sich im Vergleich zu 2020 sogar verdoppelt. Die Corona-Pandemie hatte daran ihren Anteil. Denn der Haustier-Boom eröffnete dem illegalen Welpenhandel neue Geschäftsperspektiven. Und das sehr zum Leid der Tiere.

Kaum haben Polizisten einen Fall von Welpenschmuggel aufgedeckt, folgt auch schon der nächste Verdacht.

Welpenschmugglern auf der Spur: Ein illegaler Fall jagt den nächsten

Das Geschäft scheint nach wie vor gefragt zu sein. Das zeigen so einige aktuelle Fälle, in denen Polizei und Zoll illegale Welpenschmuggler aufdecken. So ist neulich das Hauptzollamt Darmstadt gleich in zwei Fällen illegalem Welpenhandel auf die Schliche gekommen. In einem der Fälle entdeckten sie im Laderaum einen mit Klebeband verschlossenen Karton mit einem kleinen Luftloch. Die Beamten öffneten den Karton und fanden darin einen jungen Terrier.

Auch in Essen deckten Beamte kürzlich illegalen Welpenhandel auf. Dort fanden sie zehn Welpen, die illegal aus einem Auto heraus verkauft werden sollten. Nun warnt die Polizei Essen auf ihrer Facebook Seite vor dem Kauf von „deutlich vergünstigten Welpen über Internetportale, auf Parkplätzen oder an Haustüren“. Und erklären weiter: „Häufig stammen die Tiere aus Qualzuchten aus dem Ausland. Eine medizinische Versorgung findet nicht oder nicht ausreichend statt. Mit dem Kauf dieser Tiere fördert man nur das illegale Angebot. Die Tiere werden viel zu früh von den Muttertieren getrennt.“

Welpenschmugglern auf der Spur: Nur ein Tag später der nächste Fall in Essen

Doch damit noch nicht genug: Die Polizei in Essen* meldet bereits den zweiten Fall und findet nach einer Verfolgungsfahrt erneut Hundewelpen in einem Auto. Auch hier lautet der Verdacht illegaler Welpenhandel. Und auch bei einer Routinekontrolle an der A94 fiel Zöllnern ein bulgarisches Auto auf und entdeckten darin vier Zwergspitzwelpen. Die Welpen waren in kleinen Taschen ohne Wasser oder Futter transportiert worden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Polizei Essen