+
Ein Labrador Retriever Welpe wird gefüttert. (Symbolbild)

Junge Hunde gesund ernähren

Welpenfutter: Die richtige Ernährung und welches Futter sie benötigen

In den ersten Lebenswochen werden Hundekinder in der Regel von der Mutter gesäugt. Ab dem Alter von drei bis vier Wochen kommt ein wenig Welpenfutter hinzu.

Bonn – Der Deutsche Tierschutzbund e. V. und der eigene Tierarzt können bei der Auswahl des richtigen Welpenfutters beraten. Der Veterinär kann außerdem unterstützen, wenn der Start ins Leben für die Welpen etwas holpriger ausfällt.

Welpenfutter: Die richtige Ernährung für Hundekinder

Während der ersten drei bis vier Lebenswochen sorgt die Hündin für die Ernährung der Welpen. Der Hundehalter muss nur einschreiten, wenn die Mutter nicht genug Milch hat oder wenn sie eins oder mehrere Jungtiere ablehnt. Bei Hündinnen, die zum ersten Mal einen Wurf großziehen oder durch die Geburt stark erschöpft sind, kann dies vorkommen. In diesem Fall können die Hündchen mit Milchersatz speziell für Welpen aus der Flasche großgezogen werden. Die Ersatzmilch entspricht in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch, auf die die Jungen verzichten müssen.

Aber in der Regel klappt es gut mit dem Säugen, erst mit dem Ende des ersten Lebensmonats beginnen die Jungen, sich für gehaltvollere Kost zu interessieren. Nun bekommen sie Welpenfutter – allerdings zunächst in sehr kleinen Portionen ergänzend zur Muttermilch. Im Alter von sechs oder sieben Wochen versiegt die Milch der Hündin und die Kleinen werden „abgesetzt“. Nun erhalten sie Futter, das anders zusammengesetzt ist als das für erwachsene Hunde. So ist gewährleistet, dass die Welpen alle für ein gesundes Wachstum notwendigen Bestandteile der Ernährung zu sich nehmen.

Welpenfutter: Gutes Futter – auch getreidefrei

Welpenfutter zu geben, hat gute Gründe. Werden junge Hunde mit Futter für erwachsene Tiere großgezogen, können sie Mangelerkrankungen entwickeln und im Wachstum zurückbleiben, besonders Probleme mit Knochen und Gelenken sind die Folge. Futter, das getreidefrei ist, wird für Welpen und erwachsene Hunde zwar stark beworben, die Notwendigkeit dazu ist allerdings nicht belegt.

Hunde verdauen den Hauptbestandteil von Getreide, nämlich Stärke, ebenso gut wie aus anderen Quellen, etwa Kartoffeln. Unverträglichkeiten des Klebereiweißes Gluten, wie sie Menschen zu schaffen machen, und insgesamt Getreideallergien sind eher ungewöhnlich. Tatsächlich sind Stärke bzw. Kohlenhydrate auch für Hunde im richtigen Maß wertvolle Lieferanten von Energie. Bei jungen Hunden gilt es jedoch, sie im Auge zu behalten und bei Anzeichen von Entwicklungsstörungen oder dem Verdacht auf Futterunverträglichkeiten einen Tierarzt zurate zu ziehen. Er kann auch bei der Auswahl eines hochwertigen Welpenfutters, der Portionierung und der späteren Umstellung auf „Vollkost“ wertvolle Unterstützung leisten.

Welpenfutter: Bis wann es Kinderkost gibt, hängt von den Rassen ab

Bis wann Welpenfutter verabreicht werden sollte, ist eindeutig – nämlich so lange, bis die Welpen ihre körperliche Entwicklung abgeschlossen haben und als ausgereift gelten können. Wann das der Fall ist, unterscheidet sich abhängig von den Rassen und insbesondere der Größe von Hunden. Denn je größer ein Hund ist, desto länger dauert seine Kinder- und Jugendzeit. Vor allem der Knochenbau ist bei großen und sehr großen Hunden von erheblicher Bedeutung.

Ungefähre Vorgaben für Hundehalter sind die folgenden Werte:

  • Zwergrassen, kleine und mittelgroße Hunde:
  • z.B. Yorkshire Terrier, Chihuahuas, Jack Russels
  • Zeitraum für Welpenfutter: 9 bis 12 Monate
  • Große Rassen:
  • z.B. Golden Retriever, Schäferhunde, Boxer
  • Zeitraum für Welpenfutter: 12 bis 15 Monate
  • Sehr große Rassen:
  • z.B. Irische Wolfshunde, Dänische Doggen
  • Zeitraum für Welpenfutter: 18 bis 24 Monate

Während der ersten Lebensmonate durchläuft der Welpe ohnehin ein Impfprogramm und wird vom Tierarzt regelmäßigen Check-ups unterzogen. Bei dieser Gelegenheit können sich Hundebesitzer auch hinsichtlich des Absetzens der Welpennahrung informieren.