Spürnase im Einsatz

Zoll-Hund lässt Tabak-Bande auffliegen – und das im Eiltempo

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Tabak-Spürhund „Django“ deckt in einem Gewerbegebiet eine illegale Tabak-Produktion für Wasserpfeifen auf. Ein Job, für den nicht jeder Hund geeignet ist.

Gronau – Das Zollfahndungsamt Essen überführt einen vermutlichen Drahtzieher einer illegalen Tabak-Produktion und gewinnt aus der Untersuchung Erkenntnisse, die nach Gronau in ein Gewerbegebiet führen. Dorthin fahren sie mit ihrem vierbeinigen Zoll-Mitarbeiter „Django“ – einem ausgebildeten Tabak-Spürhund, der die Fährte schnell aufnimmt und eine illegale Produktionsstätte auffliegen lässt.

Zoll-Hund lässt Tabak-Bande auffliegen – und das im Eiltempo

In Gronau angekommen, vertrauen die Beamten auf „Djangos“ Expertise, denn schließlich muss ein ganzes Gewerbegebiet durchsucht werden. Kaum losgelassen, ist es für den Spürhund ein scheinbar leichtes Unterfangen, die entscheidende Halle ausfindig zu machen. Schnell findet die tierische Supernase die illegale Produktionsstätte für Wasserpfeifen-Tabak und landet damit einen Volltreffer: Die Zoll-Fahnder können ungefähr 450 Kilogramm fertigen Wasserpfeifentabak, 175 Kilogramm geschnittenen Tabak, Vormaterialien zur Produktion und weitere Beweismittel sicherstellen. (Herrchen bewusstlos – seine Hunde retten ihm das Leben)

Auch im Training zeigt Tabak-Spürhund Django vollen Einsatz.

Zoll-Hund lässt Tabak-Bande auffliegen – potenzielle Gefahr gebannt

Mit seiner speziellen Ausbildung zum Tabak-Spürhund unterstützt „Django“ nicht nur seine zweibeinigen Kollegen. In diesem Fall bewahrt er Menschen sogar vor möglichen weiteren Risiken, die mit dem Konsum von illegal hergestellten Tabak einhergehen können. „Bei illegalem, gefälschtem, oft unter unhygienischen Bedingungen hergestelltem Wasserpfeifen-Tabak können erhebliche gesundheitliche Gefährdungen nicht ausgeschlossen werden“, erklärt Heike Sennewald vom Zollfahndungsamt Essen. (Bahn bildet Spürhunde aus: Vierbeiner erschnüffeln seltene Tiere)

Zoll-Hund lässt Tabak-Bande auffliegen – extra Ausbildung zahlt sich aus

Für den Zoll sind Hunde wie „Django“ unverzichtbare Helfer, um Rauschgift, Tabak, Bargeld oder geschützte Tierarten aufzuspüren. Zunächst durchlaufen die angehenden Zoll-Hunde eine Ausbildung zum Schutzhund. Diese dauert acht Wochen und unterteilt sich in einen dreiwöchigen Vorbereitungslehrgang und einen fünfwöchigen Abschlusslehrgang mit Prüfung. Nur bei einer Eignung darf der Hund dann auch noch eine zusätzliche Ausbildung zum Spürhund* absolvieren. Überwiegend werden die Rassen Deutscher Schäferhund, Belgischer Schäferhund, Holländischer Schäferhund oder auch Mischlinge als Schutzhunde eingesetzt. Als Spürhunde kommen bevorzugt Labradore oder Labrador-Mischlinge zum Einsatz. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Zollfahndungsamt Essen