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Hauterkrankungen bei Katzen: Ursachen, Symptome und richtig vorbeugen 

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Eine grau weiße Katze liegt auf dem Boden und putzt sich. (Symbolbild)
Ein gestörtes Putzverhalten kann bei Katzen zu Hauterkarnkungen führen. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Die Fellpflege gehört zu den Grundbedürfnissen jeder Katze. Putzt oder kratzt sich die Katze blutig deutet dies in der Regel auf eine Hauterkrankung hin.

München – Katzenakne, Ekzeme und Allergien gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Katzen, denn die Tiere reagieren besonders sensibel auf Störfaktoren oder Veränderungen in ihrer Umwelt. Ekzemen können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. In den meisten Fällen sind sie die Folge bakterieller Infektionen durch Parasiten oder von Allergien. Weitere mögliche Ursachen von Ekzemen sind:

Zu den häufigsten Formen der Allergien zählt die Flohbissallergie. Auch Allergien gegen Umweltgifte oder bestimmte Stoffe treten oft bei Katzen auf.

Die Ursachen für die Entstehung von Katzenakne sind nicht abschließend geklärt. Doch es gibt begünstigende Faktoren, die die Entwicklung der Pickelchen begünstigen. Dazu gehören vor allem:

Zu den weiteren möglichen Ursachen zählt mangelnde Hygiene aufgrund eines gestörten Putzverhaltens der Katze. Außerdem kommt eine Verhornungsstörung als Ursache in Betracht. Dabei wird der Abfluss des Talgs gestört, die Talgdrüsen verstopfen und entzünden sich. Ein Tierarzt kann die Katzenakne behandeln.

Hauterkrankungen bei Katzen: Symptome zeigen sich je nach Schweregrad

Juckreiz gehört zu den häufigsten Symptomen von Ekzemen. Dabei leckt oder kratzt sich die Katze vermehrt und es entstehen entzündete, gerötete Hautareale. Außerdem treten die folgenden Symptome auf:

Auch bei Allergien gehört Juckreiz zu den klassischen Symptomen. Allergien sind oftmals Verursacher von Ekzemen. Die weiteren Symptome ähneln jenen eines Ekzems, d.h. gerötete Hautareale, rötliche Verfärbung, Krusten oder Schuppen sowie Haarausfall.

Zu den Symptomen einer Katzenakne gehören kleine, feste Knoten, Mitesser und Eiterpickel am betroffenen Hautareal. Das Kinn der Hauskatze zählt zu den am häufigsten betroffenen Bereichen. Die Hautunreinheiten sind nicht immer direkt sichtbar. Darüber hinaus ist die Katzenakne in den wenigsten Fällen lästig für die Hauskatze. Auch Alter, Geschlecht oder Rasse spielen keine Rolle. Katzenakne kann einmalig auftreten, aber auch wiederkehrende und gar chronische Merkmale entwickeln.

Eine Ausnahme bilden ausgeprägte Formen der Hauterkrankung. In schweren Fällen können sich die Talgdrüsen entzünden und nässende Wunden, Haarausfall oder Schuppenbefall zur Folge haben. Die Schmerzen führen zu zunehmender Unruhe der Hauskatze.

Hauterkrankungen bei Katzen: Das kann man zur Vorbeugung tun

Um Ekzemen bei Katzen vorzubeugen, sollten Halter auf hochwertiges Katzenfutter ohne künstliche Zusätze achten. Wird die Katze wegen akuter Beschwerden tierärztlich behandelt, wird der Tierarzt einen Halskragen verordnen, damit sich das Tier an den betroffenen Stellen nicht weiterhin kratzen oder lecken kann.

Einer Allergie vorzubeugen, ist erst möglich, wenn sie erkannt wurde. Eine Prävention im klassischen Sinne ist damit ohne Symptome nicht möglich. Um eine Flohspeichelallergie zu vermeiden, ist eine Flohprophylaxe jedoch grundsätzlich zu empfehlen.

Um einer Katzenakne vorzubeugen, sollte auf Sauberkeit und Hygiene im Haushalt geachtet werden. Stahl- oder Keramiknäpfe eignen sich besser als Plastiknäpfe, weil die Bildung von Bakterien weniger wahrscheinlich ist. Außerdem sollte eine regelmäßige Fellpflege gewährleistet sein. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung der Hauskatze trägt zur Minderung des Risikos einer felinen Akne bei. Die von Katzenakne betroffenen Hautpartien können mit speziellen Katzenakne-Medikamenten gereinigt werden. In vielen Fällen verschreibt der Tierarzt medizinische Shampoos, um die Katzenakne zu behandeln. Im Falle einer Verhornungsstörung sollte die betroffenen Hautareale regelmäßig antibakteriell gereinigt werden.

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