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Perserkatzen sind besonders häufig von Atemproblemen betroffen. (Symbolbild)

Wenn die Katze keine Luft bekommt

Atemnot bei Katzen: Darum hecheln sie und wie man vorbeugen kann

Atemnot bei Katzen lässt sich nicht immer vermeiden. Tierhalter können aber vorbeugende Maßnahmen ergreifen und das Risiko minimieren.

Kommt es bei einer Katze zu Atemnot oder vergleichbaren Atembeschwerden, können dafür vielfältige Ursachen verantwortlich sein. Eine Erkrankung der oberen Atemwege, also Nase und Rachen, äußert sich beispielsweise durch Nasenausfluss und vermehrtes Niesen. Sind die unteren Atemwege wie Luftröhre und Lunge betroffen, hustet das Tier häufiger. Dazu ist es oftmals kurzatmig, atmet mit offenem Maul und kann auch unter akuter Atemnot beziehungsweise unter einer Dyspnoe leiden.

Ist ein Virus oder ein bakterieller Infekt der Grund für die Symptome, kommen nicht selten auch allgemeine Krankheitsanzeichen wie Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitverlust und Apathie hinzu. Nicht immer steckt aber direkt eine schwere Erkrankung wie Asthma hinter einer veränderten Atmung bei der Katze. Die äußeren Umstände können dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Als mögliche Auslöser für Hecheln gelten unter anderem die folgenden Faktoren:

  • Regulierung der Körpertemperatur bei großer Hitze
  • Überanstrengung beim Spielen oder Kämpfen
  • Stress etwa durch eine unruhige Umgebung

Treten Unregelmäßigkeiten bei der Katzenatmung häufiger auf, ist es in jedem Fall sinnvoll, einen Tierarzt hinzuzuziehen, denn es können auch potenziell lebensbedrohliche Zustände wie beispielsweise Wasser in der Lunge vorliegen, die unbedingt behandelt werden müssen.

Atemnot bei Katzen: Wann ist eine schwere Atmung ein Notfall?

Zeigt Ihre Katze Symptome wie Atemnot oder Atmen mit offenem Maul, sollten Sie möglichst rasch reagieren und einen Tiermediziner in seiner Praxis oder in einer Tierklinik aufsuchen. Ganz gleich, welche Ursachen oder Erkrankungen dafür verantwortlich sind: Bekommt das Tier keine Luft mehr, handelt es sich um einen Notfall, bei dem Sie keine Zeit verlieren sollten. Bereits während eventueller Wartezeiten können Katzenhalter Erste Hilfe leisten und damit unter Umständen das Leben der Samtpfote retten. Als erste Grundregel in diesem Zusammenhang gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht selbst in Panik zu verfallen, auch wenn es schwer fällt.

Atmet die Katze kaum noch oder kommt es gar zu einem Atemstillstand, kann die aus der Humanmedizin bekannte Mund-zu-Mund-Beatmung erfolgen: Hierzu wird die Zunge leicht aus dem Maul gezogen und zunächst überprüft, ob sich Fremdkörper im Hals oder Rachen befinden. Der Hals der Katze wird leicht gestreckt und dann mit den Händen ein Trichter geformt, durch den vorsichtig Luft in die Nase des Tieres geblasen wird. Diese Maßnahme kann solange wiederholt werden, bis das Tier wieder eigenständig und regelmäßiger atmet.

Atemnot bei Katzen: So können Katzenhalter vorbeugen

Atemnot bei der Katze ist nicht in allen Fällen vermeidbar. Tierhalter können aber einiges tun, um das Risiko von Atemwegserkrankungen, Allergien und Infektionen zu verringern. Potenzielle Reize wie Zugluft und Chemikalien lassen sich schnell beseitigen, und sollte Stress für die Atemprobleme des Tieres verantwortlich sein, lässt sich dieser oftmals mit einfachen Mitteln beseitigen. Leidet die Katze an einer Allergie, ist es natürlich erforderlich, die verantwortlichen Auslöser von dem betroffenen Tier fernzuhalten: Dann verschwinden die Symptome meist binnen kurzer Zeit von selbst.

Liegt eine Erkrankung wie Asthma vor, ist es ratsam, das Tier regelmäßig vom Tierarzt untersuchen zu lassen und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Grundsätzlich sind Vorsorgeuntersuchungen der Samtpfote aus Expertensicht ratsam, um eventuelle Krankheiten, die Atemprobleme wie Atemnot und Hecheln verursachen können, möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Nicht zuletzt sind auch Impfungen eine sinnvolle Maßnahme, die Katze vor Atemwegserkrankungen zu bewahren und für ein langes und gesundes Katzenleben zu sorgen. Über die erforderlichen sowie empfohlenen Impfungen für Katzen informiert der behandelnde Tierarzt.