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Britisch-Kurzhaar, Ragdoll oder Perser-Katze: Die Katzen-Rassen im Überblick

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Eine Perserkatze liegt auf einem Baumstumpf im Garten. (Symbolbild)
Eine Perserkatze liegt auf einem Baumstumpf im Garten. (Symbolbild) © Blickwinkel/IMAGO

Die Rasse einer Katze sagt viel über ihre charakterlichen Eigenschaften aus. Wir haben die beliebtesten Katzenrassen miteinander verglichen und was ihr Wesen ausmacht.

Düsseldorf – Der Industrieverband Heimtierbedarf (IHV) e. V. legt offen, dass Katzen die beliebtesten Haustiere Deutschlands sind. Interessant ist, dass die Vorlieben bei den Rassen stark auseinander gehen, vor allem die Deutschen besitzen unterschiedlichste Rassen.

Katzen: Die beliebtesten Rassen der Deutschen

Katzen sind die beliebtesten Haustiere Deutschlands und die Besitzer haben bei der Wahl ihres Haustieres klare Favoriten. Die Britisch Kurzhaar ist seit Jahren die beliebteste Katzenrasse in Deutschland. Die Rasse hat ihre Herkunft in Großbritannien und ist aufgrund ihres gutmütigen Charakters sowie ihrer familienfreundlichen Eigenschaften die erste Wahl der Deutschen.

In den vergangenen Jahren wuchs die Beliebtheit der Bengal so stark an, dass sie es auf Platz zwei schafft. Die teils überzüchtete Katzenrasse hat die Optik eines Leoparden und das kommt bei Haustierliebhabern gut an. Weitere beliebte Rassen sind die Maine Coon, die Perserkatze, Ragdoll und die Siamkatze.

All diese Katzenrassen verfügen über besondere Eigenschaften, nicht nur optisch, sondern auch was deren Persönlichkeit und Wesen angeht. Alles haben die genannten Katzenrassen gemeinsam: Sie sind gutmütige Wesen, die sich bestens als Haustiere eignen. Manche Katzenrassen benötigen mehr Pflege und Aufwand als andere, aber sie sind alle friedlich und für Familien mit Kindern geeignet.

Die Edelkatzenrasse aus den USA: Die Ragdoll

Die Ragdoll gilt als die weltweit größte Hauskatze. Sie hat einen langen und buschigen Schwanz. Die Ragdoll ist menschenbezogen und hat ein ruhiges sowie gelassenes Wesen. Diese ausgeprägte Menschenorientierung kann dafür sorgen, dass diese Rasse durchaus ungemütlich wird, sofern sie nicht die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Die wichtigsten Eckdaten zu der Ragdoll:

Aggressives Verhalten ist dieser Katzenrasse so gut wie fremd – die Ragdoll ist ihren Besitzern gegenüber sehr loyal und folgt ihnen auf Schritt und Tritt. Die Ragdoll ist eine ideale Familienkatze und Kindern gegenüber freundlich aufgeschlossen.

Die Ragdoll bedarf nicht viel Pflege. Zum Fellwechsel muss die Katze regelmäßig gebürstet werden, doch hinsichtlich der Haltungsbedingungen ist die Erziehung leicht. Die Ragdoll ist eine Hauskatze, sie genießt jedoch auch das Freie und begibt sich gerne in die Natur.

Die Ragdoll hat im Normalfall eine Mindestlebenserwartung von zwölf Jahren, doch das kann abweichen. Diese Katzenrasse neigt zur Inzucht, was sie anfällig für Krankheiten und erblich bedingten Herzkrankheiten macht. Die Inzucht kann Ursache für Allergien sein, was womöglich dazu führt, dass die Katze spezielles Futter benötigt.

Perserkatze: Eine der größten Rassen unter Katzen

Der Perserkatze gehört zu den Langhaar Katzen. Ohne Schwanz kann die Perserkatze bis zu 60 cm groß werden. Eine Besonderheit der Perserkatze besteht in der Vielfalt der Fellfarben – die Katzenrasse gibt es in verschiedensten Fellfarben. Folgende Daten und Eigenschaften über sie sind relevant:

Perserkatzen sind Hauskatzen, die sich in der Nähe von Menschen wohlfühlen und einen ruhigen sowie anhänglichen Charakter haben. Die Perserkatze hat im Vergleich zu anderen Rassen einen eher geringen Bewegungsbedarf. Als Familienkatze eignet sich diese Rasse sehr gut, denn sie ist Kindern gegenüber aufgeschlossen und friedlich.

Die Perserkatze gehört zu den gesunden Katzenrassen und kann bei artgerechter Haltung bis zu 17 Jahre alt werden. Wie auch andere Rassen bleibt die Perserkatze von Krankheiten nicht verschont. Inzucht ist bei Perserkatzen ein großes Problem, was häufig zu Nierenerkrankungen oder Netzhautverkrümmungen führt.

Die Perserkatze braucht viele Kratzmöglichkeiten in ihrem zu Hause. Sie ist zwar nicht immer bewegungsfreudig, doch beschäftigt sich gerne mit Kratzbäumen. Die Perserkatze freut sich außerdem über höher gelegene Schlafplätze, die ihr eine gute Aussicht bieten.

Maine Coon: Die amerikanische Waldkatzenrasse

Die Maine Coon gehört zu den größten Katzenrassen und wird bis zu 120 cm lang (Körper und Schwanz). Sie hat einen kräftigen Körperbau mit breitem Oberkörper. Das Markenzeichen der Maine Coon sind die verhältnismäßig großen und weit auseinanderstehenden Ohren. Folgende Eigenschaften zeichnen die Maine Coon aus:

Die Maine Coon ist anhänglich und kuschelbedürftig. Sie benötigt daher ein liebevolles Umfeld, das sich gut um sie kümmert. Sie ist jedoch keine typische Hauskatze und hält sich bevorzugt draußen auf. Man sollte die Katze also nicht in einem kleinen Raum lassen oder ihr sogar den Weg in den Garten verwehren.

Diese Katzenrasse verfügt über eine hohe Intelligenz, was sich bei ihren Handlungen bemerkbar macht. Die Maine Coon öffnet Türen oder nimmt sogar Futter zwischen die Pfoten.

Die Maine Coon ist anfällig für Krankheiten. Zwar kann die Katzenrasse bei gesunder Haltung bis zu 15 Jahre alt werden, aber aufgrund der Größe ist sie anfällig für Gelenkerkrankungen. Andere für Katzen übliche Krankheiten wie Herzmuskulaturerkrankungen kommen bei ihr verhältnismäßig öfter vor als bei anderen Katzenrassen.

Die Maine Coon benötigt in der Ernährung etwas mehr Essen als andere Katzen, da sie wesentlich größter und kräftiger ist.

Eine Katzenrasse ähnlich einem Leoparden: Die Bengal

Der Bengal gehört zu den beliebtesten Katzenrassen in Deutschland. Eine herausstechende Eigenschaft ist das gemusterte Fell, welches dem eines Leoparden ähnelt. Weitere Eigenschaften über sie:

Die Bengal gehört zu den aktivsten Katzenrassen. Die Bengal ist neugierig und auch anderen Tieren (z. B. Hunden) aufgeschlossen gegenüber. Der Erkundungs- und Kletterdrang der Katze darf nicht unterschätzt werden – Besitzer sollten die Katze mit Katzenspielzeug beschäftigen und ihr ausreichend Klettermöglichkeiten bieten.

Die Bengal ist keine typische Hauskatze, deshalb darf ihr die Bewegung im Garten nicht verwehrt bleiben. Wer eine Katze sucht, die sich gerne zurücklehnt und sich in nur einem Bereich aufhält, trifft mit der Bengal die falsche Entscheidung.

Was diese Katzenrasse besonders macht: Sie liebt Wasser. Das ist ungewöhnlich, da die Vierbeiner eher wasserscheu sind, doch die Bengal wagt gerne den Sprung ins Kühle.

Die Bengal ist pflegeleicht. Sie hat ein kurzes Fell, das sie selbst reinigt. Nichtsdestotrotz müssen Besitzer die Bürste an ihr hin und wieder anlegen, das stärkt letztlich auch die Bindung zwischen Katze und Besitzer.

Die Katzenrasse mit tiefblauen Augen: Die Siamkatze

Ihre tiefblauen Augen und die verschiedenen Fellfarben machen die Siamkatze leicht erkennbar. Schwanz, Pfoten und Gesicht haben einen dunkleren Farbton als der Oberkörper, der verhältnismäßig hell ist. Weitere wichtige Eigenschaften über die Siamkatze:

Die Siamkatze ist nichts für Anfänger. Ihre Rasse wird gerne mit einem Hund verglichen, weil sie sehr eigenwillig ist und einen eigenen Kopf hat. Das Training der Katze gestaltet sich schwierig und das macht sich an ihrem Verhalten deutlich. Besitzer sollten der Katze viel Freiraum geben.

Die Siamkatze ist aufgeschlossen und geht offen auf andere Menschen und Tiere zu. Besitzer müssen aufpassen, dass sie der Katze nicht zu wenig Aufmerksamkeit schenken, sonst wird sie schnell eifersüchtig anderen gegenüber. Ihre Eifersucht zeigt die Siamkatze durch ihr lautes Miauen.

Siamkatzen haben mit einem Durchschnittsalter von 18 bis 20 Jahren die mit Abstand höchste Lebenserwartung unter allen Katzenrassen. Zwar sind aufgrund des Züchterbooms in den 1950er Jahren viele Siamkatzen von Krankheiten geplagt, doch Tierärzte können diese gut behandeln.

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