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Das Trinkbedürfnis einer Katze ist von Natur aus eher gering. (Symbolbild)

Vorsicht vor Wassermangel

Dehydration: Wie viel Flüssigkeit braucht eine Katze? 

Ist eine Katze dehydriert, liegt meist eine andere Grunderkrankung zugrunde. Bei Austrocknung ist der Gang zum Tierarzt notwendig, ansonsten droht Lebensgefahr.

Ist die Katze dehydriert, wird darunter eine Verringerung des Wassergehalts im Körper verstanden. Dehydration ist keine Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom für eine andere Grunderkrankung und wird in drei Formen eingeteilt:

  • Hypertone Dehydration: Abfall der Wassermenge mit einem zu hohen Anteil an Salz
  • Isotone Dehydration: Anteil von Wasser und Salz im Körper ist ausgeglichen
  • Hypotone Dehydration: Abfall der Salzmenge mit einem zu hohen Anteil an Wasser

Die tägliche Trinkmenge einer Katze hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören:

  • Die Art der Fütterung: Trocken- oder Nassfutter
  • Gewicht und Aktivität der Katze
  • Jahreszeit und Temperatur

Der tägliche Wasserbedarf liegt zwischen 50 ml und 70 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht. Eine dehydrierte Katze zeigt sich vermehrt antriebslos und weist eine geringe Hautelastizität auf. Eingefallene Augen sind ein weiterer Hinweis. Ist das Zahnfleisch trocken, kann auch dies ein Hinweis auf Dehydration sein. Liegen solche Anzeichen vor, sollte in jedem Fall umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Er kann am besten erkennen, woran der Flüssigkeitsmangel liegt und Abhilfe schaffen.

Dehydration: Ursachen, die zur Dehydration führen und Maßnahmen zur Vorbeugung

Zu den häufigsten Ursachen einer dehydrierten Katze gehören Erkrankungen oder Schäden der Nieren oder Nebennieren, die Behandlung mit Diuretika sowie Harnwasserruhr. Erbrechen und Durchfall aufgrund von Infektionskrankheiten können ebenso zu Dehydration führen. Vor allem Tiere, die ausschließlich oder vorwiegend mit Trockenfutter gefüttert werden, sind gefährdet. Gerade das Futter spielt bei Dehydration eine große Rolle, denn das Trinkbedürfnis einer Katze ist von Natur aus eher gering. In freier Natur nehmen die Tiere Wasser hauptsächlich über ihre Beute auf.

Um der Austrocknung wirksam vorzubeugen, eignet sich Nassfutter grundsätzlich am besten. Nassfutter enthält einen großen Anteil an Wasser und kommt dem natürlichen Fressverhalten einer Katze am nächsten. Außerdem sorgt Nassfutter für einen ausgeglichenen Wasser- und Elektrolythaushalt. Bei Tieren mit bereits bestehenden Erkrankungen (Nierenschäden) lässt sich durch die Gabe von Nassfutter weiterem Schaden vorbeugen.

Um Katzen zum vermehrten Trinken zu animieren, eignet sich ein Trinkbrunnen. Den Mahlzeiten kann etwas Wasser, salzfreie Hühnerbrühe oder spezielle Katzenmilch hinzugefügt werden.

Dehydration: Therapie und Folgeerkrankungen durch eine zu geringe Wasserzufuhr

Einer sichtbar dehydrierten Katze sollte sofort lauwarmes Wasser zur Verfügung gestellt werden. Bei einem bereits kraftlosen Tier ist der Gang zum Tierarzt angezeigt. Er kann nach einer Anamnese die erforderlichen Maßnahmen einleiten. Wichtig ist hierbei vor allem, dass dem Tier viel Flüssigkeit zugeführt wird. In der Regel greift der Tierarzt zu Infusionen. Die Bestandteile der Infusionslösungen sind von der Art der Dehydration abhängig:

  • Hypertone Dehydration: Infusionslösung mit fünfprozentiger Zuckerlösung
  • Isotone Dehydration: Ringer-Lösung
  • Hypotone Dehydration: Infusionslösung mit Natrium

Ist die Katze über längere Zeit dehydriert, kann dies zu weiteren Problemen führen, die vorrangig mit dem Harnsystem zusammenhängen. Doch sie betreffen auch andere Organe. Befindet sich eine zu geringe Wassermenge im Blutkreislauf, nimmt der Körper Wasser aus dem Urin auf. Die Resorption führt zu einem stark konzentrierten Urin, der das Risiko der Bildung von Harnsteinen oder -kristallen erhöht.

Ein zu geringe Trinkmenge führt außerdem zu einer Verdickung des Blutes und damit zu einer verminderten Durchblutung der Nieren. Harnstoffabfallprodukte verbleiben im Blut und können zu einer Organschädigung führen.