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Katzen können beim Futter sehr wählerisch sein. (Symbolbild)

Häufig problematisch

Futterumstellung bei Katzen: Mit diesen Tipps klappt es ganz leicht

Die Futterumstellung bei Katzen kann mit Nebenwirkungen wie Erbrechen und Durchfall verbunden sein, ist aber für den Katzenhalter fast immer durchführbar.

München – Katzen werden als Kitten durch die Mutter auf ein bestimmtes Futterspektrum geprägt. In der Folge bevorzugen sie ihr Leben lang eine spezifische Futtersorte. Auf diese Weise schützen sich Katzen, denn sie fressen keine unbekannte – und möglicherweise verdorbene oder giftige – Nahrung. Katzen werden im Vergleich zu Hunden deshalb seltener Opfer von ausgelegten Ködern zur Rattenbekämpfung. In der Folge ist eine Futterumstellung bei Katzen mitunter mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Beim abrupten Futterwechsel reagieren Katzen häufig mit der Verweigerung der Nahrung. Dies kann für ein anfälliges Tier lebensgefährlich sein. Nach rund 24 Stunden ohne Nahrungsaufnahme können bereits schwere Leberschäden, die unbehandelt zum Tod führen können.

Die Substitutionsmethode, also das kontinuierliche Erhöhen der Menge des neuen Futters in einer Mischung mit dem alten Futter, hat sich als praktische Strategie bei der Futterumstellung von Katzen erwiesen. Mögliche Gründe für einen Futterwechsel sind:

  • eine tierärztliche verordnete Diät, beispielsweise bei Nierensteinen, Übergewicht oder Zahnproblemen
  • der Übergang in einen neuen Lebensabschnitt der Katze, vom Kitten zur erwachsenen Katze und schließlich zur Seniorenkatze
  • Kostengründe (wenn ein gleichwertiges oder besseres Katzenfutter günstiger erhältlich ist)

Die Entwicklung der Substitutionsmethode beim Futterwechsel beruht auf der Beobachtung von Kitten ab der vierten Lebenswoche. Etwa zu diesem Zeitpunkt beginnen die Kätzchen mit der Aufnahme fester Nahrung, zusätzlich zur Muttermilch. Es dauert etwa bis zur achten Lebenswoche, bis die Kitten abgestillt sind und nur noch festes Futter aufnehmen. Der Anteil fester Nahrung wird dabei täglich größer.

Soll eine Katze nach der Ernährung mit Trockenfutter nun Nassfutter oder artgerechtes Futter aufnehmen, sollte das Trockenfutter anfangs leicht angefeuchtet werden. Anschließend wird das neue Nassfutter in kleinen, sich täglich erhöhenden Mengen beigefügt. Verweigert die Katze plötzlich die Nahrung, muss der Anteil des Nassfutters wieder reduziert werden, bis die Katze frisst. Soll die Futterumstellung in gegen gesetzter Richtung verlaufen, wird analog verfahren.

Der Futterwechsel bei Katzen kann mit Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Durchfall verbunden sein. Aber Achtung: häufig ist die Futterumstellung nur ein Auslöser, durch welchen die Symptome einer Erkrankung hervortreten. Halten Erbrechen oder Durchfall länger als 24 Stunden an, ist unbedingt der Tierarzt zu konsultieren.

Tricks für einen gelungenen Futterwechsel bei Katzen

Es gibt verschiedene Wege, die Futterumstellung bei der Katze erfolgreich abzuschließen. Dabei ist es notwendig, dass der Katzenhalter das Verhalten und die Instinkte seiner Katze kennt. So kann zum Beispiel bei der Umstellung auf Trockenfutter der Spieltrieb genutzt werden. Das Trockenfutter kann als Leckerli dienen oder beim Spiel aus einem Futterball rieseln.

Katzen reagieren stark auf Gerüche. Zur Eingewöhnung kann eine Schale mit dem neuen Futter neben die gewohnte Mahlzeit gestellt werden. Es dauert eine Zeit, aber irgendwann wird die Katze das neue Futter probieren. Soll auf Trockenfutter umgestellt werden, hilft ein bisschen Feuchtigkeit, um die Aromen zu intensivieren.

Sofern nicht bereits geschehen, sollte der Katzenhalter sein Haustier an feste Fütterungszeiten gewöhnen. Das Futter wird dabei immer zur gleichen Zeit für maximal eine Stunde angeboten. Um die Katze auszutricksen und ihren Jagdinstinkt zu nutzen, lassen manche Katzenhalter einfach etwas vom neuen Katzenfutter fallen. Geraubtes, gestohlenes Futter schmeckt den meisten Katzen recht gut. Will eine Katze nur Trockenfutter nicht fressen, sollte das Gebiss vom Tierarzt kontrolliert werden, um eine Erkrankung wie FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsion) auszuschließen.