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Vorsicht bei Katzengras – wann Wohnungskatzen gefährdet sind

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Von: Anna Heyers

Damit verschlucktes Fell leichter wieder herauskommt, fressen Katzen gerne zwischendurch Gras. Für Hauskatzen gibt es deswegen spezielles Katzengras – das birgt jedoch ein paar Gefahren.

Katzen müssen ab und an etwas Gras fressen, damit sie Haare, die bei der Fellpflege verschluckt werden, wieder hochwürgen können. Das ist normal und natürlich und für Freigänger und Wohnungskatzen gleichermaßen wichtig. Nur haben Tiere, die nach draußen dürfen, wesentlich einfacheren Zugang zu den grünen Halmen, als reine Hauskatzen. Für diese gibt es allerdings im Fachhandel oder in Gärtnereien, oft sogar im Baumarkt, sogenanntes Katzengras als Alternative.

Wohnungskatzen sind gefährdet – Vorsicht bei Katzengras

Dabei bestehen allerdings zwei Gefahren, auf die man als Halter achten sollte. Zum einen können die zum Verkauf stehenden Gräser, die meist aus gekeimten Weizen bestehen, mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung gekommen sein. Gerade bei sensiblen Katzen können nach dem Grasfressen Vergiftungssymptome auftreten. Fertig gekeimtes Katzengras sollte vor dem Verzehr durchs Tier deshalb immer gründlich abgewaschen werden. Es gibt aber auch Samen zum Selbstziehen.

Katze frisst Katzengras.
Gerade Hauskatzen fressen gerne Katzengras. So werden sie ihre Haarballen einfacher los und es ist zusätzlich noch etwas Beschäftigung. © Frank Sorge/Imago

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Zum anderen birgt auch das Katzengras selbst eine Gefahr. Einige Veterinäre raten sogar davon ab, den Samtpfoten die Halme anzubieten. Im schlimmsten Fall könnten sich einzelne Gräser verhaken und im Nasenraum oder Rachen steckenbleiben und für fiese Beschwerden sorgen. Die Gefahr besteht bei Freigängern aber mindestens genauso. Achten Sie also genau darauf, ob Ihr Tier nach dem Verzehr (oder beim wieder Heimkommen) ein auffälliges Verhalten zeigt.

Alternativen zu Katzengras

Einen ganz großen Nachteil hat Katzengras aber immer noch: Das Tier erbricht sich. Und auch, wenn das natürliches Verhalten ist, stößt das nicht bei jedem Halter auf Zustimmung. Für diejenigen lohnt sich dann vielleicht ein Blick auf die Alternativen zu den grünen Halmen. Man kann der Katze zum Beispiel Malzpaste anbieten. Die sorgt dafür, dass aufgenommene Haare zusammen mit dem Kot wieder ausgeschieden werden.

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