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Ob ein Kater oder eine Katze bei Ihnen einzieht, hängt von Ihren Vorlieben ab. (Symbolbild)

Charakter entscheidet

Kater oder Katze? So unterschiedlich verhalten sich die beiden Geschlechter 

Kater und Katze zusammen zu halten oder sich für ein Geschlecht zu entscheiden, ist eine weitreichende Entscheidung, die sich für Jahrzehnte auswirken kann.

Will ein Katzenliebhaber ein neues Haustier anschaffen, steht er vor der Entscheidung, ob es ein Kater oder eine Katze sein soll. Beide Geschlechter besitzen ihre charakterlichen Vorzüge, bringen aber auch ein weniger erwünschtes, aber natürliches Verhalten mit. Generell ist bei Katze und Kater zu unterscheiden, ob ein Tier bereits einer Kastration unterzogen wurde, beziehungsweise ob das künftig vorgesehen ist, oder nicht. Außerdem ist im Voraus die Frage zu klären, ob eine oder mehrere Katzen im Haushalt leben sollen.

Bei nicht kastrierten männlichen Tieren sind in der Regel diese Merkmale dominant:

  • Kater streunen gerne und kommen teils über Tage nicht nach Hause.
  • Männliche Katzen markieren ihr Revier durch Versprühen des intensiv riechenden Urins.
  • Kater legen in der Regel eine stark ausgeprägte Aggression an den Tag und lassen sich leicht in Kämpfe mit Artgenossen verwickeln.

Weibliche Katzen zeigen diese natürlichen Verhaltensmuster:

  • Katzen werden in der Phase der Rolligkeit überaus unruhig und können sehr laut schreien, insbesondere nachts.
  • Sie vertragen sich eher mit Artgenossen, obwohl es auch territorial geprägte Katzen gibt.
  • Katzen sind weniger robust als Kater, dafür sind sie zumeist anschmiegsamer.

Geschlechtsspezifisches Verhalten von Katern und Katzen vor und nach einer Kastration

Eine Kastration von Kater und Katze empfiehlt sich generell, egal ob das Tier Freigang genießen kann oder als reine Wohnungskatze gehalten wird. Die Gründe liegen zum einen in der Vorbeugung verschiedener Erkrankungen, die nur unkastrierte Tiere treffen. In Frage kommen hier beispielsweise Hodentumore oder Gebärmutterentzündungen. Zum anderen ist es ein wichtiger Grundsatz des Tierschutzes, ungeplante Würfe zu verhindern. Eine Kastration bewirkt bei Katzen:

  • Die Rolligkeit bleibt aus sowie die damit verbundenen lautstarken Äußerungen der Katze.
  • Die Katze wird ruhiger, neigt aber zu Übergewicht.
  • Einige Katzen reagieren nach der Kastration etwas empfindlich und brauchen eine Weile

Bei Katern wirkt sich eine Kastration in der Regel wie folgt aus:

  • Auch Kater werden ruhiger und streunen für gewöhnlich seltener.
  • Die Aggression der Tiere lässt merkbar nach.
  • Sie zeigen kaum noch den Drang, ihr Revier mit Urin zu markieren.
  • Im Alter neigen kastrierte Kater zur Fettleibigkeit.
  • Der Spieltrieb lässt deutlich nach.

Durch eine Kastration verändert sich der gesamte Hormonhaushalt bei Kater und Katze. Insgesamt werden beide Geschlechter ruhiger und sozial verträglicher. Fürsorgliche Katzenhalter planen nach dem Eingriff einen Futterwechsel. Durch die Verhaltensänderungen sinkt der Energiebedarf der Haustiere. Deshalb soll ein weniger gehaltvolles Futter angeboten werden, um Übergewicht zu vermeiden.

Kater und Katze zusammen halten – so ist es möglich

Wer einen Kater und eine Katze zusammen halten will, der kommt um die Kastration beider Tiere nicht herum. Jagdspiele während der Rolligkeit und mehrfach jährlich Nachwuchs wären ansonsten die Folgen. Die einfachste Methode, beide Geschlechter zusammen zu halten, ist, den Kater und die Katze zeitgleich als Kitten ins Haus zu holen. Wachsen die Tiere zusammen auf, stellen sich deutlich seltener Probleme ein.

Werden ein Kater und eine Katze zu deutlich unterschiedlichen Zeitpunkten in einem Haushalt aufgenommen, kann das Zusammenführen eine aufwendige Prozedur notwendig machen. In der Regel müssen die Tiere behutsam aneinander gewöhnt werden, um wilde Kämpfe und Jagdszenarien über Tische und Sessel zu verhindern. Dies gilt insbesondere für Kater und Katzen unter acht Jahren. Im Alter werden beide Geschlechter ruhiger und sind dann oftmals verträglicher. Um Katzen allgemein und speziell Kater und Katze zusammenzuführen, empfehlen Experten verschiedene Wege.