Gefährliches Spielzeug

Kater verpasst sich selbst ein Zungenpiercing – mit einem Angelhaken

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Als ein Kater mit einem Angelhaken spielt, verpasst er sich selbst ein Zungenpiercing. Jetzt kann nur noch die Tierrettung helfen.

München – Sich in Kartons verstecken, nach einer Schnur angeln oder Plüschmäusen hinterher jagen: Die meisten Katzen sind mit einer guten Portion Neugier ausgestattet und lieben es, ihre Umgebung und neues Spielzeug zu erforschen. Doch einem Kater wurde genau das zum Verhängnis. Denn auf seiner Abenteuersuche entdeckt er einen Angelhaken, der kurze Zeit später in seiner Zunge feststeckt.

Kater verpasst sich selbst ein Zungenpiercing – mit einem Angelhaken

So hat sich Kater Speedy das Ende seiner jüngsten Entdeckungstour bestimmt nicht vorgestellt. Die sechs Monate alte Samtpfote befindet sich auf Streifzug durch Frauchens Wohnung, als er seine Nase in einen Werkzeugkoffer steckt. Mit fatalen Folgen: Denn Speedy sucht sich ausgerechnet einen Angelhaken mit Schnur als neues Spielzeug aus – und bohrt sich die Spitze von unten nach oben durch seine Zunge. Wie ein Piercing hängt der Haken fest im Fleisch, sodass die Besitzerin keine Chance hat, ihn selbst zu entfernen. Sofort alarmiert sie die Tierrettung. Dieser Kater steckt in luftiger Höhe fest und muss von einem Kletterer aus dem Baum geholt werden.

Das Spiel mit einem Angelhaken endet für einen Kater bei der Tierrettung München. (Symbolbild)

„Kater Speedy wurde zunächst allgemein untersucht, musste aber für eine genauere Inspektion und Entfernung des Angelhakens sediert werden“, schreibt die Tierrettung München auf seiner Facebook-Seite. Schließlich gelingt es den Tierärzten, den Haken von unten nach oben durch das Loch zu schieben und Speedy von seinem schmerzhaften Katzenspielzeug zu befreien. Nach einer Spritze mit Antibiose und Schmerzmittel konnte die Besitzerin ihren „Werkzeugkoffer-Räuber“ wieder in die Arme schließen.

Kater verpasst sich selbst ein Zungenpiercing – Wohnung sicher für Katzen machen

Speedys unfreiwilliges Piercing zeigt, dass auch für Wohnungskatzen im vermeintlich sicheren Zuhause Gefahren für die Katzengesundheit lauern können. Besitzer sollten daher ihre eigenen vier Wände genau unter die Lupe nehmen und bestimmte Bereiche absichern. Mit den folgenden Maßnahmen schützen Sie Ihre Katzen:

  • gekippte Fenster mit Katzen-Schutzgittern absichern
  • Balkone mit einem Netz ausstatten
  • Kabel, Schnüre und Fäden nicht herumliegen oder von Möbeln runterhängen lassen
  • Reinigungsmittel sicher verstauen
  • keine giftigen Zimmerpflanzen aufstellen oder die Katzen mit Essig und Glasglocken davon fernhalten*
  • spitze und scharfe Gegenstände sowie Werkzeug außer Reichweite von Katzen aufbewahren

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Rubriklistenbild: © Frank Sorge/Imago