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Katzendiabetes: Die Ursachen, Behandlung und Kosten

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Eine Katze trinkt aus einem Glas Wasser. (Symbolbild)
Katzendiabetes äußert sich unter anderem in starkem Durst. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Katzendiabetes braucht eine angemessene Behandlung, die zum Beispiel aus der Gabe von Diätfutter und dem Verabreichen von Insulin bestehen kann.

München – Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere können an Diabetes erkranken. Katzendiabetes (Feliner Diabetes Mellitus) ist eine Stoffwechselkrankheit, die unbedingt einer Behandlung bedarf. Katzen bekommen Diabetes aus ähnlichen Gründen wie Menschen. Insbesondere Übergewicht, fortgeschrittenes Alter und eine dauerhaft unangemessene Ernährung sind Faktoren, die das Entstehen der Erkrankung begünstigen. Besonders das Füttern von großen Mengen an Trockenfutter kann hier negativen Einfluss nehmen, da dieses über eine sehr hohe Energiedichte bei einem geringen Wassergehalt verfügt. Leidet eine Katze an Diabetes, ist dies in manchen Fällen aber auch auf die Gabe bestimmter Medikamente zurückzuführen.

Besonders Cortison ist nicht selten dafür verantwortlich, dass Katzendiabetes entsteht und dann ein Tierarzt für die entsprechende Behandlung aufgesucht werden muss. Cortisonhaltige Präparate werden zur Therapie zahlreicher Krankheiten und Symptome eingesetzt. Allerdings wirken sie diabetogen, begünstigen also die Entstehung einer Diabeteserkrankung. Weitere mögliche Gründe für das Entstehen der Krankheit sind häufig eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder andere Stoffwechselerkrankungen. Statistiken zeigen aber, dass in den meisten Fällen Cortison und/oder zu viel trockenes Futter als Auslöser bestimmt werden können.

Katzendiabetes: Diese Symptome treten auf

Katzendiabetes lässt sich in vielen Fällen gut behandeln, und die betroffenen Tiere können ein langes und beschwerdefreies Leben führen. Dies setzt aber voraus, dass Tierhalter das Problem rechtzeitig als Katzendiabetes erkennen beziehungsweise den Tierarzt aufsuchen, um eine Diagnose stellen und eine Therapie einleiten zu lassen. Eines der ersten Symptome für Katzendiabetes ist ein verstärktes Durstgefühl, das durch die vermehrt ausgeschiedene Glukose verursacht wird. Die Tiere trinken also deutlich mehr als gewöhnlich. Gleichzeitig kommt es zu einem verstärkten Harndrang, da der Urin durch die Glukose verdünnt wird. Diabetespatienten leiden zudem häufiger unter Harnwegsinfektionen, die sich ebenfalls durch ein vermehrtes Absetzen von Urin äußern können.

Im weiteren Verlauf der Krankheit verlieren die Tiere zudem stark an Gewicht, da Kohlenhydrate nicht ausreichend verwertet werden können. Kommt es zu keiner Behandlung der Erkrankung, verschlechtert sich der Allgemeinzustand des vierbeinigen Patienten zusehends. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Apathie und anschließend zum Tod des Tieres. Zu den Symptomen einer Katzendiabetes gehören:

Katzendiabetes: Diese Kosten verursacht die Behandlung

Katzendiabetes bedarf immer einer Behandlung, um einen schlechten Gesundheitszustand und gegebenenfalls sogar den Tod des Tieres zu verhindern. Ein Besuch beim Tierarzt kann mittels geeigneter Untersuchungen schnell dazu beitragen, mittels Bluttest eine Diagnose zu stellen und eine entsprechende Therapie einzuleiten. Dazu kann abhängig von der Ausprägung und dem Stadium der Krankheit eine speziell für Diabetiker geeignete Diät gehören, um den Körper mit ausreichend Energie zu versorgen und die Nieren zu entlasten. Auch die Gabe von Insulin kann dabei helfen, den Glukosehaushalt zu stabilisieren und die Gesundheit des Tieres zu verbessern.

Natürlich fallen für eine Diabetesbehandlung in einer Tierarztpraxis oder in einer Tierklinik ständig Kosten an. Durchschnittlich müssen Tierhalter hier etwa mit 450,00 bis 500,00 Euro jährlich rechnen. Kommt es aufgrund des Katzendiabetes zu einem Notfall, der in der Klinik behandelt werden muss, um das Leben des Tieres zu retten, fallen dafür teils sehr hohe Kosten an. Hier kann es sinnvoll sein, über eine Katzenversicherung zu verfügen, die eine deutliche finanzielle Entlastung für den Katzenhalter darstellen kann. Alternativ kann auch ein eigenes Sparbuch für Tierarztkosten angelegt werden, um sich für eventuelle Notfälle finanziell abzusichern.

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