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Die Geschichte der Katze: So eroberte sie die Welt

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Die Katze lebt schon seit Tausenden Jahre an der Seite des Menschen. Eigenständig ist das Tier aber bis heute geblieben. Die Geschichte einer langen Freundschaft.

München – Die Katze ist das beliebteste Haustier in Deutschland. Im vergangenen Jahr gab es hierzulande etwa 15,7 Millionen Hauskatzen, damit führt das Tier die Liste der Lieblingshaustiere mit deutlichem Vorsprung an. Hunde gab es vergangenes Jahr in Deutschland nämlich 10,7 Millionen. Auf diese enge Bindung an den Menschen ist die Katze jedoch eigentlich gar nicht angewiesen, denn das Haustier war ursprünglich ein echtes Raubtier und kommt auch jetzt noch gut ohne den Menschen klar. Die Geschichte der Katze geht dabei bereits Millionen Jahre zurück.

Die Geschichte der Katze: So eroberte sie die Welt

Der eigensinnige und rebellische Charakter, den Menschen Katzen oft zuschreiben, hat die Tiere schon weit gebracht. Denn dass Menschen sich Katzen als Haustiere halten, ist mehr einem Zufall geschuldet als der Bedürftigkeit der Tiere. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) kamen Mensch und Katze vor etwa 10.000 Jahren das erste Mal in näheren Kontakt. Menschen begannen, sesshaft zu leben und zogen mit ihrem gelagerten Getreide Heerscharen an Mäusen an. Die noch wilden Katzen bekamen das heraus und tummelten sich immer häufiger in den Getreidelagern der Menschen, um sich über das Mäuse-Festessen herzumachen. Mensch und Katze profitierten also voneinander und kamen sich so näher.

Bevor sich die Katze in den Stuben als Haustier etablierte, galt sie vielen Menschen im Mittelalter vor allem als Nutztier. Das ist kaum noch vorstellbar, aber aus dem Fell der Tiere entstanden begehrte Pelze, aus dem restlichen Körper entstand Medizin und lebende Katzen sollten hauptsächlich Mäuse jagen.

Die Geschichte der Katze: Zahm durch Zucht

Die Erfolgsgeschichte, die dann folgte, beruht größtenteils auf den Zuchterfolgen der Menschen. Sie pickten sich die zahmen Tiere heraus und ließen diese sich untereinander paaren. So band der Mensch die Katze immer weiter an sich. Doch von dieser Bindung sollte sich niemand täuschen lassen, denn Hauskatzen schaffen es selbst heute noch, ohne den Menschen draußen zu überleben. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland zwei Millionen verwilderte Hauskatzen.

Hauskatzen schaffen es auch heute noch, ohne den Menschen draußen zu überleben. (Symbolbild)

Die Geschichte der Katze: Hund und Katze aus einem Guss

Wer Haustiere liebt, der teilt sich gerne ins Team Katze oder Hund ein. Doch so weit sind die beiden Tiere gar nicht voneinander entfernt. Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass beide sogar ein und denselben Ursprung haben. Dormaalocyon latouri lautet der Name des gemeinsamen Urahnen beider Tiere. Er war quasi der Grundstein für alle Raubtiere, die sich im Laufe der Jahrmillionen entwickelten. Damit haben Hund, Katze, Bär und Tiger beispielsweise alle denselben Ursprung.

Heutzutage gehören zu den beliebtesten Katzenrassen unter den Haustieren unter anderem:

  • Maine Coon
  • Norwegische Waldkatze
  • Bengalkatze
  • British Kurzhaar
  • Siamkatze
  • Ragdoll
  • Savannah Katze
  • Perserkatze

Jede Rasse hat ihre eigenen Charakterzüge. So sollten Tierfans beispielsweise wissen, dass die Bengalkatze je nach Tier noch eine sehr eigenständige und frei lebende Katze ist. Maine Coon gilt hingegen allgemein als sehr zutraulich und anhänglich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Bäuml/Imago