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Katze entwurmen: Wie oft, Kosten und Behandlung

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Junge Katze vor einem Fressnapf (Symbolbild)
Viele Wurmkuren können bei Katzen ins Futter gegeben werden (Symbolbild) © Frank Sorge/IMAGO

Wie oft eine Katze zu entwurmen ist, richtet sich nach deren Lebensweise, nach äußeren Umständen, Erkrankungen und nach gesetzlichen Vorgaben für Wurmkuren.

Der Gesetzgeber in der Bundesrepublik Deutschland schreibt nicht vor, wie oft eine Katze zu entwurmen ist oder welche Haustiere mit einer Wurmkur behandelt werden müssen. Einzige Ausnahme ist der vorübergehende Aufenthalt von Katzen in einer Tierpension oder einem sogenannten Katzenhotel. Gibt ein Halter eine Katze zur Pflege in einer solchen gewerblichen Einrichtung ab, verlangt der Betreiber einen Nachweis der letzten Entwurmung und der Katzenbesitzer muss den EU-Haustierausweis mit den gültigen Impfungen gegen Katzenseuche sowie Katzenschnupfen und auch gegen Tollwut vorgelegen.

Grund hierfür ist, dass es verschiedenste Infektionswege gibt, über die eine Katze Würmer aufnimmt. Katzen mit Freilauf ziehen sich beim Verspeisen von Mäusen, Ratten oder Vögeln Würmer zu, die zuvor in den Beutetieren leben. Hat die Katze Flöhe, kommt es dazu, dass das Tier während der Fellpflege diese Insekten verschluckt. Flöhe tragen häufig Gurkenbandwürmer in sich, die so auf die Katze übergehen. Außerdem werden Würmer und Larven mit den Schuhen ins Haus getragen. Kitten infizieren sich zudem über die Muttermilch mit diesen Parasiten, was eine Wurmkur notwendig macht.

Katze entwurmen: Wann und wie oft die Wurmkur bei der Katze notwendig ist

Hat sich eine Katze mit Würmern infiziert, lässt sich dies bei großen Wurmarten mit bloßem Auge am Stuhlgang oder auch an Erbrochenem erkennen. Der Veterinär stellt mittels einer Untersuchung mit dem Mikroskop zweifelsfrei auch kleinere Würmer fest. Fachleute raten zu einem Tierarztbesuch immer dann, wenn sich die Katze erbricht oder Durchfall hat. Stellt der Veterinär den Befall der Katze mit Würmern fest, verordnet er eine Wurmkur.

Eine solche Wurmkur sollten Halter bei freilaufenden Katzen vorbeugend alle drei Monate durchführen. Handelt es sich bei dem Tier um eine reine Wohnungskatze, ist das Entwurmen im Abstand von sechs bis zwölf Monaten empfohlen.

Mehrere Hersteller für veterinärmedizinische Produkte bieten Wurmkuren an. Generell hängt bei diesen Arzneimitteln die Dosierung vom Körpergewicht der zu entwurmenden Katze ab. Danach richten sich auch die Kosten. Eine kleine Katze zu entwurmen kommt mit rund 3,00 Euro aus, während bei einem schwergewichtigen Tier mit starkem Wurmbefall Kosten von bis zu 20,00 Euro möglich sind. Bei Auslandsreisen in bestimmte Länder muss die Wurmkur vom Tierarzt vorgenommen und attestiert werden. Diese Bestätigung ist beim Grenzübertritt vorzulegen.

Katze entwurmen: Behandlungsmethoden

Wurmkuren gibt es in Form von:

Katzenhalter mischen die Medikamente im Idealfall einfach unter das Futter, um die Katze zu entwurmen. Einige Präparate sind auf den Geschmack von Katzen abgestimmt und werden deshalb vom Tier freiwillig durch Lecken aufgenommen. Manche Katzenhalter nutzen die typischen Gewohnheiten ihrer Haustiere und streichen eine Wurmkur als Paste einfach auf das Fell an den Vorderläufen. Die auf Reinlichkeit bedachte Katze säubert sich sofort und leckt dabei auch das Medikament auf.

Zeigen sich beim Tier deutliche Krankheitssymptome, sollte das Entwurmen der Katze dem Tierarzt überlassen werden. Diese Maßnahme ist mit höheren Kosten von im Einzelfall bis zu 80,00 Euro verbunden, denn das Honorar für die Behandlung gemäß Gebührenordnung der Tierärzte kommt hinzu.

Die Entwurmung einer Katze mit Hausmitteln ist nur bedingt geeignet. Dazu werden entweder Kokosflocken oder kaltgepresstes Kokosöl verwendet, in denen Laurinsäure enthalten ist. Zudem finden Katzenhalter im Zoofachgeschäft verschiedene Produkte mit diesem Bestandteil. Laurinsäure kann das Umfeld im Darm einer Katze so verändern, dass es für Würmer unbewohnbar wird. Bei starkem Wurmbefall ist ein Besuch beim Tierarzt jedoch dringend zu empfehlen!

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