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Um einer Katze eine Tablette zu verabreichen, sind ein paar Tricks hilfreich. (Symbolbild)

Mit und ohne Leckerli

Katze Tablette geben: Tipps & Tricks, wie es sicher klappt

Der Katze eine Tablette geben zu können muss besonders bei chronischen Krankheiten sichergestellt sein. Mit ein paar Tricks und etwas Übung gelingt es problemlos.

München – Krankheiten der Katze, ob chronisch oder akut, machen das Verabreichen von Tabletten oft notwendig. Doch den Besitzer stellt das Prozedere gelegentlich vor ungeahnte Herausforderungen, denn Katzen verweigern die Einnahme von Tabletten in der Regel. Am besten ist es, den Tierarzt im Vorfeld darum zu bitten, die Verabreichung noch einmal zu zeigen. Viele Medikamente sind zudem als Paste oder Sirup erhältlich. Beide Formen lassen sich in den meisten Fällen einfacher geben als Tabletten. In jedem Fall ist es Übungssache, der Katze die Tablette zu verabreichen. Wer oft und geduldig übt, für den wird der Vorgang sukzessive leichter und stressfreier.

Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten, der Katze die Tablette ins Mäulchen zu geben:

  • Tablette in einem Leckerli verstecken
  • Tablette zerkleinern und mit Futter vermischen
  • Tablette in Wasser auflösen
  • Tablette direkt ins Maul verabreichen

Die folgenden Anleitungen zeigen, wie der Katze die Medikamente am einfachsten gegeben werden können.

Tablette für die Katze: So funktioniert es mit Leckerli

Befindet sich die Tablette für die Katze in einer schmackhaften Hülle, bemerkt die Katze im besten Fall gar nicht, dass sie Medikamente erhält. Soll die Tablette ganz oder halb verabreicht werden, hilft es oft, das Medikament zu verstecken. Mag die Katze beispielsweise Wiener Würstchen, kann die Tablette auch darin verabreicht werden. Voraussetzung für alle Leckerlis ist natürlich, dass das Tier Appetit darauf hat. Eine weitere Möglichkeit sind bestimmte Kausticks aus dem Zoofachhandel. Die Sticks werden in kleinere Stücke zerteilt und seitlich eingeschnitten. In den entstandenen Schlitz wird die Tablette geschoben und der Stick etwas zusammengedrückt.

Akzeptiert die Katze die Sticks nicht, ist beim Tierarzt oder in gut sortierten Zoofachhandlungen eine essbare Knetmasse erhältlich. Die Tabletten lassen sich problemlos in der Masse verstecken. Vor der Verabreichung der Medikamente sollte getestet werden, ob die Katze die Leckerlis mag. Bei starkem Eigengeschmack der Tablette ist es dennoch möglich, dass die Einnahme verweigert wird. Funktioniert kein Trick mit Leckerchen, müssen Halter die Tablette pur geben.

Tablette für die Katze: So funktioniert es ohne Leckerli

Wird die Tablette für die Katze mit dem Mörser zu Pulver zerstoßen, lässt sie sich mit Nassfutter am besten vermischen. Anstatt des Futters eignet sich auch eine spezielle Paste, ähnlich der Knetmasse, oder Leberwurst. Auch hier kann der Eigengeschmack des Medikaments dazu führen, dass das Tier die Einnahme verweigert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Gabe mit Wasser. Hierfür muss die Tablette mit dem Mörser zerstoßen und anschließend am besten in einer Spritze ohne Nadel aufgezogen werden. Die Mischung wird der Katze dann ins Mäulchen gespritzt.

Ist das Tier sehr krank und verweigert die Futteraufnahme, kommt meist nur die direkte Eingabe der Tablette infrage. Dabei muss das Mäulchen der Katze geöffnet und die Tablette weit hinten auf der Zunge platziert werden, sodass das Tier das Medikament sofort schlucken muss. Die Gefahr bei nicht routinierter Handhabung ist hierbei, dass die Katze beißen könnte. Wird die Tablette vorab in etwas Butter gerollt, kann sie die Katze leichter schlucken.