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Die meisten Katzen leben gern zusammen mit Artgenossen. (Symbolbild)

Neue Katze im Haus 

Eine zweite Katze zieht ein – mit diesen Tipps gelingt die Zusammenführung

Lebt bereits eine Katze im Haushalt und eine neue Katze soll aufgenommen werden, sollte die Zusammenführung behutsam und in mehreren Phasen vorgenommen werden.

Eine neue Katze in einen Haushalt aufzunehmen kann vollkommen problemlos verlaufen, selbst wenn die erste Katze bereits seit Jahren darin lebt. Insbesondere weibliche Tiere sind gelegentlich wenig territorial und freuen sich über die Vergesellschaftung mit einer neuen Katze. Kater zeigen sich generell weniger kooperativ. Selten dulden sie eine Katze in der gleichen Wohnung, auch wenn sie kastriert ist.

Zumeist kennen die Katzenhalter den Charakter ihres Haustiers und können gut abschätzen, wie sich dieses einer neuen Katze gegenüber verhalten wird. Sind Probleme bei der Zusammenführung der Katzen zu erwarten, muss der Einzug der neuen Katze vom Halter sorgfältig vorbereitet werden. Dabei gilt generell, dass nur eine Vergesellschaftung der Katzen in Phasen und mit viel Geduld Aussicht auf Erfolg hat. Katzenhalter müssen bei diesem Vorhaben mit einer Dauer von mehreren Tagen bis zu Wochen rechnen. Zudem sollten sie vor der Zusammenführung bereits festlegen, wann diese gescheitert ist, um endlose, quälende Versuche zu vermeiden. In der Tat gelingt die Zusammenführung einer neuen Katze mit einer bereits ansässigen nicht immer.

Vergesellschaftung von Katzen mit Geduld und in Phasen

Ist zu befürchten, dass sich die vorhandene gegenüber der neuen Katze aggressiv verhält, sollte die Zusammenführung in schrittweisen Phasen mit offener Dauer angegangen werden:

  • Schritt 1: Zwei identische Spielzeuge kaufen und jede Katze damit spielen lassen, bevor die neue Katze überhaupt eingetroffen ist.
  • Schritt 2: Diese Spielzeuge austauschen, damit sich beide Katzen an den Geruch der anderen gewöhnen können.
  • Schritt 3: Für die neue Katze ein Zimmer vorbereiten, inklusive eigener Katzentoilette, Futternäpfen, Kratzbaum und Spielzeug.
  • Schritt 4: Die neue Katze zieht von ihrem alten Zuhause in ihr Zimmer um, ohne dass sie der anderen Katze begegnet.
  • Schritt 5: Beide Katzen für eine gewisse Dauer durch die Tür trennen. Sie riechen und hören einander, sodass eine langsame Gewöhnung stattfindet. Fauchen beide oder nur eine Katze vor der verschlossenen Tür, heißt es, Geduld zu bewahren.
  • Schritt 6: Erst wenn keine Anzeichen von Aggression mehr zu erkennen sind, begegnen sich beide Katzen erstmals. Soweit irgend möglich, sind die Katzen vorerst noch durch ein Gitter oder eine Glasscheibe zu trennen.
  • Schritt 7: Kein Fauchen, keine Aggression: Jetzt dürfen sich die Katzen erstmals persönlich beschnuppern.

Unterstützung der neuen Katze durch den Halter

Bei dieser phasenweisen Zusammenführung von alter sowie neuer Katze, spielt der Katzenhalter eine wichtige Rolle. Werden beispielsweise die Spielzeuge ausgetauscht, sollte der Halter damit aktiv mit beiden Katzen spielen. So verbinden die Tiere den Geruch des Artgenossen mit Spiel und Freude, was die Vergesellschaftung erleichtert.

Solange die neue Katze in ihrem Zimmer hinter verschlossener Tür verweilt, ist es ratsam beide Tiere direkt an der Tür mit Leckereien zu verwöhnen. Auch auf diese Weise wird der Geruch der anderen Katze mit einer angenehmen Situation verbunden, was Aggressionen reduzieren kann. Überdies sollte der Halter geduldig sein und Gelassenheit an den Tag legen. Die Stimmung des Menschen überträgt sich auf die sensiblen Katzen und beeinflusst die Zusammenführung.

In einigen Fällen bleiben alle Bemühungen erfolglos. Der Katzenhalter muss rigoros festlegen, wann der Versuch gescheitert ist. Anzeichen dafür sind, wenn nach einer angemessenen Dauer eine oder beide Katzen noch immer

  • fauchen,
  • sich vor der anderen Katze verstecken,
  • offensichtlich verängstigt sind und
  • wenn Kämpfe nicht zu unterbinden sind.