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Katzen-Allergie, Kratzer und Katzenbiss: Was Besitzer jetzt tun müssen

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Junge mit einer Katzen-Allergie sitzt neben einer Katze. (Symbolbild)
Junge mit einer Katzen-Allergie (Symbolbild) © parinyabinsuk/IMAGO

Katzen-Allergien, Bisse und Kratzer machen Besitzern zu schaffen. Die heutige Medizin bietet viele Behandlungsalternativen und Kuren für Betroffene.

Mönchengladbach – Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert darüber, dass Katzen auch nach der Abgabe noch eine gesundheitliche Gefahr für Allergiker darstellen, denn das Allergen bleibt noch nach Monaten in der Luft.

Katzen-Allergie: Die richtige Behandlung für Besitzer

Niesen und tränende Augen – das sind erste Anzeichen einer Katzen-Allergie. Viele Besitzer wissen nicht, dass es sich nicht immer um eine Katzenhaarallergie handelt, sondern man auch auf die Katze selbst reagieren kann. Abgesehen vom Niesen und tränenden Augen treten im Zusammenhang mit einer Katzen-Allergie weitere Symptome auf, darunter beispielsweise:

Diese Symptome müssen nicht zwingend mit einer Katzen-Allergie zusammenhängen. Sollte man diese körperlichen Beschwerden jedoch öfter bemerken, ist der Weg zum Arzt ein Muss. Über den Mediziner werden weitere Untersuchungen vorgenommen, um eine Allergie zu diagnostizieren.

Mit bestimmten Medikamenten, beispielsweise einem Antiasthmatikum, können Besitzer einer Katzen-Allergie entgegenwirken. Die beste Behandlungsmethode erfolgt über die Hypersensibilisierung, also eine Impf-Therapie. Durch das Spritzen der allergenen Stoffe können Betroffenen nach drei bis fünf regelmäßigen Behandlungen die Beschwerden ihrer Allergie in den Griff bekommen, dafür gibt es aber keine medizinische Garantie.

Die einzige erfolgreiche Behandlung ist das Abgeben der Katze, denn nur so können die Symptome ganz verschwinden. Generell sollten Betroffene einer Katzen-Allergie den Kontakt zu den Tieren vermeiden.

Behandlung bei Katzenkratzern: Eine unterschätzte Gefahr

Viele Besitzer sehen das Kratzen ihrer Katze als Spieleinheit und oder als Zeichen der Zuneigung ihres Haustieres. Dieses Katzen-Verhalten kann aber missverstanden werden. Tatsächlich möchte die Katze vielleicht ihre Ruhe haben oder hat sogar Schmerzen. Welche Gründe auch dahinter stecken, Katzenkratzer bergen gesundheitliche Risiken.

Die Kratzer der eigenen Katze sind im Normalfall nicht gefährlich – Besitzer kennen den Impf- und Gesundheitsstatus ihres Haustieres, weshalb es zu keinen medizinischen Problemen kommen dürfte. Nichtsdestotrotz ist vorsichtig sein nie verkehrt, deshalb sollten Besitzer die Wunde reinigen. Die Wunde und den Bereich ringsum sollte man vorsichtig mit Seife waschen. Abschließend wird die Wunde trockengetupft und desinfiziert.

Bei fremden Katzen ist hingegen große Vorsicht geboten. Betroffene kennen den Gesundheits- und Impfstatus dieser Katzen nicht, dementsprechend besteht Gefahr für ihre Gesundheit. Vor allem wenn die Wunde blutig ist, sollte man nicht zögern und einen Arzt aufsuchen, denn hier besteht die Gefahr von Tollwut oder anderen bakteriellen Infektionen. Ein Arzt kann Präventivmaßnahmen einleiten, um derartige Krankheiten zu verhindern und im Falle eines Ausbruchs eine entsprechende Behandlung einzuleiten.

Behandlung bei Katzenbissen: Eine Gefahr für den Menschen

Ein Katzenbiss ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann zu einer ernsthaften gesundheitlichen Gefahr für Besitzer werden. Ganz anders als bei einem Katzenkratzer sollte man bei einem Biss immer zum Arzt gehen, denn dieser entzündet sich höchstwahrscheinlich. Besitzer einer Katze können bereits vorbeugen, indem sie die Wunde mit Wasser und Seife reinigen sowie anschließend trocken tupfen und desinfizieren. Diese Präventivmaßnahme kann jedoch den Weg zum Arzt nicht ersetzen.

Tritt aus der Wunde zu viel Blut aus, müssen Betroffene Druck aufbauen. Man sollte die Wunde mit Hilfe von Kompressen abdecken und anschließend mit einer Mullbinde umwickeln, um den Blutfluss zu unterbinden.

Katzenbisse können unterschiedliche gefährliche Folgen haben, darunter bakterielle Entzündungen, Tollwut oder Gewebe- und Sehnenschäden. Betroffene müssen nach einem Biss unbedingt darauf achten, ob die Wunde anschwillt, rötet, schmerzt oder ob sogar eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit entsteht. Ist die Wunde stark entzündet, muss man sich womöglich einer Operation unterziehen und das infizierte Gewebe entfernen lassen. Diese Fälle sind eher selten. Um sie zu vermeiden, ist die unverzügliche Behandlung durch einen Arzt unbedingt ratsam.

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