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Katzen und Bäume: Hoch kommen sie immer, hinunter oft nicht

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Von: Nina Marie Jarosch

Katzen sind von Natur aus neugierig und lieben es auf Bäume zu klettern. Doch der Weg nach unten wird für die Miezen oft zum Problem. Wir verraten, weshalb das so ist.

München – Katzen lieben es zu klettern und von hohen Plätzen aus ihre Umgebung im Blick zu haben. So ist es wenig verwunderlich, dass Bäume auf sie eine geradezu magische Anziehungskraft ausüben. Dank ihrer scharfen Krallen sind unsere Miezen wahre Kletterkünstler und erklimmen mühelos die höchsten Baumkronen. Aber genau diese Krallen stellen auf dem Weg nach unten ein Problem für sie dar. Wir verraten, warum sich Katzen oft nicht mehr vom Baum runter trauen und wie man ihnen helfen kann.

Katzen und Bäume: Hoch kommen sie immer, hinunter oft nicht

Katzen können zwar hervorragend klettern, aber nur nach oben. Wegen der Ausrichtung ihrer Krallen können sie nicht kopfüber klettern, da sie keinen Halt finden. Und genau das, stellt die Katze auf dem Weg nach unten vor ein großes Problem: Um wieder runter auf sicheren Boden zu kommen, müssen sie den Rückwärtsgang einlegen und mit dem Schwanz voran, ohne etwas sehen zu können, nach unten klettern.

Der rückwärts Abstieg sorgt bei einigen Katzen für so viel Unsicherheit, dass sie in Panik geraten, sich dann weder vor noch zurück trauen und stattdessen kläglich miauend auf dem Baum ausharren. Es kann aber auch mal vorkommen, dass sich eine Katze beim Klettern verletzt oder im Baum festhängt und deshalb nicht mehr alleine herunterkommen kann. In jedem Fall braucht die Katze dann dringend Hilfe. Weil ihre Katze in der Wand feststeckt, startet diese Familie eine kuriose Rettungsaktion.

Katzen sind von Natur aus neugierig und lieben es auf Bäume zu klettern. Doch der Weg nach unten wird für die Miezen oft zum Problem. Wir verraten, weshalb das so ist.
Hoch kommt eine Katze immer, aber nicht jede schafft es wieder alleine vom Baum runter. (Symbolbild) © agefotostock/Imago

Katzen und Bäume: Wie man seiner Samtpfote helfen kann

Sitzt die Katze im Baum fest und traut sich nicht mehr runter, sollte man zunächst einmal Ruhe bewahren. Man sollte beruhigend mit der verängstigten Samtpfote sprechen und sie keinesfalls bedrängen oder erschrecken. Denn das könnte fatale Folgen haben: Entweder flüchtet sie sich noch weiter in den Baum hinauf oder springt aus Verzweiflung aus großer Höhe runter und verletzt sich dabei womöglich schwer.

Sitzt die Katze noch nicht lange im Baum fest, kann es unter Umständen hilfreich sein, ihr etwas zu fressen anzubieten und die Futterschale unter den Baum zu stellen. Man kann der Katze auch helfen, indem man ihr für den Abstieg eine Leiter, ein langes Brett oder eine Katzentreppe anbietet. Und dann kann man nur noch eines machen: Warten. Denn bis die Katze sich runter traut, können durchaus ein paar Stunden vergehen. Auch diese Katze kommt allein nicht mehr runter und muss von der Feuerwehr aus 10 Metern Höhe gerettet werden.

Katzen und Bäume: Wenn gar nichts mehr hilft, besser den Profi holen

Wenn alles Locken, Hilfe anbieten und Warten nichts bringt, muss die Katze vom Baum geholt werden. Das sollte man aber besser nicht selbst versuchen, sondern solch waghalsige Rettungsaktionen in luftigen Höhen lieber den Profis überlassen. Dazu kontaktiert man am besten die Feuerwehr oder einen Baumkletterer. Die Feuerwehr kommt zu so einer Tier-Rettung meist mit einem Leiterwagen und kann nur helfen, wenn sie mit diesem direkt neben den Baum fahren kann. Ist das nicht möglich, können Baumkletterer weiterhelfen. In beiden Fällen belaufen sich die Kosten für den Einsatz zwischen 100 und 300 Euro.

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