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Katzen müssen lernen, ihre Krallen am Kratzbaum statt am Sofa zu wetzen. Clickertraining kann dabei helfen (Symbolbild)

Umgang mit eigenwilligen Geschöpfen

Katzen richtig erziehen: Tipps & Tricks für den richtigen Umgang

Der Zeitaufwand darf nicht unterschätzt werden, denn die richtige Erziehung eines Haustiers bedarf Geduld und Ausdauer. Manche Katzen brauchen etwas mehr Einfühlsamkeit als andere.

Moskau – Der berühmte Katzentrainer Yuri Kuklachev ist das Vorbild vieler Katzenbesitzer, denn er versteht das Wesen der Haustiere wie kein anderer. Oft sind es Kleinigkeiten, die große Auswirkung auf ihre Entwicklung haben.

Katzenerziehung: Wie das Haustier stubenrein wird

Babykatzen wissen nicht, dass sie auf eine eigene Toilette gehen können, sie müssen erst dazu angeleitet werden. Die eigene Katze stubenrein zu bekommen, gehört in der Erziehung zu den wohl größten Herausforderungen der Katzenhaltung.

An das Katzenklo werden die jungen Tiere ab der dritten bis sechsten Woche gewohnt. Ab diesem Zeitpunkt bekommen Katzenbabys feste Nahrung. Sie beobachten ihre Mutter beim Toilettengang und machen es nach. Es kommen aber nicht alle Kitten von einem Züchter, sondern einige beispielsweise Katzen stammen aus dem Tierheim. Möchten Besitzer ihr Haustier stubenrein bekommen, sind Geduld und Know-how gleichermaßen gefragt.

Das Katzenklo stellt man am besten an einer Stelle auf, wo sich die Katze gerne aufhält und wo sie problemlos hingelangt. Man könnte meinen, in der Nähe des Futternapfes sei ein guter Platz, doch Katzen meiden es, ihre Notdurft an ihrem Speiseplatz zu verrichten.

Ein Katzenklo muss zweimal täglich gereinigt werden. Bei der Anzahl der Katzentoiletten für zu Hause gilt: Anzahl der Katzen plus eins.

Pubertät und Katzenerziehung: Das ist zu beachten

Jedes Haustier durchlebt den Übergang zum Erwachsenen, und zu dieser Zeit sind Katzen durchaus herausfordernder in der Pflege und in der Haltung. Die Pubertät bei Katzen setzt relativ früh ein – weibliche Katzen produzieren ab dem dritten Lebensmonat Sexualhormone, bei männlichen Katzen (Katern) beginnt dieser Prozess ab dem fünften Lebensmonat. Die Pubertät der Katze dauert ungefähr sechs Monate – und das macht sich bemerkbar.

Katzen legen in dieser Zeit einiges an Größe zu und ihre Stimme wird tiefer, doch vor allem das Verhalten der Katze ändert sich stark. In der Pubertät sind Katzen starken hormonellen Schwankungen ausgesetzt und das kann für Besitzer durchaus unangenehm werden. Das liegt unter anderem an folgenden Verhaltensmustern:

  • Trotzverhalten
  • Stimmungsschwankungen
  • Rolligkeit
  • Lustlosigkeit

Hier ist die richtige Erziehung gefragt. Besitzer sollten der Katze Zeit geben und selbst Ruhe bewahren. Bei Tieren verläuft die Pubertät ähnlich wie beim Menschen und von der Norm abweichende Verhaltensmuster sind normal. Sollte die Situation zu anstrengend sein oder sich das Verhalten der Katze grundlegend ändern, ist der Weg zum Tierarzt eine gute Lösung.

Katzenerziehung: Darf man die Tiere alleine zu Hause lassen?

Tiere darf man nicht einfach so alleine lassen, auch dieser Vorgang muss im Laufe der Erziehung antrainiert werden. Katzen, selbst wenn sie oft abweisend und einzelgängerisch wirken, sind dennoch zutrauliche Tiere, die nicht zu lange isoliert sein möchten.

Dass Besitzer vor allem eine Babykatze nicht alleine lassen sollen, dient ihrer eigenen Sicherheit. Katzen erforschen gerne ihre Umgebung und fressen, was ihnen in den Weg kommt. Giftige Pflanzen oder Essensreste können gefährlich werden. Nicht zu unterschätzen sind offene Fenster, denn Katzen können sich dort auch in Gefahr bringen (Hochhaus) oder sie verschwinden und sind nicht mehr aufzufinden.

Das Alleinsein muss einer Katze langsam antrainiert werden. Kleine Fortschritte sind besser als keine. Im Normalfall bleiben Katzen problemlos 24 Stunden alleine und länger werden die Tiere normalerweise im Alltag nicht alleine gelassen. Sollte man dennoch einmal einige Tage außer Haus sein, kann das Tier Freunden beziehungsweise Verwandten anvertraut werden oder man kümmert sich darum, dass jemand regelmäßig nach ihm sieht.