Nahrungsergänzung

Katzen fressen Gras, weil es die Verdauung fördert

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Obwohl Katzen eigentlich Fleischfresser sind, lieben sie es, Gras zu fressen. Wir klären, was es mit diesem Verhalten auf sich hat und worauf Katzenbesitzer achten sollten.

München – Haben Sie sich als Katzenbesitzer auch schon mal gefragt, warum ihre Samtpfote so gerne auf Grashalmen rumkaut? Sie futtern das Grünzeug bei ihren Streifzügen durch den Garten oder machen sich über einen Topf mit Katzengras in der Wohnung her. Aber ist das für Katzen überhaupt gesund?

Denn eigentlich sind Katzen ausschließlich Fleischfresser und ihr Verdauungstrakt nicht auf den Verzehr von pflanzlicher Nahrung ausgelegt. Trotzdem scheint es ihnen gutzutun, sonst würden die Tiere nicht so verrückt danach sein. Wir verraten, welche Gründe Katzen haben, Gras zu fressen.

Katzen: Gras fressen fördert die Verdauung

Gras schmeckt Katzen nicht nur gut, sie haben auch einen Nutzen von dem Verzehr. Einer Theorie zur Folge fressen Katzen gerne Gras, weil die enthaltenen Fasern und Ballaststoffe ihre Verdauung fördern. Es hilft ihnen Verstopfungen loszuwerden, die zum Beispiel durch festsitzende Haarballen, die sie nicht erbrechen können, verursacht werden. So können sie die Haarknäuel mit dem Kot besser ausscheiden. Oft kauen Katzen sogar nur auf den Grashalmen herum, nur selten werden diese auch ganz verschluckt.

Katzen fressen Gras, weil es ihnen schmeckt und ihre Verdauung fördert. (Symbolbild)

Katzen: Gras fressen hilft, unverdautes Fell oder Haare zu erbrechen

Bilden sich im Magen sehr dichte Haarballen, gelingt es der Katze oft nicht, diese über den Kot abzusetzen. Dann hilft ihr der Verzehr von Gras dabei, die Fellknäuel zu erbrechen. Denn wenn eine Katze Gras frisst, reizen die Halme beziehungsweise die enthaltenen Bitterstoffe die Magenschleimhaut und lösen dadurch einen Brechreiz aus. So werden Haarballen oder unverdauliche Teile ihrer Beute von den Katzen wieder ausgewürgt und der Magen mehr oder weniger von Abfall befreit.

Tipp: Durch regelmäßiges Bürsten kann man seiner Katze bei der Fellpflege helfen und verhindern, dass sich zu große Haarballen im Verdauungstrakt des Tieres bilden.

Katzen: Gras fressen liefert ihnen gesunde Nährstoffe

Überlebenswichtig ist Gras für die Ernährung von Katzen allerdings nicht, wenn sie ausgewogenes Futter erhalten. Allerdings wird vermutet, dass Gras Folsäure enthält, die sie anderswo nicht herbekommen und für Katzen essenziell ist – zum Beispiel für eine gesunde Durchblutung und fürs Wachstum. Unsere Samtpfoten nutzen das Gras anscheinend auch als Quelle für Vitamine und Mineralien.

Katzen: Wann Gras fressen für Katzen zur Gefahr werden kann

Normalerweise ist der Verzehr von Gras für Katzen ungefährlich und eigentlich sogar gesund. Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte, damit das Wohlbefinden des Stubentigers weiterhin gewährleistet ist. Hier ein paar Tipps, was es zu beachten gibt, wenn ihre Katze gerne Gras frisst:

  • Gras im Garten ist für Katzen nur ungefährlich, wenn der Rasen unbehandelt und nicht mit Chemikalien oder bakteriell verunreinigtem Wasser belastet ist. Das gilt nicht nur für den eigenen, sondern auch für den Nachbargarten, wenn die Katze dort auch unterwegs ist.
  • Damit auch Wohnungskatzen in Genuss von Gras kommen, ist es sinnvoll, ihnen immer einen Topf mit frischem Katzengras bereitzustellen. Sonst könnte es vorkommen, dass ihr Stubentiger versucht, Zimmerpflanzen anzukauen – und einige Pflanzen können für Katzen giftig sein.
  • Frisst eine Katze unkontrolliert große Mengen an Gras, sollte man sie besser genau beobachten. Es könnte ein Nährstoffmangel vorliegen oder im schlimmsten Fall auch eine Erkrankung. Wenn sie damit nicht aufhört, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.
  • Es kann vorkommen, dass Grashalme im Nasen- oder Rachenraum der Katze steckenbleiben. Das äußert sich dann meist durch akutes Würgen und Nahrungsverweigerung. In diesem Fall muss der Tierarzt helfen und den Fremdkörper schnellstmöglich unter Narkose entfernen.

Rubriklistenbild: © Ardea/Imago