Wasser schmackhaft machen

Katzen zum Trinken animieren – Tipps für heiße Sommertage

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Katzen trinken generell wenig, doch im Sommer kann das zum Problem werden. Erfahren Sie, wie viel Flüssigkeit eine Katze braucht und wie man sie zum Trinken animieren kann.

München – Unsere Hauskatze stammt ursprünglich von Wüstenbewohnern ab und kommt auch mit sehr wenig Wasser aus. Manche stellen die Flüssigkeitsaufnahme sogar ganz ein, wenn sie ausschließlich Feuchtfutter zu fressen bekommen. Dennoch ist es für die Gesundheit der Katze sehr wichtig, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt – und das gilt vor allem auch für heiße Sommertage. Wir verraten Ihnen nützliche Tipps, wie man Katzen animieren kann, mehr zu trinken.

Katzen zum Trinken animieren – Tipps für heiße Sommertage

Manche Katzen bevorzugen abgestandenes Wasser, andere hingegen trinken gern fließendes Wasser vom Hahn. (Symbolbild)

An heißen Tagen ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme für Katzen deshalb so wichtig, weil sonst die Gefahr der Austrocknung besteht. Da Katzen nicht schwitzen können, hecheln sie, um sich abzukühlen. Außerdem putzen sich Katzen häufig sehr ausgiebig und benetzen dabei das Fell mit Speichel, um so Verdunstungskälte zu erzeugen. Das alles erfordert einen höheren Flüssigkeitsbedarf als bei normalen Temperaturen. Und auch trächtige Katzen sollten mehr trinken als sonst.

Katzen zum Trinken animieren – so lässt sich der Flüssigkeitsbedarf berechnen

Der Flüssigkeitsbedarf einer Katze hängt aber nicht nur von der Umgebungstemperatur, sondern auch von ihrem Aktivitätslevel ab. Einen Großteil der Feuchtigkeit nehmen Katzen schon über das Nassfutter auf, im Trockenfutter ist dagegen so gut wie gar keine Flüssigkeit enthalten. Bei einer ausschließlichen Fütterung von Trockenfutter ist der ständige Zugang zu frischem Wasser daher extrem wichtig. Den restlichen Bedarf an Wasser oder Flüssigkeit stillen Katzen mit dem Trinken von sehr vielen kleinen Portionen.

Als Faustregel für die Berechnung des Flüssigkeitsbedarfs einer Katze gilt: Eine gesunde Katze sollte pro Kilogramm Körpergewicht täglich 60 bis 80 Milliliter Wasser zu sich nehmen. Wiegt der Stubentiger beispielsweise drei Kilo, müsste sie am Tag mindestens 180 Milliliter Flüssigkeit trinken.

Katzen zum Trinken animieren – das sollte man unbedingt beachten

Die Trinkvorlieben können von Katze zu Katze sehr unterschiedlich sein. Manche Stubentiger bevorzugen abgestandenes Regenwasser aus dem Garten, andere hingegen trinken am liebsten fließendes aus dem Wasserhahn. Doch es gibt auch viele trinkfaule Stubentiger, die zum Trinken animiert werden müssen. Bei bestimmten Krankheiten, wie beispielsweise der Harnwege, erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf einer Katze. Und auch im Sommer müssen Katzenbesitzer unbedingt darauf achten, dass ihr Stubentiger ausreichend trinkt. Wer seine Katze animieren möchte, mehr zu trinken, sollte folgende Tipps beachten:

  • Steht der zu nah neben dem Futternapf, kann es sein, dass die Katze dort nicht trinken will. Denn sie sind von Natur aus darauf gepolt, nicht am selben Ort zu fressen und zu trinken. Gleiches gilt auch für die Katzentoilette.
  • Form und Material des Wassernapfs sind ebenfalls entscheidend. Probieren Sie aus, ob Ihre Katze lieber Metall, Glas, Keramik oder Kunststoffe mag. Testen Sie auch, ob sie flache, breite Schalen bevorzugt oder lieber aus einem hohen, vollen Gefäß trinkt.
  • In der Regel mögen Katzen gern frisches Wasser, weshalb Sie die Näpfe mindestens einmal täglich frisch füllen sollten.
  • Man erhöht die Chance, dass die Katze öfters was trinkt, indem man mehrere Wassernäpfe in der Wohnung – und bei Freigängern auch im Garten – verteilt.
  • Katzen, die fließendes Wasser bevorzugen, können mit einem Trinkbrunnen animiert werden.
  • Wenn die Katze den Eigengeschmack von Leitungswasser nicht mag, kann man sich entweder mit einem Wasserfilter behelfen oder es der Katze mit ein paar Tröpfchen Sahne oder etwas Fleischsaft schmackhaft machen. Es gibt auch sogenannte Katzensuppen im Handel, die helfen können, den Flüssigkeitsaufnahme der Katze zu steigern.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago