Gelassenheit üben

Katzen: Junge, neugierige Tiere bleiben länger von zu Hause weg

  • schließen

Katzen treiben sich gerne lange draußen herum, ohne dass ihre Besitzer wissen, wo sie sind. Direkt Sorgen machen müssen sie sich aber nicht.

Berlin – Katzen sind besonders unabhängige Tiere, die gerne lange Streifzüge durch ihre nähere Umgebung unternehmen. Nicht immer kommen sie abends nach Hause, manchmal bleiben sie sogar mehrere Tage weg. Das entspricht dem natürlichen Verhalten der Tiere und muss nicht direkt Sorgen bei den Besitzerinnen und Besitzern auslösen. Die Tiere genießen ihre Freiheit und haben unterschiedliche Gründe, um länger nicht nach Hause zu kommen.

Katzen: Junge Tiere bleiben länger von zu Hause weg

Die ausgiebigen Spaziergänge von Katzen und Katern sind ein Urinstinkt der Tiere. Einer der Hauptgründe für Katzen und Kater, sich über längere Zeit aus dem Staub zu machen, ist ihr Paarungsdrang. Kater legen teils mehrere Kilometer zurück, wenn sie auf der Suche nach der passenden Katze sind und auch rollige Katzen scheuen nicht davor, sich weiter als üblich von ihrer Heimat zu entfernen. Daher ist das Wichtigste, die Tiere zu kastrieren. Damit schwächen Tierfans den Paarungsdrang ab und vermeiden, dass ungewollte Nachkommen entstehen.

Junge Katzen sind noch neugierig und oft auf Entdeckungstour. (Symbolbild)

Grundsätzlich hat jede Katze und jeder Kater ihren und seinen eigenen Rhythmus. Wer den kennt, der kann sich erst mal entspannt zurücklehnen. Jedes Tier hat andere Vorlieben, einige bleiben nur wenige Stunden weg, andere sogar eine ganze Woche. Es hilft, dem Tier bestimmte Dinge anzutrainieren, um sich weniger Sorgen machen zu müssen. So reagieren auch Katzen und Kater auf antrainierte Signale wie Flöten. Hören sie den Laut jeden Tag zur selben Uhrzeit, stellt sich bald eine Heimkehr-Routine ein. Ausgiebiges Loben bei der Heimkehr versteht sich da von selbst.

Der Prozess lässt sich außerdem unterstützen, indem die Tiere das Haus immer nur an einer Stelle verlassen, aber überall zurückkehren können. Und da ein leerer Magen einen schließlich immer irgendwann nach Haus treibt, ist es sinnvoll, die Tiere vor ihrem Freigang nicht zu viel zu füttern.

Katzen: Darum bleiben die Tiere länger weg als gewöhnlich

Bleibt die Katze oder der Kater dann doch länger weg als gewöhnlich, muss nicht direkt Panik ausbrechen. Der längere Ausflug des Tieres kann unter anderem folgende Ursachen haben:

  • Sommer: Ist es draußen auch nachts warm und angenehm, streunen Katzen auch mal ein paar Stunden mehr durch die Nachbarschaft.
  • Jungtiere: Junge Katzen und Kater sind noch besonders neugierig und müssen ihre Umgebung erkunden. Das kann auch schon mal ein paar Stunden mehr in Anspruch nehmen.
  • Fortpflanzung: Sind Katzen und Kater nicht kastriert, erstreckt sich die Suche nach dem passenden Partner oder Partnerin sogar bis zu einer Woche.
  • Rivalität: Besonders Kater kämpfen gelegentlich um ihr Revier. Das ist ein natürlicher Drang und nicht ungewöhnlich. Kommt es dabei zu Verletzungen oder vertreibt ein Kater den anderen, dauert es teilweise mehrere Wochen bis zur Rückkehr.
  • Umzug: Katzen brauchen eine gewisse Zeit, bis sie sich in ihrer Umgebung orientiert haben. Bei einem Umzug lohnt es daher, die Katze ein bis zwei Wochen im Haus zu halten und sie dann erst nach draußen zu schicken. So weiß sie, wo ihr Zuhause ist und wohin sie zurückkehren muss.

Die Bundestierärztekammer weist zudem darauf hin, dass es sich immer lohnt, Katzen und Kater chippen zu lassen. Laufen die Tiere weg und jemand anderes findet sie, sind sie so eindeutig identifizierbar.

Rubriklistenbild: © Margit Wild/Imago