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Auch im Tierheim warten viele süße Kätzchen auf ein neues Zuhause. (Symbolbild)

Adoption oder Kaufvertrag?

Eine Katze zieht ein – vom Züchter oder aus dem Tierheim?

Die neue Katze beim Katzenzüchter oder aus dem Tierheim zu holen, ist keine leichte Entscheidung und hängt von den Erwartungen des künftigen Besitzers ab.

München – Die Entscheidung über die Herkunft des zukünftigen Haustiers ist genau abzuwägen. Ob die Katze aus dem Tierheim oder vom Katzenzüchter stammt, hängt von den Wünschen und Vorstellungen des künftigen Tierhalters ab. Favorisiert dieser eine bestimmte Rasse, führt der Weg in der Regel zum Züchter. Sind äußere Merkmale des Tiers eher nachrangig, bietet sich die Adoption einer Katze aus dem Tierheim an. Hier gilt es, auf Folgendes zu achten:

  • Dem Tier Zeit geben
  • Futter und Katzenstreu nicht direkt umstellen
  • Bei vorhandenen Mitbewohnern: ein eigenes Zimmer für den Neuankömmling
  • Eine sichere Umgebung schaffen

Wird die Katze beim Züchter erworben, muss dieser Papiere vorlegen, die über die genaue Herkunft Aufschluss geben. Der Katzenzüchter ist Teil eines Verbands, der die Zuchtbedingungen in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Fällt die Entscheidung auf eine Katze aus dem Tierheim, hat dies den Vorteil, dass das Tier meist bereits gechippt und kastriert ist. Zwar kann die Vergangenheit der Katze nur selten lückenlos zurückverfolgt werden, doch es kommt der soziale Aspekt zum Tragen: Eine heimatlose Katze bekommt ein neues, eigenes Zuhause.

Katzenzüchter oder Tierheim – der moralische Aspekt beim Tierheim

Eine Katze aus dem Tierheim hat einige Vorteile: die Tiere besitzen einen Impfpass, sind entwurmt und in der Regel gechippt. Bestehende Krankheiten und Eigenarten sind oft schon bekannt und werden durch das Tierheim auch ehrlich benannt. Wer junge Katzen bevorzugt, muss nicht unbedingt zu einem Katzenzüchter, sondern kann auch im Tierheim Glück haben. Vor allem in den Sommermonaten werden Jungkatzen häufig abgegeben. Entscheidet sich der künftige Besitzer bewusst für ein älteres Tier, kann er diesem einen schönen Lebensabend in liebevoller Umgebung ermöglichen.

Rassekatzen finden ebenfalls ihren Weg ins Tierheim. Mit etwas Glück und Recherche lässt sich die gewünschte Rasse auch im Tierheim finden. Meist wissen die Mitarbeiter des Tierheims wenig über die Herkunft oder bisherige Leben der Katze. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit dem Tier durch Besuche schon im Vorfeld vertraut zu machen. Eine Katze aus dem Tierheim ist nicht kostenfrei. In der Regel wird eine sogenannte Schutzgebühr in Höhe von mindestens 100,00 Euro verlangt. Dies dient nicht nur dazu, angefallene Kosten zu decken, sondern auch zu vermeiden, dass die Anschaffung einer Katze unüberlegt geschieht.

Katzenzüchter oder Tierheim – das Rassetier vom Züchter

Wer eine bestimmte Rasse oder ein Jungtier favorisiert, entscheidet sich eher für ein Tier vom Katzenzüchter. Bei einem in einem Verband registrierten Züchter kann der Käufer sicher sein, dass das Kätzchen artgerecht aufwächst, beim Umzug in das neue Heim bereits entwurmt ist und einen Impfpass besitzt. Werden diese bei einem seriösen Züchter geboren, sind die kleinen Kätzchen von Geburt an den Menschen gewöhnt.

Für den künftigen Tierhalter besteht – anders als im Tierheim – außerdem die Möglichkeit, die Elterntiere kennenzulernen und sich so ein Bild von deren Charakter und Aussehen zu verschaffen. Der Züchter kann aufgrund seiner Erfahrung in der Katzenzucht über die Rasse und ihre Eigenschaften informieren.

Vorsicht gilt bei vermeintlichen Züchtern, die permanent Kätzchen verkaufen. Meist handelt es sich hierbei um zweifelhafte Adressen, die nicht am Wohl der Tiere interessiert sind. Hier geht es nur um Profit. Liegen keine korrekten Papiere vor, sollte vom Kauf abgesehen werden. Dies gilt auch für dubiose Vorbesitzer, die mit der unkontrollierten Zucht Geld verdienen. Solche „Vermehrer“ gilt es zum Wohle der Tiere unbedingt zu meiden.