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Katzenleukämie (FeLV): Symptome, Behandlung und warum eine Impfung schützt

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Zwei Katzen beschnuppern sich auf der Straße. (Symbolbild)
Katzen können sich beim Freigang bei anderen Artgenossen mit FeLV anstecken. (Symptome) © blickwinkel/Imago

Gegen Katzenleukämie gibt es eine Schutzimpfung, die Leben retten kann: Vor allem Freigänger sollten unbedingt geimpft werden.

Katzenleukämie, auch FeLV genannt, ist eine Infektionskrankheit, die alle Hauskatzen befallen kann. Es handelt sich um die schlimmste und am meisten gefürchtete Erkrankung in diesem Zusammenhang, denn eine Infektion bedeutet den sicheren Tod des Tieres. Betroffene Katzen haben nur noch eine geringe Lebenserwartung, da die Leukose nicht heilbar ist.

Das Feline Leukämie-Virus ist hochgradig ansteckend und wird oftmals erst vergleichsweise spät erkannt, da die Symptome nicht eindeutig sind. Zunächst befällt das Virus den Körper des Tieres etwa infolge eines geschwächten Immunsystems wie etwa bei sehr jungen Katzen unter zwei Jahren oder älteren Tieren mit Vorerkrankungen. Es kommt zu typischen Anzeichen einer Virusinfektion, so zum Beispiel:

Im späteren Verlauf erzeugt das Virus im Körper bösartige Tumore, die unterschiedliche Organe sowie das Blut befallen und verändern können. Dann treten vielfältige Symptome auf, die davon abhängen, welche Bereiche des Organismus betroffen sind. Zudem wird das Immunsystem geschwächt, was die Entstehung weiterer Infektionskrankheiten begünstigt.

Katzenleukämie: Die Krankheit kann nicht geheilt werden

Infiziert sich eine Katze mit Katzenleukämie, sind dies sehr schlechte Nachrichten für den Tierhalter: Ein tödlicher Verlauf ist bei FeLV vorprogrammiert. Die Viruserkrankung ist sehr ansteckend und wird durch Kontakt mit einem infizierten Tier übertragen. Überträger sind beispielsweise Blut und Speichel, aber auch Nasensekrete, Urin und Tränenflüssigkeit. Trächtige Katzen, die sich mit dem Virus infiziert haben, können die Krankheit im Mutterleib an ihren ungeborenen Nachwuchs übertragen. Außerhalb des Körpers kann das Virus aber nur wenige Stunden überleben: Eine Ansteckung über Futter- und Wassernäpfe oder Möbel ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Trotz intensiver Forschungen kann Katzenleukose bis heute nicht geheilt werden. Zwar ist es möglich, das Leben der betroffenen Tiere mithilfe von Medikamenten, Chemotherapien oder chirurgischen Eingriffen zu verlängern und eine annehmbare Lebensqualität zu erreichen; die Lebenserwartung der Patienten liegt aber nach wie vor deutlich unter der einer gesunden Katze. Besonders Freigänger infizieren sich häufig mit dem Virus, da sie auf ihren Streifzügen mit erkrankten Artgenossen in Kontakt kommen können. Werden mehrere Katzen gemeinsam gehalten, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich alle Tiere eines Halters anstecken.

Katzenleukämie: Eine Impfung gegen das Virus kann Leben retten

Auch wenn Katzenleukämie nicht heilbar ist, haben Tierhalter dennoch eine Möglichkeit, ihre Stubentiger vor dem sicheren Tod durch FeLV zu bewahren: Eine Schutzimpfung kann dabei helfen, die Tiere zu immunisieren und zu verhindern, dass die Infektionskrankheit sich im Körper ausbreitet und schweren Schaden anrichtet. Tiermediziner empfehlen die Impfung gegen Leukose bei Kätzchen zwischen der neunten und dreizehnten Lebenswoche. Sie muss jährlich aufgefrischt werden, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten. Besonders Freigänger profitieren von einem Impfschutz, aber auch Wohnungskatzen sollten vorsorglich eine Impfung erhalten.

Bevor diese in der Tierarztpraxis erfolgen kann, wird dort zunächst eine Untersuchung des Blutes durchgeführt, um auszuschließen, dass das Tier bereits mit dem Virus infiziert ist: Dann ist eine Impfung sinnlos, und es kann auf die Injektion verzichtet werden. Hat sich eine Katze mit der Leukose angesteckt, dürfen Freigänger nicht mehr hinaus, um zu vermeiden, dass sich Artgenossen infizieren. Bei Wohnungskatzen sollten die Halter großen Wert auf Hygiene legen: Nahezu alle gängigen Spül- und Desinfektionsmittel sind in der Lage, die Viren von Oberflächen zu beseitigen und Schmierinfektionen zu verhindern. Für Menschen geht von der Katzenleukämie keinerlei Gefahr aus: Ausschließlich Katzen können sich mit dem Virus anstecken.

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