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Katzenfutter: Frisch-, Nass- oder Trockenfutter? Unterschiede und was wann besser ist

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Katze frisst Trockenfutter vom Boden (Symbolbild)
Für Katzen gibt es verschiedene Arten von Katzenfutter - nass und trocken (Symbolbild) © Luknaja/IMAGO

Moderne Katzennahrung stellt in der Regel eine erprobte Allround-Versorgung mit allen lebensnotwendigen Inhaltsstoffen zur Verfügung. Die Form der Fütterung bietet verschiedene Möglichkeiten.

Rockford – 1928 produzierte der damals weltgrößte Hersteller von Haustierfutter, die englische Chappell Brothers Company, das erste industriell gefertigte Katzenfutter, genannt Kit-E-Ration. Was mit einer reinen Pferdefleisch-Variante begann, legte den Grundstein für die heutige riesige Auswahl an Fütterungsmöglichkeiten rund um Nass- und Trockenfutter oder das naturnahe BARF (Frischfleischfütterung). Was die Katze letztendlich annimmt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Alles rund um Hauptfutter, Katzengras und Snacks.

Futter für Katzen: Die Möglichkeiten

In der freien Natur erlegen Katzen in erster Linie kleine Säugetiere wie Mäuse und Ratten, die komplett verspeist werden. Vögel und Fische zählen zu den Ausnahmen in Sachen Futter. Dieser Zusammensetzung werden sowohl Nass- als auch Dosenfutter meistens gerecht.

Die verschiedenen Arten der Katzen-Ernährung sowie Vor- und Nachteile im ersten Überblick:

Nassfutter

Trockenfutter

Rohfutter/BARF

Futter für Katzen: Die Unterschiede zwischen BARFen und Fertigfutter

Während hochwertiges Nassfutter einen hohen Anteil an Fleisch und Feuchtigkeit aufweist, besteht Trockenfutter zu großen Teilen aus Kohlenhydraten. Zu empfehlen ist eine reine Fütterung mit Dosenfutter oder eine Kombination aus beiden Varianten. Das kann zum Beispiel am Morgen Nassfutter sein, abends und für die Nacht ergänzend eine kleine Portion Trockenfutter plus Frischwasserangebot. Reizvoll kann hier ein Katzenbrunnen sein. Als schonend für die Verdauung hat sich die Nassfutter-Gabe in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt erwiesen. Im Gegensatz zur Frischfleischfütterung muss erhitztes Nass- und Dosenfutter durch eine ausreichende Portion Taurin ergänzt werden – entweder bereits bei der Fertigung oder als Nahrungsergänzungsmittel. Benötigt werden rund 50 Milligramm pro Körpergewicht und Tag. Ein Taurin-Mangel kann gravierende Gesundheitsfolgen nach sich ziehen.

Die dritte Variante erfährt in den letzten Jahren bei Hunde- und Katzenbesitzern zunehmende Aufmerksamkeit – die Frischfleisch-Ernährung, BARF genannt („Bones And Raw Foods“). Diese Nahrung mit rohem Fleisch und Zusätzen macht grundlegende Kenntnisse über die Zusammensetzung der notwendigen Nährstoffe erforderlich. Jedoch kommt sie der ursprünglichen Nahrung in freier Wildbahn sehr nahe. Mittlerweile finden sich im Handel fertig zusammengestellte BARF Futter-Varianten, die nur noch portionsweise aufgetaut werden müssen.

Futter für Katzen: Sinnvolle Nahrungsergänzung, Snacks und Spezialfutter bei Handicaps

Ähnlich wie beim Menschen darf auch die Ernährung von Katzen ergänzt werden. So unterstützen Leckerlis mit L-Lysin die Funktion der Augen, die körpereigene Eiweiß-Produktion für eine gesunde Muskulatur und die Bekämpfung von Infektionen wie Herpesviren (Katzenschnupfen). Das berühmte Katzengras verhindert Darmverschluss durch verschluckte Fellhaare nach dem intensiven Putzen der Katze. Es besteht aus den Keimlingen gängiger Getreidearten wie Gerste, Hafer oder Grünlilie. Wird es ab und an mit Wasser besprüht, nimmt die Katze nebenbei notwendige Flüssigkeit auf.

Die Katze der Neuzeit neigt bisweilen bereits in jungen Jahren zu gewissen typischen Erkrankungen. Die Nieren sind beispielsweise eine sensible Schwachstelle, die medizinische Behandlung und eine Nahrungsumstellung erforderlich machen. Auch Diabetes ist weit verbreitet. Beide Krankheitsbilder gehen übrigens nicht selten mit einer reinen Trockenfutter-Ernährung einher.

Katzen sind laktoseintolerant. Herkömmliche Milch ist daher absolut tabu. Als kleine Belohnung kann ab und an Katzenmilch aus der Tierabteilung gegeben werden. Knuspertaschen als Snack oder selbst gebackene Leckerlis aus Parmesankäse, Ei und Katzenmilchpaste liefern zusätzliche Nährstoffe zum täglichen Futter.

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