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Neue Verordnung: Mannheimer müssen frei laufende Katzen künftig registrieren

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Von: Sina Lück

Als erste Großstadt im Südwesten hat Mannheim die Katzenschutzverordnung beschlossen. Das Ziel: Die rasante Fortpflanzung der Tiere einzudämmen.

Der Gemeinderat in Mannheim hat entschieden: Die Katzenschutzverordnung wird kommen. Damit müssen Katzenhalter ihre Freigänger künftig registrieren lassen. Mithilfe dieser Regelung will die Stadt eine unkontrollierte Fortpflanzung und das Tierleid verwahrloster Katzen eindämmen. Nach Angaben des Landestierschutzbunds sind es bisher nur 34 kleinere Gemeinden von Aidlingen (Kreis Böblingen) bis Wurmberg (Enzkreis), die die Novelle des Tierschutzgesetzes von 2013 nutzen. Als erste Großstadt im Südwesten schließt sich Mannheim nun an.

Katzenschutzverordnung: Mannheimer müssen freilaufende Tiere künftig registrieren

In Mannheim gilt künftig eine Registrierungspflicht für freilaufende Katzen.
In Mannheim gilt künftig eine Registrierungspflicht für frei laufende Katzen. (Symbolbild) © Miguel Palomo/Imago

Für Halter von frei laufenden Katzen bedeutet das konkret: Wer seinem Tier Freigang gewährt, muss zuvor einen elektronisch lesbaren Mikrochip von einem Tierarzt implantieren oder alternativ eine Ohrtätowierung vornehmen lassen. Zusätzlich sind Besitzer dazu verpflichtet, die Daten des Mikrochips oder der Ohrtätowierung in das kostenfreie Haustierregister von Tasso e.V. oder in das kostenfreie Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes (FINDEFIX) einzutragen.

Die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht soll nicht nur die unkontrollierte Fortpflanzung der Katzen vermindern, sondern auch die Ermittlung des Besitzers erleichtern. „Sollte es nicht möglich sein, bei einer aufgefundenen Katze innerhalb von 48 Stunden einen Halter oder eine Halterin ausfindig zu machen, kann die Stadt die Katze auf Kosten des Halters oder der Halterin kennzeichnen, registrieren und kastrieren lassen“, schreibt die Stadt Mannheim auf ihrer Website. Geplant sind außerdem weitere Maßnahmen wie Kastrationsaktionen unter Freigängern.

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Katzenschutzverordnung: Tierschützer fordern Kastrationspflicht

Zum Schutz der häufig verletzten und unterernährten Streuner in der Stadt fordern Tierschützer noch einen weiteren Schritt: die Kastrationspflicht. Diese Regelung hält die Fraktion LI.PAR.Tie, die sich aus den Linken, Die Partei und Tierschutzpartei zusammensetzt, für unverzichtbar. Wegen rechtlicher Bedenken bevorzugt die Stadt Mannheim allerdings die mildere Regelung. „Eine Kastrationspflicht stellt einen massiven Eingriff in das grundgesetzlich garantierte Eigentumsrecht von KatzenhalterInnen dar und sollte die letzte Maßnahme sein, die getroffen wird.“ Die Katzenschutzverordnung tritt sechs Monate nach amtlicher Bekanntmachung in Kraft.

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