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Katzenseuche: Symptome, Impfung und Behandlung

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Eine rot weiße Katze liegt eingekuschelt in einer Decke und schlummert. (Symbolbild)
Ist eine Katze nicht gegen Katzenseuche geimpft, kann eine Erkrankung lebensbedrohlich sein. (Symbolbild) © YAY Images/Imago

Die Katzenseuche ist eine Viruserkrankung, die potenziell lebensbedrohlich ausfallen kann. Mit einem entsprechenden Impfschutz können Katzenleben gerettet werden.

Die Katzenseuche ist eine gefährliche und potenziell lebensbedrohliche Viruserkrankung, die auch unter den Bezeichnungen Katzenstaupe, Panleukopenie oder der Abkürzung FPV bekannt ist. Verursacht wird die Krankheit durch das feline Panleukopenie-Virus, einen mikroskopisch kleinen Erreger, der sehr stark dem Parvovirus ähnelt: Letzteres ruft bei Hunden die Staupeerkrankung hervor. Um sich mit dem hochansteckenden Erreger zu infizieren, müssen Katzen nicht einmal mit einem kranken Tier in Berührung kommen: Ansteckungen erfolgen über den Kot oder auch das Nasensekret.

Auch Parasiten wie Flöhe können das Virus übertragen. Das feline Panleukopenie-Virus ist sehr hartnäckig und langlebig: Infiziert sich eine Katze aus einer Gruppe mit der Krankheit, werden sich alle anderen Tiere ausnahmslos auch anstecken. Eine Übertragung von Katze zu Mensch ist aber nicht möglich: Es handelt sich bei der Katzenseuche um eine Viruserkrankung, die ausschließlich Katzen befällt. Bei jüngeren Hauskatzen kann der Verlauf der Erkrankung lebensbedrohlich ausfallen, während ältere Tiere meist nur vergleichsweise leichte Symptome aufweisen. Allerdings kann es vorkommen, dass das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen wird und dies andere bakterielle sowie virusbedingte Krankheiten begünstigt.

Katzenseuche: Diese Symptome treten bei einer Erkrankung auf

Steckt sich eine Katze mit der Katzenseuche an, treten nach einer Inkubationszeit von etwa drei bis fünf Tagen die ersten Symptome auf. Zu den häufigsten Anzeichen für eine vorliegende Katzenstaupe zählen unter anderem die folgenden Symptome:

Insbesondere der Magen-Darm-Trakt ist von der Krankheit betroffen. Die teils heftigen Durchfälle sorgen für Begleitsymptome wie Dehydrierung, Gewichtsverlust und Bewusstlosigkeit. Darüber hinaus lässt sich im Rahmen einer Infektion mit FPV eine deutlich sichtbare Verminderung an Blutkörperchen feststellen: Aus diesem Grund wird die Katzenseuche unter Medizinern auch Panleukopenie genannt.

Die Katzenstaupe ist aufgrund ihrer oftmals plötzlich und heftig auftretenden Symptome lebensbedrohlich und bedarf immer einer fachgerechten Behandlung. Statistiken zufolge sterben durchschnittlich 25 bis 75 Prozent aller infizierten Tiere (abhängig von Alter und Allgemeinzustand der betroffenen Katze). Aber auch bei einem vergleichsweise leichten Verlauf kann die Gesundheit des Tieres gefährdet sein: Das Virus schwächt das Immunsystem und macht es anderen Krankheiten leichter, sich im Körper der Katze einzunisten.

Katzenseuche: Impfung gegen die Krankheit kann Tierleben retten

Die lebensgefährliche Erkrankung befällt Katzen sowie katzenartige Tiere wie zum Beispiel Hyänen. Allerdings muss die Katzenstaupe heutzutage kein Todesurteil mehr sein, denn es gibt eine Impfung, die Hauskatzen zwar nicht vor der Ansteckung mit Katzenseuche, aber doch vor einem schweren Verlauf schützt. Kätzchen sollten ab einem Alter von etwa 12 Wochen gegen die Viruserkrankung geimpft werden. Die Wirkung hält bis zu drei Jahre an: Nach Ablauf dieser Zeit ist eine Auffrischungsimpfung zwingend erforderlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihre Hauskatze Freigänger ist oder ausschließlich in der Wohnung oder dem Haus gehalten wird: Eine Ansteckung kann immer erfolgen und ohne bestehenden Impfschutz das Leben des Tieres gefährden.

Wer eine Katze etwa aus dem Tierheim oder von einer privaten Pflegestelle adoptiert, sollte unbedingt immer Informationen über die vorhandenen Impfungen einholen und sich den Impfpass aushändigen lassen. Liegen keinerlei Angaben dazu vor, ist es ratsam, zuerst den Tierarzt aufzusuchen und sich dort umfassend beraten zu lassen. Kommt es zu einer Ansteckung mit der Katzenstaupe, wird diese symptomatisch behandelt, so etwa mit Schmerzmitteln, Krampflösern sowie Antibiotika. Unter Umständen ist es erforderlich, das erkrankte Tier stationär in einer Tierklinik zu therapieren, beispielsweise wenn Infusionen erforderlich sind.

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