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Alle Katzenrassen können unter Ohrenentzündungen leiden. (Symbolbild)

Behandlung von Ohrenschmerzen

Mittelohrentzündung bei Katzen: Wie Sie jetzt handeln sollten

Eine Mittelohrentzündung bei Katzen ruft unangenehme Symptome wie starken Juckreiz, Gleichgewichtsstörungen und Ausfluss hervor.

München – Katzen leiden genau wie Hunde vergleichsweise häufig unter Mittelohrentzündungen. Insbesondere die Tiere, die sich häufig im Freien aufhalten, weisen im Vergleich zu Wohnungskatzen verstärkte Ohrinfektionen auf. Einer der Gründe für die unangenehmen Erkrankungen können beispielsweise Ohrmilben sein. Die winzig kleinen Spinnentiere gelangen ins Ohr der Katze und ernähren sich dort vom Ohrenschmalz, was Symptome wie starken Juckreiz verursacht. Selbst nach erfolgreicher Behandlung können die Beschwerden noch mehrere Wochen anhalten, was den Befall für die Katze besonders unangenehm gestaltet. Neben Ohrmilben existieren noch zahlreiche Bakterien sowie Hefepilze, die im Ohr Entzündungen verursachen können.

Grundsätzlich können alle Katzenrassen unter Ohrenentzündungen leiden. Katzen mit Faltohren etwa sind aber statistisch gesehen häufiger betroffen als Tiere mit Standardohren. In den meisten Fällen lassen sich Mittelohrentzündungen bei Hauskatzen gut behandeln, sodass es zu keinerlei Komplikationen kommt. Treten die Infektionen aber häufiger auf, sollten die Gehörgänge regelmäßig überwacht werden: Mit der Zeit können sie sich durch die Entzündungen verengen und das Trommelfell verschließen, was auf Dauer zu Hörbeschwerden und sogar zu Taubheit führen kann.

Mittelohrentzündung bei Katzen: Das sind die Symptome

Leidet eine Katze unter einer Mittelohrentzündung, zeigt sie meist typische Symptome, die dem Tierhalter direkt auffallen. Zu den Anzeichen für eine Infektion gehören unter anderem die folgenden Auffälligkeiten:

  • Kopfschütteln
  • Reiben der Ohren an Möbeln und Gegenständen
  • Häufiges Kratzen
  • Ohrenausfluss
  • Strenger Geruch aus dem Ohr
  • Schiefe Kopfhaltung

Da sich im Innenohr auch wichtige Gleichgewichtsorgane befinden, kann es vorkommen, dass das Tier Störungen des Gleichgewichts aufweist und beispielsweise nicht mehr problemlos geradeaus laufen kann. Bei schweren Infektionen fällt die Katze sogar um oder läuft nur noch im Kreis.

Welche Symptome genau auftreten, hängt davon ab, welcher Bereich des Ohres im Einzelfall betroffen ist und wie stark die Infektion ausgeprägt ist. Auch die Dauer der Ohrenentzündung entscheidet sich anhand der Schwere des Verlaufs und nicht zuletzt auch an der Ursache, welche die Beschwerden verursacht. Deuten Anzeichen auf eine Mittelohrentzündung hin, ist es sinnvoll, zeitnah einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann nach erfolgter Diagnose eine angemessene Behandlung einleiten, um Komplikationen oder schwerere Verläufe zu vermeiden, sowie dem Tier die unangenehmen Schmerzen zu nehmen.

Mittelohrentzündung bei Katzen: So wird die Infektion behandelt

Hat der behandelnde Tierarzt eine Mittelohrentzündung bei der Katze festgestellt, wird der Mediziner eine geeignete Behandlung verordnen. Bei einer Infektion mit Ohrmilben erfolgt die Therapie meist mit einer Ohrensalbe, die ein Insektizid enthält und so in der Lage ist, die Milben abzutöten. Da Ohrmilben ansteckend sind und von Katze zu Katze übertragen werden können, sollten Katzenhalter darauf achten, im Zweifelsfall alle Tiere, die sie besitzen, vorbeugend zu behandeln. Sind dagegen Bakterien, Pilze oder Hefen die Ursache, kommen Antibiotika oder Fungizide zum Einsatz. In den meisten Fällen ist bereits nach kurzer Zeit eine deutliche Besserung des Befindens festzustellen.

Sind die Ohren der Katze verkrustet, kann es sinnvoll sein, sie vom Tierarzt vorsichtig spülen zu lassen, was den Juckreiz lindert. Fällt Letzterer sehr stark aus, können Tabletten die Symptome direkt lindern. Zeigen sich im Rahmen der Untersuchung Wucherungen im Ohr, ist es erforderlich, diese in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und gegebenenfalls eine Operation vorzunehmen, um Einschränkungen des Hörvermögens sowie Probleme mit dem Gleichgewichtssinn zu vermeiden. Ein chirurgischer Eingriff hat auch den Vorteil, dass die Luft im Ohr danach wieder besser zirkulieren kann, was wiederum das Risiko erneuter Infektionen reduziert.