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Eine Katze beim Tierarzt (Symbolbild)

Was Katzenhalter wissen sollten

Parasiten, Nierenversagen, Schnupfen: Symptome und Behandlung einer kranken Katze

Krankheiten bei Katzen sind oft schwer zu erkennen, doch wenn sie mit den Symptomen vertraut sind, können Besitzer ihrem Haustier rechtzeitig helfen.

Frankfurt am Main – Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. warnt davor, dass Parasiten zu starken gesundheitlichen Einschränkungen bei Katzen führen können. Erste Anzeichen sind zwingend zu beachten.

Krankheiten bei Katzen: Wie können Parasiten rechtzeitig erkannt werden

Ist der Magen-Darm-Trakt einer Katze gestört, liegt die Ursache oft bei Parasiten wie Würmern oder Giardien. Besitzer von Freilaufkatzen erkennen das oft nicht, weil das Hauptsymptom der Krankheit Durchfall ist und der Kot bei einer Freigänger-Katze nur schwer untersucht werden kann. Dabei sind es gerade frei laufende Katzen, die von Würmern bedroht sind, denn Parasiten werden über Tierkot übertragen, vor allem von Wildtieren.

Ob Freigänger oder Hauskatze, Besitzer müssen auf folgende Symptome achten:

  • Durchfall und/oder Erbrechen
  • Stumpfes Fell
  • Blähbauch
  • Gewichts- und Appetitverlust
  • Mangelerscheinungen
  • Juckreiz am Anus

Erkennen Besitzer eines oder mehrere dieser Symptome, ist die Katzen-Gesundheit gefährdet und ein Tierarzt muss sofort aufgesucht werden. Insbesondere bei einem Blähbauch ist eine schnelle Reaktion gefragt, denn das spricht für einen starken Wurmbefall, der dringend behandelt werden muss.

Giardien sind auf den Menschen übertragbar, die Wohnung muss also unbedingt sauber gehalten und täglich desinfiziert werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Bei Parasitenbefall muss die Ernährung der Katze geändert werden, hierüber werden Besitzer vom Tierarzt oder einer spezialisierten Ernährungsberatung informiert.

Krankheiten bei Katzen: Wie sich Nierenprobleme äußern

Katzen leiden häufig an Nierenerkrankungen, die Ursachen dafür sind verschieden. Häufige Auslöser von Nierenerkrankungen oder gar Nierenversagen sind Medikamente, die Aufnahme von Metallen, Infektionen, Harnrückstau, ein Tumor in der Niere oder Phosphormangel.

Eine Nierenerkrankung lässt sich bei einer Katze schwer feststellen, denn der Verlauf ist schleichend. Häufig macht sich eine angeschlagene Niere dadurch bemerkbar, dass die Katze mehr trinkt, manchmal passiert aber auch genau das Gegenteil. Manche Katzen verlieren an Durst oder Appetit und sogar an Gewicht. Damit Besitzer sichergehen können, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung hilfreich.

Stellen Besitzer eines oder mehrere dieser Symptome fest, ist schnelles Handeln gefragt. Der Besuch bei einem Tierarzt gibt Aufschluss über das Krankheitsbild der Katze und wie weiter vorgegangen wird, um einen schlimmeren Krankheitsverlauf zu verhindern.

Nierenerkrankungen können Besitzer mit dem richtigen Futter vorbeugen. Mit normalem Katzenfutter nehmen die Vierbeiner eine kalkulierte Portion Phosphor auf. Dieser Nährstoff sorgt für eine gute Nierenfunktion bei Katzen. Zu beachten ist hier: Zu viel Phosphor kann die Katzenniere belasten. Daher sollten keine Kosten gescheut werden und Besitzer unbedingt auf Futter zurückgreifen, das hochwertige Proteine beinhaltet. Eine ausgewogene Ernährung ersetzt aber nicht den regelmäßigen Tierarztbesuch, denn es gibt kein Wundermittel zur Vorbeugung von Nierenerkrankungen.

Krankheiten bei Katzen: Welche Rolle spielt die Prävention?

Eine Katze muss gut gepflegt werden, dazu gehören auch ihre Ohren. Reinigen Besitzer die Ohren nicht regelmäßig, können die Gehörgänge verstopfen und das kann zu Gleichgewichtsstörungen führen. Man erkennt das am schiefen Gang des Vierbeiners oder wenn er seinen Kopf gegen den Boden drückt.

Für die Ohrreinigung eignet sich ein Tuch aus Baumwolle ideal. Das Tuch sollte feucht sein, aber es darf kein Wasser in das Ohr der Katze gelangen.

Gleichgewichtsstörungen bei Katzen sind nicht immer auf schlechte Ohrenpflege zurückzuführen und deuten sogar auf einen fälligen Tierarztbesuch hin, denn dahinter kann sich ein Tumor im Innenohr oder eine bakterielle Infektion verbergen.

Doch bevor Besitzer in Panik verfallen und sich das Schlimmste ausmalen, bedarf es zunächst einer ausführlichen Untersuchung. Abgesehen von einem Tumor oder einem schlecht gereinigten Ohr können auch ein Hörsturz und eine angehende Taubheit dahinterstecken. Keine dieser Krankheiten ist auf die leichte Schippe zu nehmen, umso wichtiger ist es, den Einzelfall mit dem Tierarzt zu klären.