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Pheromone helfen Katzen, sich zu entspannen. (Symbolbild)

Entspannung bei Stubentigern

Pheromone für gestresste Katzen: Wann sie helfen und wie sie wirken 

Für eine Katze können Pheromone eine wirksame und beruhigende Hilfe sein, wenn Veränderungen im gewohnten Umfeld Auslöser für Stress oder Angst sind.

Pheromone können auf Katzen beruhigend wirken, wenn sich deren Verhalten durch Stress oder akute Zustände von Angst verändert. Allerdings müssen Katzenhalter hier besonders aufmerksam sein, denn nicht immer ist die Verhaltensänderung auf Stress oder Angst begründet. Mitunter verursachen Krankheiten die augenscheinlich gleichen Symptome. Diese können wiederum von Stress ausgelöst werden, denn er verursacht eine erhöhte Ausschüttung von Kortison aus der Nebenniere.

Das Stresshormon Kortison schwächt das Immunsystem der Katze, wodurch bislang unerkannt gebliebene Krankheiten sowie Infektionen ausbrechen können, weil diese nicht mehr vom Immunsystem zu kontrollieren sind. Diese Erkrankungen verursachen teils ähnliche Symptome wie Stress oder Angst. Die wichtigsten Symptome bei Stress und Angst sind:

  • Die Katze zeigt sich plötzlich ungewöhnlich aggressiv.
  • Die Katze reagiert ungewöhnlich scheu.
  • Das Tier beginnt unvermittelt damit, Möbel zu zerkratzen.
  • Die Katze uriniert in der Wohnung statt in der Katzentoilette oder draußen.
  • Das Haustier miaut ungewöhnlich viel oder laut.
  • In seltenen Fällen sucht die Katze quasi permanent Schutz bei der jeweiligen Bezugsperson.
  • Die Katze spielt nicht mehr und versteckt sich stattdessen an zumeist dunklen Orten.

Gegen Angst und Stress wirkt die Behandlung der Katze mit Pheromonen

Generell gilt, dass normale Hauskatzen für gewöhnlich robust und eher wenig stressanfällig sind. Aber auch diese Katzen können wie ihre Artgenossen aus Rassezucht mit langem Stammbau durch bestimmte Umstände Stress sowie Angst entwickeln. Für eine entspannte Katzenhaltung ist es wichtig, auf eine stressfreie Umgebung zu achten. Die hauptsächlichen Auslöser für Stress und Angstzustände bei Katzen sind:

  • ein neuer, zumeist tierischer Mitbewohner, beispielsweise eine zweite Katze oder ein Hund
  • die Renovierung der Wohnung und damit die Umgestaltung des Umfeldes
  • ein Umzug in eine andere Wohnung
  • ein Besuch beim Tierarzt
  • Reisen, insbesondere mit öffentlichen Verkehrsmitteln
  • laute Feiern oder viele Menschen
  • Silvester und das damit verbundene Feuerwerk.
  • der Tod oder Weggang eines tierischen Spielkameraden oder der zentralen Bezugsperson

Wer seine Katze kennt und weiß, dass diese in bestimmten Situationen unter Stress leidet, kann spezielle Pheromone für Katzen mittels Raumspray oder Duftstecker einsetzen. Dies gilt ebenso vor Reisen, dem Tierarztbesuch oder wenn eine große Familienfeier ins Haus steht. Die Pheromone können der Katze helfen, ruhiger und gelassener darauf zu reagieren.

Wirkungsweise, Anwendung und Dosierung der Pheromone bei Katzen

Pheromone sind Botenstoffe, die Katzen zur nonverbalen Kommunikation benutzen. Diese Botenstoffe werden im Körper der Katze produziert und beispielsweise beim Markieren des Reviers u. a. über den Urin ausgeschieden. Generell steigern diese Pheromone das Wohlbefinden der Katze. Nimmt das Tier über den Geruchssinn Pheromone auf, lösen diese im Gehirn ein stresslinderndes Signal aus. In der Folge kann die Katze so Stress oder Angst auslösende Situationen besser verarbeiten.

Pheromone für Katzen werden als Spray beziehungsweise flüssig in einem Zerstäuber angeboten. Damit ist ein gezielter Einsatz möglich, sodass beispielsweise die Transportbox damit besprüht werden kann. Im Haus oder in der Wohnung, ist es ratsam, einen elektrischen Verdampfer zu nutzen, der gleichmäßig die Pheromone in die Luft entlässt. Die Botenstoffe sind für den Menschen geruchlos und für andere Haustiere ungefährlich. Ausnahmen sind nur Papageien sowie Sittiche, weil diese über hochsensible Atemorgane verfügen. Mit den Pheromonen darf die Katze selbst nicht eingesprüht werden. Die beste Wirkung entfalten Pheromone aber, wenn Halter sie einfach in die Luft sprühen. Nachteilige Nebenwirkungen sind nicht bekannt.