Das sollte man beachten

Spielregeln für Katzen: Henkel von Papiertüten müssen ab

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Katzen spielen gern und das schon von klein auf. Doch beim Spielen mit Katzen kann man auch viel falsch machen. Was es zu beachten gibt und welche Fehler man vermeiden sollte.

München – Katzen spielen liebend gerne mit allem, was sich irgendwie bewegt oder raschelt. Schon als junge Katzen lernen sie spielerisch der Beute nachzustellen, sich anzupirschen und zu fangen. Durch die interaktive Beschäftigung wird aber auch die Beziehung zwischen Katze und Mensch gestärkt. Vor allem für reine Wohnungskatzen sind regelmäßige Spieleinheiten extrem wichtig. Doch dabei kann man auch viele Fehler machen. Wir verraten, was man beim Spielen mit Katzen beachtet werden muss, damit der Spaß nicht zur Gefahr wird oder es am Ende gar in der Tierklinik endet.

Damit die Katzen von klein auf bestimmte Spielregeln lernen, ist auch eine gute Erziehung wichtig. Kätzchen müssen zum Beispiel früh lernen, dass die Hände oder auch Füße des Menschen kein Spielzeug sind. Denn andernfalls kann es spätestens, wenn die Katze erwachsen ist, beim „Raufen“ schnell zu blutigen Kratzern kommen, die sich unter Umständen entzünden. Lernt das Kätzchen von Anfang an, dass das nicht in Ordnung ist, steht künftig vergnügten Spieleinheiten nichts im Wege.

Spielregeln für Katzen: 1. Henkel von Papiertüten müssen ab

Alles was raschelt und knistert ist für Katzen höchst interessant. Und genau deswegen sind sie auch ganz heiß auf Papiertüten! Bevor man sie der Samtpfote zum Spielen überlässt, aber bitte unbedingt die Henkel durchschneiden oder entfernen. Denn andernfalls könnte die Katze sonst darin hängenbleiben, wenn sie plötzlich losrennt. Verfangen sich die Tiere mit dem Kopf in den Henkeln, droht im schlimmsten Fall sogar Erstickungsgefahr. Aus dem gleichen Grund sind Plastiktüten generell tabu für Tiere.

Katzen spielen gerne mit Papiertüten, doch die Henkel können für die Tiere gefährlich werden. (Symbolbild)

Spielregeln für Katzen: 2. Vorsicht mit Laserpointern

Laserpointer sind zwar ein beliebtes Spielzeug bei Katzenhaltern, sind aber mit erhöhter Vorsicht einzusetzen. Denn der Laserstrahl kann erhebliche Netzhautschäden am sehr empfindlichen Auge der Katze verursachen. Den Laserpointer deshalb niemals auf die Augen der Katze richten und auch beachten, dass der Strahl sogar auf spiegelnden Flächen, also auch auf reflektierenden Bodenbelägen wie Laminat und dergleichen, schlimme Schäden an den Katzenaugen verursachen kann. Das Spiel mit dem Laserpointer kann für Katzen eventuell auch frustrierend sein, weil es zu keinem Jaderfolg kommt und die Beute nie erlegt wird.

Spielregeln für Katzen: 3. Schnüre und Wollknäuel immer aufräumen

Katzen lieben es, einfach nur mit einem Stück Wolle oder einer Schnur zu spielen. Doch gerade Schnüre und Wollknäuel können eine große Gefahr für unsere Katze sein, wenn der Stubentiger damit unbeaufsichtigt spielt. Denn beim ausgelassenen Toben besteht im Eifer des Gefechts eine erhöhte Strangulierungsgefahr, wenn sich das Tier darin verfängt. Daher nach dem Spielen mit der Mieze am besten alles aufräumen, das Gleiche gilt auch für die Spielangel.

Spielregeln für Katzen: 4. Spielzeug muss sicher sein

Qualität statt Quantität ist auch beim Katzenspielzeug sehr wichtig. Denn gerade unsauber verarbeitete Billigprodukte können sich beim wilden Spiel rasch in ihre Einzelteile auflösen. Dann besteht die Gefahr, dass die Katze kleine Plastikteile verschluckt, die zu inneren Verletzungen führen können. Auch verwendete (Füll-)Materialien oder Klebstoffe können schädlich sein. Deswegen sollte neues Katzenspielzeug immer erstmal auf Verletzungsgefahr untersucht werden. Auch bei selbstgebasteltem Spielzeug sollten Materialien wie Kleber, Draht, Nägel und Tackerklammern unbedingt vermieden werden.

Spielregeln für Katzen: 5. So spielt man mit Katzensenioren

Ältere Katzen können zwar nicht mehr so wild spielen wie früher, freuen sich aber trotzdem über regelmäßige Spieleinheiten. Dabei sollte man beachten, dass nicht jedes Spielzeug für Katzensenioren geeignet ist. Am besten eignet sich Intelligenz-Spielzeug, das sie zwar beschäftigt, aber nicht körperlich verausgabt. Mit Fummelbrettern, Activityboards und Futterlabyrinthen können sich auch körperlich eingeschränkte, ältere Vierbeiner anspruchsvoll die Zeit vertreiben. Auch eine Spielangel oder Schnüre kommen noch gut bei Katzensenioren an, sie werden es aber vermutlich eher gemütlich als schnell angehen.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago