Katzen besser verstehen

Neue Studie über Katzen: Ist mein Haustier ein Psychopath?

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In einer Studie haben Psychologen einen Fragebogen entwickelt, mit dem man analysieren kann, ob die eigene Katze Persönlichkeitsprobleme hat.

Liverpool – Katzenbesitzer wissen, dass sich ihre Samtpfoten manchmal äußerst rätselhaft verhalten. Viele wissen allerdings nicht, dass ihre Katzen sogar regelrechte Psychopathen sein können. Für eine Studie haben Psychologen die Beziehungen zwischen tausenden von Katzen und ihren Besitzern untersucht und nun einen detaillierten Fragebogen entwickelt, mit dem man Katzen jetzt angeblich analysieren kann.

Neue Studie über Katzen: Ist mein Haustier ein Psychopath?

Wer ab und an das Gefühl hat, dass sein geliebter Stubentiger sich psychologisch auffällig verhält, hat jetzt die Möglichkeit herauszufinden, ob in seiner Katze tatsächlich ein kleiner Psychopath steckt. Psychologen haben laut einem Bericht in der „Daily Mail“ in einer Studie einen Fragebogen entwickelt, mit dem man Katzen analysieren kann. Die Studie, an der 2.042 Katzenbesitzer teilnahmen, wurde im „Journal of Research in Personality“ veröffentlicht. Der Fragebogen besteht aus 46 Aussagen, wobei die Besitzer bewerten, wie gut jede Aussage ihr Haustier beschreibt.

Psychopathie war früher für wilde Katzen hilfreich und steckt teilweise immer noch in den Tieren. (Symbolbild)

Neue Studie über Katzen: Psychopathie war früher für wilde Katzen hilfreich

Der „CAT-Tri+“ genannte Test ist das erste Instrument zur Messung der Psychopathie bei Katzen, so die Forscher von der Universität Liverpool und der Liverpool John Moores University. Er misst auch den Grad der Unfreundlichkeit des Tieres gegenüber Menschen und anderen Haustieren. Die leitende Forscherin Rebecca Evans erläutert: „Wir glauben, dass sich die Psychopathie wie jedes andere Persönlichkeitsmerkmal auf einem Kontinuum befindet, bei dem einige Katzen höhere Werte aufweisen als andere. Es ist wahrscheinlich, dass alle Katzen ein gewisses Maß an Psychopathie aufweisen, da dies für ihre Vorfahren einst hilfreich war, um Ressourcen wie Nahrung, Territorium und Paarungsmöglichkeiten zu erlangen.“

Hier einige Beispiele aus dem Fragenbogen:

  • Meine Katze gibt ohne ersichtlichen Grund schrille Laute von sich (z. B. Miauen, Jaulen).
  • Meine Katze dominiert die Katzen in der Nachbarschaft.
  • Meine Katze schnurrt, wenn sie Menschen/Tiere angreift.
  • Meine Katze sitzt gern auf hohen Plätzen (z.B. Sofalehne, Treppenabsatz).
  • Meine Katze ist sehr schnell erregbar.

Neue Studie über Katzen: Studie hat ernsten Hintergrund

Es mag im ersten Moment lustig klingen, herauszufinden, wie viel Hannibal Lecter in der eigenen Katze schlummert. Aber die Studie hat einen sehr ernsten Hintergrund. Das Team hofft dazu beitragen zu können, die Beziehungen zwischen Katzenbesitzern und Katzen zu verbessern und dadurch die Zahl der Haustiere zu verringern, die in Tierheimen landen oder eingeschläfert werden. Laut der Psychologin Evans, kann der Fragebogen von den Besitzern oder Tierärzten verwendet werden, um unerwünschte Verhaltensweisen aufzuzeigen und die Umgebung der Katzen entsprechend ihrem Charakter zu verbessern. Lesen Sie auch, welche Superkräfte Katzen haben.

Neue Studie über Katzen: Umgebung dem Katzen-Charakter anpassen

Die Forscher wollen Katzenbesitzern und ihren Haustieren helfen und die Psychologin Evans gibt folgende Tipps, wie man die Umgebung an den Charakter der Katze anpassen kann: „Eine Katze mit einer hohen Punktzahl auf dem Psychopathen-Fragebogen könnte von großen und hohen Kratzbäumen profitieren, da die „Cat-Tri+“ Elemente darauf hindeuten, dass diese Katze gerne erkundet und klettert“, sagte sie. Eine spannende, bereichernde Umgebung für „freche Katzen“, könne laut der Forscher das angriffslustige und aggressive Verhalten gegenüber Menschen, anderen Haustieren und Besitztümern verringern. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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