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Spezielles Diätfutter kann übergewichtigen Katzen helfen Gewicht zu reduzieren. (Symbolbild)

Gesundheitsrisiko

Übergewicht bei Katzen: Ursachen, Diagnose und die richtige Diät 

Katzen sind dann übergewichtig, wenn ihr Körpergewicht das Idealgewicht um 15 bis 20 Prozent übersteigt. Ab 30 Prozent stufen Fachleute Tiere als adipös ein.

Eine Katze gilt dann als übergewichtig, wenn ihr Körpergewicht 15 bis 20 Prozent über ihrem Idealgewicht liegt. Bei einem Idealgewicht von vier Kilogramm sind demnach bereits 600 Gramm ausreichend für krankhaftes Übergewicht. Erhöht sich der prozentuale Anteil auf über 30 Prozent, gilt das Tier als fettleibig (adipös). Da das Idealgewicht abhängig von der Rasse und dem individuellen Körperbau ist, wird zur Bestimmung gern der sogenannte Body-Condition-Score (BCS) herangezogen.

Er ermöglicht eine Kategorisierung in neun verschiedenen Stufen, die von Untergewicht über Idealgewicht bis hin zur Fettleibigkeit reichen. Idealgewicht besitzt eine Katze laut BCS 5 dann, wenn sie eine Taille hat, ihre Proportionen gut sind und die Rippen problemlos unter einer dünnen Fettschicht erfühlt werden können. Ist dies der Fall, wird das Gewicht durch Wiegen bestimmt und kann zukünftig als Vergleichswert herangezogen werden. Auf diese Weise lässt sich einfach überprüfen, ob die Katze ihr Gewicht hält oder an Gewicht zulegt. Denn egal, ob leichtes Übergewicht oder Fettleibigkeit: Beides schränkt die Beweglichkeit der Tiere stark ein, schwächt das Immunsystem und birgt das Risiko ernster Folgekrankheiten wie

  • Atemwegserkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Fettlebersyndrom
  • Harnwegserkrankungen & Harnsteine
  • Verstopfung
  • Beschwerden mit den Bandscheiben
  • Hüftgelenksveränderungen
  • Gelenkerkrankungen wie Arthrose

Übergewicht bei Katzen: Viel Bewegung und die richtige Diät

Alle zuvor genannten Krankheiten können die Lebenserwartung einer Katze um bis zu zwei Jahre verkürzen. Grund genug, das Gewicht des Vierbeiners durch weniger Kalorien und mehr Bewegung auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Dies gelingt in enger Zusammenarbeit mit dem Tierarzt und einer Umstellung der Katzen-Ernährung auf eine für das Tier geeignete Diät. Denn nur ein Veterinärmediziner kann feststellen, ob das Übergewicht eine Konsequenz aus Überfütterung und Bewegungsmangel ist oder ob nicht doch eine schwerwiegende Erkrankung ursächlich sein könnte.

In Absprache wird dann ein individueller Diätplan zur Gewichtsreduktion erstellt, der neben Art und Menge des Futters auch Dosierangaben und ein konkretes Bewegungsprogramm beinhaltet. Der Handel bietet hierzu verschiedenste Diätfuttermittel, die verhindern, dass das Tier während des Abnehmens hungern muss. Nun heißt es zum Wohle des Tieres den vorgegebenen Ernährungsplan strikt einzuhalten, auf die Gabe von zusätzlichen Leckerlis zu verzichten und bei noch so charmanten Blicken standhaft zu bleibe. Nach Erreichen des angestrebten Gewichtes trägt eine angemessene Fütterung und ein ausreichendes Maß an Bewegung zur nachhaltigen Gesunderhaltung der Katze bei.

Von Gabi Knapp