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Eine Katze auf einem gesicherten Balkon (Symbolbild)

Indoor-Katze, Outdoor-Katze, Schutz

Wohnungskatze oder Freigänger? Das müssen Sie vor dem Kauf wissen

Sowohl Wohnungskatzen als auch Freigänger können ein artgerechtes und zufriedenes Leben führen. Es kommt darauf an, den Bedürfnissen der Katze nachzugehen und das Umfeld dementsprechend zu gestalten.

Alexandria – Bereits im Alten Ägypten wurden Katzen als Heimtier geschätzt. Damals handelte es sich um afrikanische Wildkatzen, die mit ihrem zahmen Wesen am besten für das Zusammenleben mit Menschen geeignet waren. Sie sind die Urahnen der domestizierten Hauskatzen, die heute zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen gehören.

Haltungsweisen von Katzen: Wohnungskatzen

Sowohl Katzen, die draußen auf Streifzüge gehen als auch solche, die innerhalb der Hauswände bleiben, können ein rundum erfülltes Katzenleben führen. Damit sich Katzen in der Wohnung wohlfühlen und außerdem genügend Beschäftigung haben, brauchen sie ausreichend Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Hier gilt besser zu viel als zu wenig, damit sich die Katzen nicht langweilen. Regale, Schränke und Katzenbäume sollten mit Laufplanken verbunden werden, damit sie sich auf verschiedenen Ebenen im Raum bewegen und austoben können. Daneben müssen genügend Schlaf- und Ruheplätze vorhanden sein.

Rückzugsorte sind sehr wichtig für Stubentiger. Besteht die räumliche Möglichkeit, ist ein eigenes Katzenzimmer ratsam. Die Besitzer von Wohnungskatzen sollten mindestens eine Stunde am Tag mit ihren Katzen spielen oder sich anderweitig mit ihnen beschäftigen. Außerdem gehört der Kontakt zu Artgenossen zu einer artgerechten Katzenhaltung. Eine Wohnungskatze wird am besten nicht alleine gehalten. Schön ist es außerdem, wenn ein gesicherter Balkon, ein kleiner Außenbereich oder zumindest eine Fensterbank für die Katze vorhanden ist, wo sie das Leben draußen beobachten kann und etwas frische Luft bekommt.

Wenn die Katzen von klein auf als Wohnungskatzen aufgezogen werden, ist eine reine Wohnungshaltung meist kein Problem. Freigänger jedoch an eine Wohnungshaltung zu gewöhnen, ist nicht ratsam und in der Regel auch nicht möglich.

Haltungsweisen von Katzen: Freigänger

Katzen, die ihr Revier draußen haben, sind immer ausgelastet und langweilen sich nicht. Die Sinne von Freigängern werden durch die vielen Eindrücke geschärft und etwa beim Jagen herausgefordert. Dank der ausreichenden Bewegung neigen Freigängerkatzen weniger zum Übergewicht. Allerdings sehen Besitzer ihre Katzen seltener. Wenn die Katze unterwegs ist, weiß ihr Halter meist nicht, wo sie sich gerade befindet, wann sie zurückkommt und ab wann er sie vielleicht als vermisst melden müsste. Das Leben eines Freigängers ist fraglos gefährlicher als das einer Wohnungskatze. Draußen gibt es zahlreiche Unfallgefahren wie den Straßenverkehr. Die Katzen sind zudem mehr potenziellen Krankheitserregern ausgesetzt. Freigänger müssen daher öfters geimpft und mit Wurmkuren behandelt werden.

Sowohl Freigänger als auch Wohnungskatzen sollten kastriert oder sterilisiert sein. Bei Draußen-Katzen kommt es sonst leicht zu ungewolltem Nachwuchs. Bei Wohnungskatzen werden durch den Eingriff Dauerrolligkeit und das Markierverhalten von Katern vermieden.

Schutz von Freigängern und Wohnungskatzen

Da der Besitzer wenig Kontrolle darüber hat, wo sich die Katze im Freien bewegt, gibt es spezielle Reflektoren oder Leuchthalsbänder. So wird das Tier im Dunkeln eher gesehen. Eine große Hilfe und auch Beruhigung für Katzenhalter ist der GPS-Tracker. Das kleine Tool wird am Halsband befestigt und gibt über eine App Auskunft über den Standort der Katze. Er verfügt über eine Batterielaufzeit von ein bis zwei Wochen, damit ausreichend Zeit bleibt, das vermisste Tier wiederzufinden. Tracker sind zusätzlich mit einem Licht und einem Signalton ausgestattet. Ob die Katze sich nun verirrt hat oder irgendwo eingesperrt wurde, die Besitzer können mithilfe dieser Funktionen die exakte Position ausfindig machen. Freigänger sollten unbedingt gechipt oder tätowiert und beim Deutschen oder Internationalen Haustierzentralregister gemeldet sein.

Wohnungskatzen brauchen genauso Schutz. Denn auch in einer Wohnung gibt es Gefahren für Katzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Substanzen wie Putzmittel und Medikamente
  • Kabel und Steckdosen
  • scharfe Gegenstände
  • heiße Herdplatten
  • Kippfenster
  • für Katzen unverträgliche oder giftige Zierpflanzen

Hier ist vor allem die Verantwortung der Halter gefragt.