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Ausbildung zum Pferdewirt – aus Liebe zu den Pferden

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Auszubildende zum Pferdewirt harkt Stroh in eine Pferdebox (Symbolbild)
Eine Ausbildung zum Pferdewirt ist der Traum vieler Pferdefreunde. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago

Pferdewirt ist ein Traumjob für viele Pferdeliebhaber, die das Hobby zum Beruf machen wollen und nicht vor anspruchsvollen Aufgaben zurückschrecken.

Warendorf – Pferdewirt ist ein häufig geäußerter Berufswunsch bei „pferdeverrückten“ Mädchen und Jungen. Doch die Ausbildung und das spätere Berufsleben sind körperlich hart, denn die Pferde müssen auch bei Regen, Schnee und Hitze versorgt sein. So manches Mal kann der Job seelisch belasten, wenn ein geliebtes Pferd erkrankt oder verkauft wird. Wer damit gut umgehen kann, der wird mit einem abwechslungsreichen, spannenden Beruf und dem täglichen Zusammensein mit seinen Lieblingstieren belohnt.

Ausbildung zum Pferdewirt – aus Liebe zu den Pferden

Eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Pferdewirt kann an zahlreichen Orten absolviert werden. Zu beachten ist dabei, dass es fünf verschiedene Fachrichtungen gibt:

Zu den Aufgaben gehören je nach Fachrichtung die Betreuung und Pflege der Pferde sowie das Erteilen von Reitunterricht und die Begleitung von Reitausflügen. Der Pferdewirt muss in der Lage sein, einem verletzten Pferd Erste Hilfe zu leisten und es bei Krankheit zu pflegen. Oft dürfen Pferdewirte ihre Schützlinge bei verschiedenen Wettbewerben reiten.

Der Bundesverband der Berufsreiter hält eine Fülle von Informationsmaterial und Adressen von Ausbildungsbetrieben in ganz Deutschland bereit. Sehr empfehlenswert sind die öffentlich zugänglichen Informationsveranstaltungen, bei denen das Berufsbild des Pferdewirts vorgestellt wird und interessierte Fragen zur Ausbildung in der jeweiligen Fachrichtung stellen können.

Ausbildung zum Pferdewirt – Voraussetzungen für den Beruf

Formelle Voraussetzungen gibt es nicht. Meist wird für die duale Ausbildung zum Pferdewirt zumindest ein Realschulabschluss oder sogar das Abitur erwartet. In Biologie sind gute Noten erwünscht.

Wichtiger sind jedoch Reit- und Fachkenntnisse, zum Beispiel die Vorlage des Reitabzeichens und eine gewisse Qualifikation zur Teilnahme an Dressur- und Springprüfungen (meist Klasse A). Außerdem werden ein Gespür für den Umgang mit Pferden und Menschen sowie überdurchschnittliches Engagement erwartet, denn oft muss der Pferdewirt auch am Wochenende arbeiten oder einem kranken Pferd nachts zur Seite stehen.

Die duale Ausbildung findet teilweise am Ausbildungsort und teilweise in der Berufsschule statt. Schulen gibt es überall in Deutschland. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung in Warendorf kann bei Bedarf Auskunft geben.

Ausbildung zum Pferdewirt – Dauer, Prüfungen und Gehalt

Die Ausbildung zum Pferdewirt dauert normalerweise drei Jahre. In dieser Zeit erfolgen eine Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr und eine Abschlussprüfung. Die Prüfungen umfassen einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil (Dressur und Springen). Zur Theorie gehören:

Das Gehalt während der Ausbildung orientiert sich an den Tarifen der Landwirtschaft und muss mit dem Ausbildungsbetrieb individuell ausgehandelt werden. Nach der Abschlussprüfung kann ein Pferdewirt mit einem Einstiegsgehalt von etwa 1.400 bis 2.100 Euro brutto monatlich rechnen. Bei späterer Weiterbildung, zum Beispiel zum Pferdewirtschaftsmeister, steigt das Gehalt entsprechend an.

Ausbildung zum Pferdewirt – Einsatzgebiete nach der Ausbildung

Ja nach gewählter Fachrichtung findet der Pferdewirt nach der Ausbildung zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Dies umfasst unter anderem:

Ein Tipp: Fachstellen wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung können Ansprechpartner zur Vermittlung von Praktika in den einzelnen Bundesländern nennen. Dies ist eine gute Möglichkeit, in den Traumberuf hineinzuschnuppern und zu überprüfen, ob der harte Berufsalltag des Pferdewirtes den eigenen Vorstellungen entspricht.

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