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Cowboy im Straßenverkehr: Polizist reitet entlaufenes Pferd nach Hause

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Von: Sina Lück

Im US-Bundesstaat Colorado irrt ein entlaufenes Pferd ängstlich im Straßenverkehr umher. Schnell eilt ihm ein Polizist zu Hilfe, der echte Cowboy-Qualitäten beweist.

Colorado (USA) – Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Das dachte sich wohl auch ein Polizist im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado, als er sich ohne Sattel und Trense auf ein entlaufenes Pferd schwingt – und es in echter Cowboy-Manier mitten durch den Straßenverkehr ins sieben Kilometer entfernte Zuhause reitet.

Cowboy im Straßenverkehr: Polizist reitet entlaufenes Pferd nach Hause

Im Büro des Sherriffs klingelt das Telefon. Die Eilmeldung: Im Stadtverkehr von Centennial, südlich der US-Metropole Denver, läuft ein orientierungsloses Pferd umher. Sofort macht sich Deputy Ian Sebold, ein Veteran der ersten Luftlandedivision der United States Army, auf den Weg zum Einsatzort. Dort erweist sich die Lage als äußerst kompliziert: „Das Pferd war gerade dabei, die Straße zu überqueren, eine vierspurige Hauptverkehrsverbindung. Für mich war deutlich zu sehen, dass es Angst hatte“, berichtet Sebold gegenüber „McClatchy News“.

Ein US-Polizist sitzt ohne Sattel auf einem Pferd und reitet eine Straße entlang.
In echter Cowboy-Manier reitet Deputy Ian Sebold das entlaufene Pferd nach Hause. © Facebook (Arapahoe County Sheriff‘s Office)

Um dem Tier auf die andere Straßenseite zu helfen, versuchte ein Fußgänger den Verkehr anzuhalten. „Aber ich konnte in seinem Gesicht lesen, dass es nicht wusste, was es auf einer Hauptstraße tun sollte. Es wollte nur nach Hause, hatte aber keine Ahnung, wie es dort hinkommt.“ Nach einigen Versuchen gelingt es dem Deputy und seinen Kollegen, das panische Pferd einzufangen – nicht zuletzt durch die Unterstützung einiger Passanten, die Möhren als Lockmittel zur Verfügung stellen. Doch schon stehen die Beamten vor dem nächsten Problem: Wie bekommen sie das Tier nun wieder nach Hause?

Cowboy im Straßenverkehr: Polizeieskorte geleitet Pferd sicher auf Weide zurück

„Da es keinen Anhänger gab, war die naheliegendste Idee, ihn nach Hause zu reiten“, erzählt Ian Sebold, der zufälligerweise das nötige Können und Know-how mitbringt. Als Kind ist er auf einer Ranch aufgewachsen und sitzt regelmäßig bei der berittenen Polizei in Arapahoe County im Sattel. Also schwingt sich Sebold kurzerhand selbst auf den Rücken des Pferdes und reitet wie ein Cowboy ohne Sattel und Zaumzeug durch den belebten Stadtverkehr – begleitet von einer Polizeieskorte, die ihre Schützlinge fest im Blick hat.

Bei Sonnenuntergang erreicht die ungewöhnliche Reisegruppe wohlbehalten die Weide, aus der das Pferd zuvor ausgebrochen ist. So schnell wird der vierbeinige Ausreißer wohl nicht mehr auf eine städtische Entdeckungstour gehen*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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